11. Kopf voll, Akku leer - Mental Load im Midlife.
Shownotes
KOPF VOLL, AKKU LEER Mental Load im Midlife
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Der Kopf, der nie Feierabend hat. Das ständige Mitdenken an alles und jeden. Die unsichtbare Arbeit, die niemand sieht – und die trotzdem nie aufhört. In dieser Folge nehmen Nina & Draga den Mental Load auseinander: ehrlich, nahbar und mit einem klaren Blick darauf, was wir wirklich ändern können.
WORÜBER WIR SPRECHEN:
- Was Mental Load wirklich ist – und was nicht. Die vier Phasen nach Harvard-Forscherin Allison Daminger: antizipieren, identifizieren, entscheiden, überwachen
- Warum wir Frauen diese Last so lange als selbstverständlich hingenommen haben
- Was der ständige „innere Browser mit 1000 offenen Tabs" auf Dauer mit uns macht – die Kosten, die niemand sieht
- Was wir konkret tun können: ehrlich, machbar und ohne die nächste To-do-Liste
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STUDIE & QUELLE:
- Allison Daminger (Harvard University, 2019, American Sociological Review) – Mental Load besteht aus vier kognitiven Phasen
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HeyFreundin #Midlife #MentalLoad #FrauenAb40
Podcast #Care Arbeit #Gleichberechtigung
MutterSein #Vereinbarkeit
Transkript anzeigen
00:00:00: Heute sprechen wir über etwas, das uns beide täglich begleitet.
00:00:03: Ich glaube auch dich Freundin!
00:00:04: Du weißt bereits was heute noch gemacht werden muss bevor du überhaupt aufgestanden bist?
00:00:09: Bevor du deinen ersten Tee oder deinen ersten Kaffee fertig hattest.
00:00:12: Die Liste läuft in deinem Kopf immer.
00:00:15: Du gehst abends ins Bett und diese Liste läuft auch immer noch und stehst morgens auf Und dein Kopf läuft weiter.
00:00:22: Kennst du
00:00:22: das?!
00:00:23: Ich kenne das auf jeden Fall und ich glaube dass fast jede Frau die gerade zuhört das auch
00:00:28: kennt.
00:00:29: Hey Freundinnen, willkommen bei Hey Freundin kannst du reden.
00:00:32: Wir sind Nina und Raga zwei Freundinnen Mittevierzig aus Stuttgart Und wir machen diesen Podcast für Frauen mit Live die merken da ist noch mehr Für Mütter, für Frauen, mit Karriere, mit Jobs, für Mütte zu Hause und für alle Die beides gleichzeitig und das alles im Leben gleichzeitig stemmen.
00:00:48: Hier reden wie ehrlich darüber Mit Studien, mit echten Geschichten und mit dem Gefühl Du bist definitiv nicht alleine damit und ich bin
00:00:55: Nina.
00:00:56: Und bevor wir anfangen, ich habe heute Morgen an drei Dinge gleichzeitig gedacht.
00:01:01: Noch bevor ich meinen ersten Kaffee mir machen konnte beziehungsweise mal mindestens mal vier.
00:01:06: Oh Gott,
00:01:07: was?
00:01:07: Ja auch Gott!
00:01:09: Den Sportbeutel meines Kindes.
00:01:11: Einkaufszettel.
00:01:12: irgendwie wird der Kühlschrank wieder komplett leer und dann gab es da noch irgendein Termin den ich unbedingt hätte gestern verschieben müssen ja
00:01:20: Ähnlich bei uns.
00:01:20: Ich hatte heute Morgen schon die Eltern WhatsApp-Gruppe wegen dem Sport fest, aber die Information, die mir hingeworfen wurde irgendwie das kein Brot mehr da ist.
00:01:29: Die Erinnerung dass ich ein Kiefernautopä die Termin ausmachen muss für Lorelei und nur solche Sachen.
00:01:35: und ich bin noch gar nicht richtig aufgestanden!
00:01:37: Ich hatte nur so die Augen aufgemacht und mal kurz um mein Ehemann begrüßt.
00:01:43: und genau das ist mental load.
00:01:45: Es geht nicht ums Erledigen, sondern dass ständige Wissen, Planen vorausdenken, organisieren.
00:01:50: Gedanken jongliern!
00:01:52: Der Betrieb der niemals aufhört auch nicht wenn wir schlafen, auch nicht, wenn wir Urlaub machen und gerade einfach nur einen Kaffee trinken wollen wie ich heute morgen.
00:02:01: Und heute reden wir darüber.
00:02:02: Aber kurz vorab.
00:02:03: Mental Load ist definitiv als Thema so groß und einfach so vielschichtig und so schwer für uns selbst abzubauen systemisch, dass eine Episode der definitiv nicht ausreicht.
00:02:18: Also das ist uns beiden auch bewusst, damit hier das Thema nicht einfach abgedeckt ist und dass es auch viele ernste Auseinandersetzungen damit braucht.
00:02:27: Deswegen wird definitiv weitere Episoden zu dem Thema geben mit verschiedenen Perspektiven, mit verschiedenen Expertinnen und mit hoffentlich konkreten Lösungen, konkreten Steps die wir alle gemeinsam gehen können.
00:02:40: Aber heute fangen wir damit erst mal an Und mit dem, was es ist.
00:02:44: Was es mit uns macht und was wir anfangen können selbst dagegen zu tun?
00:02:49: Dann lasst uns mal klar stellen, was Mental Load ist und was es nicht ist weil ich glaube Es gibt dann doch ein bisschen Verwirrung darüber Ja
00:02:58: bei mir auch tatsächlich in der Vergangenheit.
00:03:00: mental load ist nicht Zu viel Arbeit zu haben.
00:03:04: Das wäre einfach eine Überlastung.
00:03:07: Mental load ist etwas spezifischer Es ist die kognitieve Verantwortung dafür, dass das Leben überhaupt organisiert wird.
00:03:14: Also es geht nicht um dieses Tun irgendwas auszuführen sondern das Wissen, was etwas getan werden muss.
00:03:20: Deine innere To-Do-Liste!
00:03:23: Und die Habertforscherin Alison Demminger hat im Jahr zwei Tausend neunzehnt das ganze Thema in vier Phasen aufgeteilt.
00:03:29: Antizipieren also voraus sehen, was entsteht und was gebraucht wird.
00:03:35: Identifizieren d. h., Lösungen finden entscheiden, zwischen Optionen und dem besten Weg wählen.
00:03:44: Und kontrollieren!
00:03:45: Also die Verantwortung haben nachzuschauen ob es funktioniert, ob alles läuft.
00:03:50: Und all diese vier Phasen zusammen in unserem Kopf ergeben unser Mental Load.
00:03:55: Und alle vier landen – ihr könnt mal raten – überproportional immer bei uns Frauen.
00:04:02: Hätte ich nicht gedacht.
00:04:03: Komisch ne?
00:04:05: Und genau da liegt aber der Unterschied.
00:04:07: Zum Beispiel, wenn mein Mann die Kinder zum Sport fährt dann macht er das.
00:04:11: Dann ist es diese Aufgabe.
00:04:13: Wenn ich außerdem weiß wann der nächste Termin ist ob die Schule noch passen, ob eine Fragemeinschaft organisiert werden muss und ob die Ausrüstung noch vollständig ist.
00:04:21: also im Bereich Sport oder was auch immer Schulsachen etc.
00:04:24: trage ich mental out.
00:04:26: Das türkische daran ist dass sieht niemand.
00:04:31: keine Aufgabe, irgendeine Task auf irgendeiner Liste die man einfach abhaken kann.
00:04:36: Es ist wie so ein Hintergrundrauschen das immer läuft und auch mein Kopf ist so oft wie ein Computerbrowser mit thirty-eight offenen Tabs und ja eine davon bietet wilde Musik und genauso sieht auch original mein Computer aus.
00:04:54: Und der Partner sagt soll doch einfach wenn ich helfen soll?
00:04:57: Oh mein Gott!
00:04:59: Das ist so nett gemeint.
00:05:00: Das ist wirklich, wirklich super, super lieb.
00:05:03: aber das ist der Punkt weil schon das sagen müssen ist Teil des Mental Load also die Fähigkeit zu erkennen was gebraucht wird zu kommunizieren und zu delegieren.
00:05:12: das ist ja bereits schon die Arbeit
00:05:14: Und wer delegiert denkt er trotzdem noch mit?
00:05:18: und dass es der Unterschied zwischen Aufgabenteilen und Mental Load Also auch die Verantwortung teilen.
00:05:25: Jetzt zu einer Frage, die mich persönlich auch stark beschäftigt hat.
00:05:29: Warum akzeptieren wir das schon so lange?
00:05:31: Und warum haben wir das so lange akzeptiert?
00:05:33: Warum haben wir gedacht es ist einfach so!
00:05:36: Das gehört dazu zum Mitleihfrau sein, zum Mutter sein, Zum Partner-Partnerin sein – das ist jetzt Teil unserer Aufgabe
00:05:46: Ich glaube weil wir es so gelernt haben sind ja einfach so viele Dinge, die wir aus unserer Kindheit kennen dass wir's beobachten.
00:05:52: ich hatte meine Mutter als Kind immer so im Blick, dass sie wirklich komplett alles gemanagt hat.
00:06:01: Sie wusste wann Wessengeburtstag ist, wenn man welches Geschenk kaufen muss was einzukaufen ist was gekocht wird.
00:06:08: Sie wußte explizit welche ja vielleicht nicht Lehrerinnen aber die kannte alle Namen der Lehrerinnen.
00:06:15: also Es war nie ein explizites Gespräch notwendig, oder dass sie sagt okay das und das.
00:06:23: Sondern es waren einfach Dinge die liefen.
00:06:25: also Frauen wissen das Männer werden angefragt
00:06:30: Ja das war bei uns original genauso ja klar Männer werden dann so gefragt ok Papa kannst du das auch mal machen?
00:06:37: Oder du siehst deine Mutter früher jetzt aus unseren Strukturen ja ihnen dann mal fragen ob er was machen über übernehmen kann Aber gemanagt, geführt, geleitet.
00:06:47: Das ganze Familienkonstrukt hat auch bei uns meine Mutter und die hat nebenbei noch irgendwie vier Firmen gemanzt.
00:06:54: Und dann hatte ich so dieses ... Ey wenn ihr das alles auf die Reihe bekommen habt?
00:07:00: Und zwei Kinder oder zweieinhalb mit meinem Vater.
00:07:04: Dann ist es ganz in Liebe gesagt aber... dann muss ich das ja auch irgendwie hinbekommen.
00:07:10: Dann müssen
00:07:10: wir das doch auch, das muss ja gehen!
00:07:14: Genau und wir haben ja jetzt aktuelle... Das ist ja auch immer so der Punkt wenn man in einer privilegierten Position ist, in der wir beide uns befinden, das haben wir schon mal gesagt, dann hemmt man sich auch selber zuzugeben okay?
00:07:27: Wir sind überlastet Weil man denkt sich oft, wir haben doch die Unterstützung.
00:07:31: Wir haben den Partner bei meinem Vater was undenkbar dass er irgendwas übernimmt.
00:07:34: Es war ganz klar geregelt.
00:07:36: mein Vater geht arbeiten kommt nach Hause meine Mutter kümmert sich um die Familie Und das bedeutet der alles weil meine mutter hat auch noch nebenher gearbeitet.
00:07:45: also das nochmal zu dem punkt.
00:07:47: Ja stimmt schon wie haben uns das angeeignet?
00:07:49: Wir haben das internalisiert Nicht als Rolle, sondern wir haben das übernommen als Identität.
00:07:55: Die gute Mutter, die denkt an alles, die gute Partnerin, die behält es im Überblick wo Gott, wir hatten das Thema schon so oft!
00:08:01: Die gute Freundin, sie erinnert sich in den Geburtstag okay ich bin mega mies damit und irgendwas sind das nicht mehr deine Erwartung, sondern sind die Erwartungen von außen die du übernommst?
00:08:11: Und damit werden das dann Erwartungen, die wir konstantäglich an uns selber haben.
00:08:16: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat hierzu eine Studie erstellt in den Jahr zwanzigzwanzig.
00:08:25: Die besagte dann dass in Deutschland übernehmen Frauen nach wie vor!
00:08:29: Wir reden von zwanzichzwanziger.
00:08:31: Den großen Großteil der ganzen unsichtbaren Organisationen- und Planungsarbeit in Familien, egal wie das Familienkonstrukt aussieht Und dann, wenn beide Partner Vollzeit arbeiten gilt das Gleiche.
00:08:45: Das gibt es selbst bei Paaren die sich selber als vollkommen gleichberechtigt beschreiben würden.
00:08:51: Ja und ich finde da ist nochmal wichtig was zu sagen mental load wird ja oft also Mutterproblemen beschrieben aber das stimmt ja nicht.
00:08:58: auch Frauen ohne Kinder tragen ihn im Job in Freundschaften in Familien wo sie für Eltern oder Geschwister mitdenken.
00:09:04: Mental Load is kein Elternteamer Es ist ein Frauenteamer.
00:09:10: Es ist uns wichtig, das wirklich immer wieder anzubringen.
00:09:13: Die Alleine erziehen, ist das nochmal ganz anders?
00:09:16: Weil dort nicht mal die Illusion eines geteilten Lebens existiert und weil alles wirklich alles – wir haben es vorangehend schon gesagt – auf einer Person liegt!
00:09:27: Und das wird gesellschaftlich immer noch viel zu wenig anerkannt.
00:09:31: Das ist ein wichtiger Punkt.
00:09:32: Ich glaube, dass schweigen darüber diese kollektive Akzeptanz erschöpft uns einfach alle.
00:09:38: Und das ist nicht nur körperlich, sondern auch in unserem Selbstgefühl.
00:09:42: Weil irgendwann die Frage kommt, bin ich zu schwach?
00:09:44: Schaffe ich das nicht?
00:09:45: Bin ich die Einzige, die das so schwer findet?
00:09:48: und dann wieder diese schöne Frage, die uns am Ende immer erwartet, bin Ich gut genug?
00:09:56: Ja!
00:09:56: Die wir uns an meistens selbst irgendwie mit Nein beantworten.
00:10:01: Nein, du bist nicht die Einzige.
00:10:03: Egal von euch da draußen wer auch gerade hier mit uns darüber nachdenkt... ...du bist nicht Die Einzigen!
00:10:08: Das System um uns herum ist einfach falsch designt.
00:10:12: Nicht Du!
00:10:12: Mit Dir ist alles in Ordnung.
00:10:14: Ja.
00:10:15: Lass uns über die echten Konsequenzen mal sprechen also nicht die abstrakten sondern was Manteload wirklich mit uns macht.
00:10:21: damit meine ich im Körper, im Kopf und auch in der Beziehung.
00:10:24: Oh
00:10:24: Gott chronische kognitive Überlastung non-stop das ist der medizinische Begriff.
00:10:30: Und wenn das Gehirn praktisch dauerhaft auf Standby für Organisation läuft und nie wirklich abschaltet, dann fehlt hier natürlich Kapazität für andere Dinge.
00:10:42: Für Kreativität, für Ruhe, für echte Erholung – Frauen mit hohem Mental-Load schlafen wesentlich schlechter, erholen sich wesentlich langsamer häufiger Anzeichen für Burnout.
00:10:58: Und das basiert auf der American Psychology Association, und auch aus dem Frauen dauerhaft hoher kognitiver Belastung durch Planungs- und Organisationsaufgaben ausgesetzt sind und damit signifikant höhere Burnoutraten
00:11:13: haben.".
00:11:17: Diese leise Wut, die sich aufbaut wenn man jahrelang mehr trägt als man sagt.
00:11:22: Die sich nicht in einem Streit entlädt sondern an einem langsamen Rückzug Man nimmt sich komplett raus.
00:11:27: Man wird erschöpfter.
00:11:28: Man ist weniger präsent Weniger fähig sich zu freuen Irgendwie man sagt so innerlich zusammen und kann einfach nicht mehr.
00:11:36: Und das ja ein ganz gefährlicher Zustand Wenn du da schon angekommen bist.
00:11:41: Das trifft dann Beziehungen stark Da nicht diese eine große Streit kommt, dieser eine große Konflikt.
00:11:48: Sondern durch diese tausend kleinen Momente wo man denkt ich mach hier alles und keiner sieht das.
00:11:55: Und es vergiftet langsam.
00:11:57: Nicht dramatisch aber leider auf Dauer effektiv.
00:12:00: Für Mütter kommen noch etwas anderes dazu.
00:12:02: wir übertragen das natürlich unbewusst Aber unsere Töchter sehen wie wir uns kümmern und lernen.
00:12:10: dass ist was Frauen tun.
00:12:11: unsere Söhne sehen, wie sie gefragt werden.
00:12:13: Ob Sie mithelfen möchten und lernen?
00:12:16: Das bleibt immer optional!
00:12:18: Das ist vielleicht das was mich am meisten antreibt dass ich dieses Muster nicht weitergeben will und ja wirklich daran arbeite.
00:12:27: Habe ich schon gesagt es ist auch immer der Podcast mit dir ist eine kleine Therapie für mich.
00:12:32: Ich nehme dann auch immer ganz viel mit.
00:12:34: Ich werde euch dann erzählen was ich schon umgesetzt habe
00:12:37: Und es ist ja der intergenerale Aspekt dann hier.
00:12:41: Der macht deutlich, dass diese kleine persönliche Entscheidung viel ändern kann.
00:12:48: Dann lasst uns konkret werden nicht mit fünf Tipps wie aus der LinkedIn-Strategie aber mit Dingen die wirklich helfen können, die wir auch selbst stark brauchen und mit der Ehrlichkeit einfach darüber wie schwer es ist.
00:13:01: auf jeden Fall!
00:13:02: Und der erste glaube ich und wichtigste Schritt sichtbar machen Nicht für andere, für sich selbst.
00:13:08: Was trägt man eigentlich?
00:13:09: Einmal alles aufschreiben!
00:13:11: Schreibt mal alle Dinge nieder die ihr im Kopf habt.
00:13:14: Alle Verantwortlichkeiten, alle ich darf nicht vergessen das alleine dieses Sichtbarmachen entlastet weil mein Aufhüt ist halt selbstverständlich hinzunehmen und vielleicht nicht so im Sinne von diesem Journaling was so viele betreiben um sich mental ein bisschen auch zu stärken zu festigen sondern einfach macht so eine Sorry, darf ich es sagen?
00:13:35: So eine Arschlochliste von Dingen die ihr wirklich auf die ihr keinen Bock habt.
00:13:39: Aber wie zu tun sind?
00:13:41: einfach niederschreiben mal irgendwelche Totenköpfe drauf oder irgendwelchen
00:13:44: Fieslinge
00:13:46: irgendwelcher fiesen Sticker damit das aber erstmal raus ist aus eurem Kopf.
00:13:52: und dazu habe ich auch noch meine Studie.
00:13:56: Und da geht es darum, dass visualisieren und aufschreiben unsichtbare Organisationsarbeit reduziert das subjektive Stressgefühl deutlich.
00:14:05: Und ist oft der erste Schritt zu einer ehrlichen Gespräch über Aufgabenverteilung.
00:14:09: Glaubt mir dann habt ihr mal wirklich vor Augen wie viel in ihrem sage ich in eurem Kopf drin steckt?
00:14:24: Wenn das zu Mental-Load kommt, zu dem Thema ist es extrem wichtig.
00:14:28: Denn das ist der Unterschied, der alles ändert!
00:14:31: Nicht kannst du die Kinder zum Sport fahren sondern Du bist ab jetzt für die Sporttermine verantwortlich und das bedeutet für alles – Für die Termine fürs Hinfahren, Fahrgemeinschaften Die Ausrüstung Ist die Kleidung gepackt und gewaschen All dass Und das hört sich irgendwie hart an Aber das ist Der einzige Weg, der dich und deinen Kopf entlastet.
00:14:52: Richtig, weil Aufgaben nur delegieren bedeutet du denkst ja trotzdem weiterhin drüber nach.
00:14:56: Also du checkst ja trotz dem ob alles gemacht wurde und fängst alles auf wenn es nicht klappt.
00:15:01: Und Verantwortung abgeben bedeutet das ist nicht mehr mein Kopftema.
00:15:05: Das ganze braucht natürlich echte Gespräche Echte Gesprächen Nicht im Streit Nicht mit so einem vorwuchsvollen Ton Ja Können wir beide gut?
00:15:18: Oder in der Hoffnung dass uns jemand automatisch angesehen hat bevor wir noch was Telepatien
00:15:22: durch die Augen.
00:15:24: Sondern Gespräche als Team, Check ins wie wir das bei uns kennen.
00:15:29: wirklich kurze regelmäßige Momente wo man fragt was läuft gut?
00:15:33: Was nervt?
00:15:34: Was lief letzte Woche echt nicht gut?
00:15:35: Das müssen wir ändern.
00:15:37: klingt unromantisch aber es spart unglaublich viel Frust und vor allem diesen gemeinen
00:15:44: Frust
00:15:45: im Stillen.
00:15:47: Und das Institut für Demoskopie I. Bach, und hat festgestelltes Paare die regelmäßig über Aufgabenverteilung sprechen von wesentlich höherer Zufriedenheit berichten und deutlich weniger Konflikten als Paaren, die das Thema komplett vermeiden.
00:16:03: Ich will nur noch mal ganz kurz einwerfen dass uns bewusst ist da natürlich draußen ganz viele auch von unseren Zuhörerinnen nicht in der Partnerschaft sind in irgendeiner Form.
00:16:14: Aber das dann auch in dem Fall, es sind trotzdem Menschen um euch herum meistens die trotzdem helfen wollen und die auch helfen lassen oder um Hilfe bitten.
00:16:25: Und denen halt auch nicht irgendwie versuchen, nicht irgendeine Task hinzuhauen sondern jemand der fragt ob er helfen kann will meistens wirklich helfen ja und dem dann wirklich eine Verantwortung zu übergeben.
00:16:35: und er wird dann schon sagen hey den Teil kann ich machen oder dass nicht.
00:16:38: oder an diesen Tagen kann ich unterstützen aber Das Support-System, ob Eltern, beste Freundinnen etc.
00:16:44: was da ist zu nutzen?
00:16:45: Er greift die Hand!
00:16:47: Die hier hingestreckt wird und vor allen Dingen auch aufhören sich zu entschuldigen.
00:16:53: Aufhören für das Nein, für die Grenze.
00:16:56: Entschuldige dich nicht für die Erschöpfung.
00:16:59: Ich war so lange eine Frau, die sich dafür entschuligt hat dass sie müde war.
00:17:03: Also bis heute noch als ob das Mühdesign ein Versagen wäre.
00:17:07: Es isst
00:17:07: keins
00:17:08: Liebe Freundinnen, es ist die logische Konsequenz von zu viel Tragen.
00:17:12: Der Kopf ist voll der Kopf ist schwer!
00:17:15: Überlegt mal wenn man das so in Kilo ausmessen würde wie viele Gedanken bei euch im Kopf rumschwirren Von eurer To-do Liste.
00:17:22: dann würdet ihr wahrscheinlich von überkippen oder?
00:17:25: Deswegen habe ich habe ich eine schlechte Körperhaltung.
00:17:28: Der kopf ist so schön.
00:17:29: So schön als wir es gefunden haben rauszuschieben können.
00:17:33: Der ganze Sinn des Podcasts Und etwas für sich selbst tun Das ist keine Selbstsucht, das nicht egoistisch.
00:17:40: Es ist Grundversorgung und Grundvoraussetzung.
00:17:43: Fünfzehn Minuten, die wirklich die gehören – diese klassische ganz kurze Me Time ohne to do Liste im Kopf!
00:17:49: Ohne das Gefühl dass du eigentlich irgendwas Ändereres jetzt gerade tun müsstest.
00:17:54: Klingt simpel?
00:17:56: Ist aber für die meisten Frauen wahnsinnig schwer.
00:17:59: Ich habe auch dieses Problem wo ich nichts tue, das Handy in der Hand zu haben und nicht noch irgendwelche E-Mails zu beantworten.
00:18:07: Irgendwas zu recherchieren, irgendwas zu machen sondern einfach mal durchzuatmen.
00:18:12: Und es ist schwierig weil wir alle gelernt haben uns selbst irgendwie ans Ende der Reihe zu setzen.
00:18:18: Richtig!
00:18:19: Ich möchte nochmal mich an alle Frauen wenden die alleine ziehen sind damit wir euch nicht vergessen.
00:18:26: alles was wir hier gesagt haben gilt für euch.
00:18:28: nochmal anders Ihr habt einfach keinen Partner an den ihr Verantwortung abgeben könnt, also in so einem klassischen Rollenbild.
00:18:36: Aber ihr habt natürlich das Recht euch Unterstützung zu holen von Familie, von Freundinnen, Netzwerken.
00:18:42: Liebe Nachbarin vielleicht auch eine Erzieherin die mal einspringt als Babysitter und ihr habt verdammt nochmal das Recht nein zu sagen, zudem was oben drauf kommt!
00:18:52: Und bitte bitte ohne schlechtes Gewissen.
00:18:55: Mental Out ist nicht der Schicksal von Frauen.
00:18:58: Es ist eine Verteilung, die wir gelernt haben.
00:19:01: Und was gelernt wurde kann auch wieder verlernt werden.
00:19:05: Langsam vielleicht sehr langsam und nicht perfekt – es wird nicht immer wunderbar funktionieren aber lasst uns in die richtige Richtung gehen.
00:19:14: Vielleicht beginnt das mit dem einfachsten Satz den wir uns selber sagen können?
00:19:18: Ich trage sehr viel!
00:19:20: Das ist nicht selbstverständlich und ich muss das nicht alleine tragen.
00:19:25: Wenn diese Folge dich irgendwie emotional angesprochen hatte, da bewegt hat oder du nickend im Auto saß beim Zuhören.
00:19:32: Oder eine Freundin kennst für die das wichtig wäre.
00:19:35: Schicke ist dieser Freundin!
00:19:36: Oder an deinen Partnerratnerinnen?
00:19:38: Oder an beide vielleicht am besten...
00:19:40: Und eine Bewertung bei Spotify und Apple Podcast hilft uns anderen Frauen zu erreichen, die dieses Gespräch gerade brauchen.
00:19:47: In diesem Sinne bis nächste Woche Freundin.
00:19:49: Bis nächste Woche.
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