16. Perfekte Mutter 24/7? Gibt's nicht – zum Glück!
Shownotes
16. Perfekte Mutter 24/7? Gibt's nicht – zum Glück! Mom Guilt, Instagram-Vergleiche und die Freiheit, einfach echt zu sein.
Darum geht's in dieser Folge:
Warum die immer „perfekte Mutter“ bei jeder anders aussieht und der Druck trotzdem bei allen gleich ist Warum der Perfektionsdruck in Wellen kommt, zum Beispiel wieder in der Pubertät der Kinder „Intensive Mutterschaft“: woher das Ideal kommt und warum Social Media es verstärkt Was der Anspruch uns kostet: Erschöpfung, Mental Load und der Kreislauf aus Anspruch und Schuldgefühl Die „ausreichend gute Mutter“: warum ehrliche, unperfekte Mütter für Kinder sogar besser sind Streit und Versöhnung: warum Fehler und Wiedergutmachen Beziehung stärken 6 konkrete Wege, das Hochglanzbild loszulassen
Unser Satz zum Mitnehmen: „Die stets perfekte Mutter gibt es nicht. Aber wir können die liebende Mutter für unser Kind sein – und die, die auch mit sich selbst gnädig umgeht.“
Deine Frage an dich: Welchen perfektionistischen Anspruch lässt du ab heute los? Schreib uns, wir lesen jede Nachricht.
Quellen & Studien:
Sharon Hays: The Cultural Contradictions of Motherhood (1996), Konzept der „intensiven Mutterschaft“ Scoping Review „Zwischen Ideal und Realität: intensivierte Mutterschaft, emotionales Erleben und psychische Belastungen von Müttern“, Die Psychotherapie (Springer, 2025) hkk-Studie zu Mental Load (2025): 62 % der Mütter erleben die unsichtbare Last als starke Belastung, 30 % fühlen sich oft überfordert Forsa/KKH-Umfrage „Elternstress“ (2024): 62 % der Eltern sind häufig gestresst, fast 70 % kennen Erschöpfungs- oder Burnout-Gefühle Donald W. Winnicott: Konzept der „good enough mother“ (ausreichend gute Mutter) Debatte um sanfte Erziehung und Überforderung von Eltern, u. a. ZDFheute
Hinweis: Wir sind keine Ärztinnen oder Psychologinnen. Diese Folge ist unser persönlicher Blick als zwei Mütter und kein Ersatz für professionelle Beratung.
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Transkript anzeigen
Draga: Es ist zehn Uhr abends, die Kinder schlafen endlich. Ich liege todmüde im Bett und scrolle durch Instagram. Nina: Der Klassiker. Draga: Und da ist sie, diese eine Mutter. Selbstgebackener Regenbogenkuchen, aufgeräumtes Wohnzimmer, drei lächelnde Kinder und sie sieht auch noch aus, als hätte sie zwölf Stunden durchgeschlafen. Nina: Ja klar und du liegst daneben, irgendwie zottlige, ungewaschene Haare, in irgendwo im letzten Pyjama, den du irgendwo rausgekramt hast und mit dem Gefühl, du kriegst irgendwie grade gar nichts mehr auf die Reihe. Draga: Voll. Ich hab das Handy weggelegt und gedacht: Warum fühle ich mich nach so einem Video eigentlich immer schlechter und als Mensch so mieser als vorher? Nina: Und ich glaube, das Gefühl kennen wir wirklich alle. Und heute reden wir genau über dieses Gefühl. Über die perfekte Mutter, die, die wir irgendwo im Herzen alle sein wollen und die, die es so gar nicht gibt
Draga und vor allem darüber, wie befreiend es: ist, wenn man sie endlich loslässt. Hey Freundin, willkommen bei „Hey Freundin, kannst du reden?" Wir sind Nina und Draga, zwei Freundinnen Mitte 40 aus Stuttgart. Das hier ist der Podcast für Frauen im Midlife. Nina: für Mütter, für Frauen mit Karriere, für Frauen zu Hause, für uns alle, die versuchen, irgendwie alles gleichzeitig zu stemmen und sich zwischendrin fragen: Wo bleibe eigentlich ich in dem Ganzen? Draga: Hier reden wir ehrlich mit Studien, mit echten Geschichten und immer mit dem Gefühl: Du bist nicht allein. Und ich bin Draga. Nina: Und ich bin Nina und heute geht es um ein Thema, bei dem sich, glaub ich, ganz viele von uns und euch ertappt fühlen werden. Diese romantisierte, perfekte Mutterschaft und der Druck, der damit kommt und den sie uns auch macht Draga: Und eins gleich vorneweg, ganz wichtig: Wir machen hier keinen Erziehungsstil schlecht. Wenn du liebevoll und nah dran bist, wunderbar. Es geht heute nicht gegen eine Methode, es geht eher gegen den Druck, alles perfekt machen zu müssen.
Nina Und wie immer, ich weiß, das: sagen wir immer wi-wieder, das ist einfach ein erster Blickwinkel. Wir sind keine Psychologinnen und die Tiefe zu dem Thema überlassen wir ganz bewusst unseren zukünftigen Gästinnen. Und heute reden wir einfach als zwei Mütter, die das alles gut genug selbst kennen. Draga: Fangen wir mal ehrlich an: Wie sieht sie eigentlich aus, diese perfekte Mutter, die wir im Kopf haben? Nina: Oh Gott, ich kenn sie genau. Immer geduldig. Sie schreit nie. Sie liebt es zu basteln, Tag und Nacht. In meinem Kopf, die kocht ständig frisch, am besten zuckerfrei. Am besten ist das Gemüse noch irgendwo zu Hause selbst angebaut. Äh, die Vesperd-, ja, Vesperdose sieht immer aus wie irgendwie aus so 'ner Zeitung und vor allem eher noch dieses, sie ist emotional konstant präsent, aber nicht übervorsorglich. Und dann sie fördert, lässt aber auch los, diese komplette Balance in allem.
Draga die perfekte Mischung. ist gleichzeitig entspannt und perfekt: organisiert. Sie hat ein sauberes Haus, du kannst da vom Boden essen, glückliche Kinder mit sauberen Fingernägeln und macht nebenbei noch Yoga oder Pilates und sie postet das alles auch noch in so 'nem weichen Morgenlicht. Ja Nina: sie so 'n Sauerteig, ähm, ansetzt, ne? Ich seh das grad so vor mir, wie sie mit dem Sauerteig spricht. Und ich mein das gar nicht so: „Oh, ich würd das voll gerne machen." Der stirbt halt bei mir in drei Tagen Draga: der Sauerteig.
Nina Aber, und das ist uns ganz wichtig, diese perfekte Mutter sieht auch bei jedem von uns anders aus. Also diese perfekte Mutter, die wir im Kopf haben. Eine von uns denkt da an so 'ne gestylte Instagram-Mama, mit dem tollen Regenbogenkuchen, wo irgendwie die Smarties in der Mitte rauskullern. Und für die nächste ist es die Mutter, die alles selbst näht, backt, wie ich gesagt hab, aus dem eigenen Garten kocht und für die übernächste, die immer 100% präsent ist und: auch jede Emotion des Kindes perfekt begleiten kann. Es ist wirklich komplett unterschiedlich. Draga: jede von uns hat ihre ganz eigene Version Von richtig gute Mutter. Wird auch geprägt, ähm, von unseren Werten, von der Herkunft, auch von was haben wir für, für eine Mutter gehabt? Was hat sie vorgelebt? geprägt durch die Zeit, in der wir gelebt haben. also als wir Kinder waren und auch vor allen Dingen geprägt in der Zeit, in der wir jetzt Mütter sind und Kinder haben. Bei zehn Müttern sieht dieses Bild zehnmal anders aus. Nina: Mhm. das ist so wichtig zu erkennen und sich bewusst zu machen, weil sonst denkt man nämlich: „Ach, ich bin ja gar nicht diese Instagram-Mama, mit der perfekten Vesperdose. Mich betrifft das Thema überhaupt nicht." Dabei hat man vielleicht längst seine ganz eigene Hochglanz-Mama-Falle irgendwo für sich gebaut, nur mit 'nem anderen Anstrich. Das ist dann am Ende alles das Gleiche, es ist nur in anderes Geschenkpapier eingepackt.
Draga ja Ja. absolut. Und der Anstrich ist bei jeder anders, Aber dieser Druck, den man sich: selber macht oder dieses perfekt sein zu müssen, der ist ja am Ende des Tages exakt bei uns allen gleich Nina: ja, und das Ganze ist aber noch nicht mal immer gleich stark. Also es ist nicht linear. Draga: Wie meinst du das Nina: Ja, also dieser, du legst vielleicht jetzt diesen Perfektionsdruck für 'n paar Jahre ab. Du hast grad 'ne super bewusste Phase, du arbeitest da bewusst dran, das abzulegen und plötzlich, kommt so 'ne komplett neue Lebensphase für dich oder dein Kind und plötzlich setzt das wieder ein. Ich würde mir jetzt zum Beispiel denken, wenn Pubertät kommt, Draga: dein Kind braucht viel mehr Freiraum, muss anders begleitet werden, dass das plötzlich wieder einsetzt, weil du natürlich da irgendwie nah dran sein willst und dein Kind begleiten möchtest Sofort werden alle Bücher gelesen, alle Therapeuten befragt.
Nina Aber andersrum auch wieder Bei den Kleinen hast du dich vollkommen verrückt gemacht und dann kann's genauso sein, mit den Teenagern bist du jetzt viel gelassener. Also das meint ich damit. Ich glaub, das kommt und geht auch in: Wellen, je nachdem, wo das Kind ist und wo du auch wahrscheinlich emotional grade stehst. Draga: Ja, absolut. Und genau deshalb ist vielleicht das Wichtigste, was wir daraus mitnehmen, wie so oft gnädig mit uns selbst zu sein, ein bisschen lockerer zu sein, diesen Druck rauszunehmen, und Nina: auf der andern Seite ist es uns natürlich wichtig, hier auch noch mal zu sagen: Hier wird keine Mutter verurteilt, die all diese Dinge liebt. Draga: Nie. Nina: Wir gehören in bestimmten Kriterien ja ganz genauso zu. Wenn eine wunderschöne Kuchen backt und dabei vollkommen aufblüht, ist das mega. Draga: Bin da voll neidisch. Nina: ja, aber dann ist das ja kein Druck. Dann ist das ihre Freude ihre Zone. Und nur weil sie gerne backt, passt sie noch lange nicht in all die andern Schubladen, in die wir sie dann gerne unbewusst stecken wollen. Weißt du, was ich meine? Wenn einer irgendwie zur Schule diese mega wunderschönen Kuchen mitbringt, die sie gebacken hat. Draga: dann
Nina ist ja schnell in den Köpfen von andern: „Meint jetzt auch, sie müsste jetzt Draga: ja ja, wir fühlen uns getriggert. Nina: Ja. Anstatt so: „Nein, die einfach voll gerne und macht das mit so viel Liebe und Freude und dann freut sich dein Kind, wenn du das mitbringst." Und die hat einfach nur Gebacken, Dieses Bewerten. Sondern nein, wenn es deine Zone ist, ein Traum. Draga: Richtig. Und das ist aber wie bei so vielen anderen Dingen auch. Fakt ist, wir laufen eben nicht in den Schuhen der anderen. Wir wissen nicht, was dahinter steckt und es ist auch letztendlich am Ende des Tages egal. Der Punkt ist nie die Tätigkeit an sich, ob jemand irgendwie die Freude hat zu backen, zu kochen, zu nähen, keine Ahnung, das Zimmer des Kindes regelmäßig umzugestalten oder das Haus, sondern einzig stresst es dich, wenn du getriggert bist und die, so das Gefühl hast, du musst da auch mitmachen.
Machst du es dann, weil du es willst, weil es dich erfüllt oder weil du glaubst, du musst? Freude, mega. Wenn du Freude dran hast,: wundervoll. Wenn's aber irgendwie 'n Zwang wird, dann fängt die Falle an. Nina: und wenn man natürlich das alles jetzt so bewusst sich anguckt und aufzählt, dann merkt man natürlich selbst sofort, d-diese perfekte Mutterschaft, Mutter gibt es gar nicht. Und das Ganze ist immer 'n Zusammenschnitt aus 1.000 perfekten Einzelmomenten von 1.000 komplett unterschiedlichen Frauen, zusammengesetzt in unserem Kopf in einer Person, die das Ganze dann irgendwie darstellen muss oder die wir versuchen zu sein. Und das kann kein Mensch sein. Diese ganzen Emotionen, diese ganzen Tätigkeiten, diese ganzen Charakteristiken irgendwie abzubilden, das ist einfach nicht möglich und keiner von uns ist Mary Poppins. Draga: Superwoman, hoch 10.000.
Aber im Kopf tragen wir sie trotzdem mit uns rum und vergleichen uns jeden Tag mit ihr. Und das ist eigentlich so weirdo. Wir vergleichen uns mit einer Frau, die es eigentlich im realen Leben nicht gibt und in unserem Alter, im Midlife,: weiß das der klare Gedanke. Also weißt du, dein gesunder Menschenverstand weiß ja, dass es das nicht gibt. Nina: Aber deine Emotionen. Ja, das ist, also bei mir, ich hab das ganz stark in so Momenten, wo Draga: Nina: meine Tochter und ich uns so ähnlich sind, wir so ähnlich auf bestimmte Situationen reagieren und uns da hochschaukeln können. Nur sie ist neun Jahre Draga: alt Nina: und ich sollte eigentlich viel gelassener reagieren. Draga: Ja. Nina: Wie mein Mann immer sagt: „Du diskutierst und streitest dich grade mit dir selber." Draga: Das sagt mein Mann auch mit deinem Spiegelbild. Nina: und ich habe Tage, da merk ich es, aber ich habe leider Tage, wo ich mir denke: „Nein, da muss ich jetzt was zu sagen." Und dann denk ich mir im Nachhinein: Nina, wärst du mal 'n bisschen, Draga: warum Nina: kannst du nicht mehr sein wie in so 'nem Elternratgeber?" Und was auch vollkommen unrealistisch ist, und danach kreuzigt man sich selber- Draga: Dieses schlechte Gewissen frisst einen auf. den
Nina ganzen Tag und geht ja auch: nicht. Ich muss es ja genauso emotional einfach nur so bewerten für das, was es ist. Kann ich aber in dem Moment auch Draga: Ja, ja. Ich bin ja auch ganz oft die Achtjährige, die sich mit meinem achtjährigen Sohn streitet. Mein Mann sagt original das Gleiche: „Wie ist 'n das eigentlich, wenn du mit deinem Spiegelbild streitest?" Also, und es ist ja einfach so: Dein Kind zieht ja irgendwelche Strippen, die in dir aktiv sind. aber versteh ich komplett. Also, Nina: und Draga: das Verrückte ist, Unsere Mütter hatten dieses Bild so gar nicht von sich. Zumindest hab ich nie mit meiner Mutter bewusst darüber gesprochen, dass da so 'ne Frau glorifiziert wurde, wo du dann versucht hast, als Mutter, als Frau dann diesem Bild zu entsprechen. Die haben uns Fischstäbchen gemacht. Nina: Ja klar, sind zu McDonald's gegangen Draga: Fischstäbchen gemacht, also Ravioli aus der Dose, sehr nahrhaft, sehr vitaminreich und haben uns rausgeschickt zum Spielen. Es hieß dann: „Du kommst, wenn's dunkel wird. Nina: Ja klar. Draga: und wir sind doch okay geworden.
Nina aber mach das mal: heute. Draga: Schicken sie dir gleich ins Jugendamt. Nina: Ich bin da ganz bei dir, weil trotzdem fühlen wir uns ja so oft, als würden wir's irgendwo schlechter machen als sie. ... Aber auf der andern Seite denken wir, wir wollen es ja besser machen und Wir wissen das heute alles besser. Und dabei sind wir ja so in der Masse bewusster oder bilden uns ein, engagierter, liebevoller als die meisten Generationen vorher. Dieses child centered parenting. Draga: ja Nina: wir sind ja teilweise so nah dran in der Masse an Eltern und Müttern, dass wir ja fast draufsitzen. Draga: Ey, natürlich. Nina: Und wir machen so viel mehr und setzen uns so viel mehr mit den Kindern auseinander. Gleichzeitig glaub ich aber auch, dass wir uns alle so viel mehr infrage stellen und uns konstant ständig einbilden, wir machen viel zu wenig. Draga: und das ist ja der Wahnsinn daran. Es geht ja gar nicht darum, dass wir uns nicht kümmern. Jeder kümmert sich.
Sondern dass wir uns so viel kümmern und es sich trotzdem nie: genug anfühlt. Das ist ja der Wahnsinn. Das ist ja dieser Widerspruch an sich. Nina: Mhm. Und es ist uns auch noch bewusst, dass wir uns extrem viel Draga: kümmern. Ja. Ich finde ja zum Teil auch viel zu viel. Auch grade unsere Kinder Nina: in Draga: der Schule, in der sie sind, ja alles noch mal so 'n bisschen, wir sagen auch immer in so 'ner kleinen rosa Wolke. Nina: in so 'ner Draga: gan-und ganz, ganz viel, Umgang mit Frust, was die Kinder erleben im Alltag, sollten wir eigentlich in so, in, in dieser Form gar nicht auffangen, weil in der realen Welt fängt das keiner auf. Wir müssen eigentlich Nina: wir fangen ständig auf, begleiten jede Emotion, wo ich mir auch manchmal echt so denke, es ist einfach nicht realistisch. Draga: Richtig. Absolut. Und wie, ne, wir lieben unsere Kinder, wir wollen, wir wollen sie vor allem schützen, aber das ist doch auch so ein bisschen jetzt ehrlich, Freundinnen, so'n bisschen too much. Nina: Das nicht, ja klar. Draga: So, so 'n klitzekleines bisschen.
dann ist dann die Frage, die wir uns ja immer stellen Woher kommt denn der Druck? Und da lohnt sich der Blick, woher: dieser Druck eigentlich kommt. wir Nina: finden jemanden, der dafür verantwortlich ist. Draga: Denn er ist nicht einfach vom Himmel gefallen. Es gibt dafür sogar einen Begriff aus der Forschung, nämlich intensive Mutterschaft. Die Idee, dass gute Mütter umfasst viel Zeit, eben auch nötige Geld und Gefühl in ihre Kinder investieren müssen, und zwar immer und vollständig Nina: Ja, konstant. Das Kind steht immer an erster Stelle, immer. Und deine eigenen Bedürfnisse kommen dann zum Schluss, wenn überhaupt und dieses Ideal, was wir da so im Kopf haben, ist in den letzten Jahren ja regelrecht explodiert. Früher war die Messlatte satt, sauber, sicher. Draga: Die drei perfekten S. Genau Nina: und sicher, glaub ich, war auch noch komplett anders definiert. Draga: ja. Nina: Ja, ja. Draga: Das ist flexibel
Nina heute ist die Messlatte optimal gefördert, emotional stets perfekt begleitet, idealerweise: kreativ, bilingual, irgend 'n Musikinstrument darf da an der Seite eigentlich auch fehlen und am besten immer alles dokumentiert für die Nachwelt. Draga: Richtig und das ist halt auch so das Thema, für wen, ne, noch mal Frage: Für wen machst du dann das alles? Weil der größte Brandbeschleuniger, ist natürlich, sorry, ist so Social Media. Wir sehen ja nicht mehr nur die drei Mütter vom Spielplatz. Wir sehen Tausende Nina: bevor man es merkt, ist man in diesem Strudel- und das ist ja wirklich so'n Sog nach unten. und ja, es ist Gift für die Psyche. Es gibt inzwischen ganz klare Hinweise dadrauf, dass dieser ständige Vergleich mit anderen Müttern im Netz das eigene Wohlbefinden massiv runterzieht. Wir vergleichen unser echtes, menschliches, chaotisches Hinter-den-Kulissen-Leben Draga: mit
Nina den Highlight-Stories und Highlight-Filmen von anderen Menschen, die geschnitten sind und genau darauf: ausgelegt sind. Draga: und dieser Vergleich ist von vornherein unfair und voll ungesund. Wir verlieren immer. Das Spiel ist so gebaut, dass wir gar nicht gewinnen können. Nina: Ja, und das ist ja, das ist ja eigentlich perfide. Draga: Ja. Nina: Und das Perfide daran ist, wir geben den Druck dann auch noch aneinander weiter. Ein seitlicher Blick auf 'n Spielplatz: „Ah, guck mal, die gibt dem schon das Fläschchen." Draga: Boah, da werd ich so aggressiv. Nina: So 'ne hochgezogene Augenbraue irgendwie: „Guck mal, die hat da Popcorn in die Vesperdose gepackt." Und schon sitzt bei der nächsten Frau dieses schlechte Gewissen da dass sie sich selber infrage stellt, was mich auch wieder zu diesem deutschen Begriff Rabenmutter Draga: bringt, Nina: nur bei uns gibt. Wieso, wär Muttersein nicht schon schwierig genug, warum müssen wir dann noch uns selbst und andere da so kaputtjudgen? Draga: und das ist es halt.
Wir kämpfen alle denselben Kampf. Wir müssten eigentlich zusammenhalten, statt: uns gegenseitig zu bewerten, liebe Freundinnen. Ja Nina: und wir wissen es alle und trotzdem schleicht es sich überall ein. Und wir sind ja auch die erste Generation, die das ja auch noch alles irgendwie unter Dauerbeobachtung macht. Stillen oder Fläschchen, Krippe oder nicht, Tablet oder nicht, wie viel Bildschirmzeit. Jede einzelne Entscheidung wird vor dir und dann noch online diskutiert und bewertet. Unsere Mütter mussten so gut wie nie vor so einem unsichtbaren Publikum sich rechtfertigen Vielleicht irgendwelche Frauen, auf 'm Spielplatz vielleicht irgendwo miteinander was gesagt. Das ist nie bei dir angekommen. Draga: Oder die Nachbarin. Nina: Aber dieses konstante und dann auch dieses aktuelle in your face, dass Leute an deinen Tisch kommen würden und dir so: muss jetzt Draga: mal Nina: sagen. so meine Pflicht." Draga: Mhm. „Es ist ja nicht böse gemeint, aber Wir Nina: kannst
Draga wir erziehen quasi auf einer Bühne, Und dieses Publikum, das ist gnadenlos. Und vor allen Dingen,: weil es meistens auch nicht real ist, dieses Publikum. Es lebt vor allen Dingen in unseren eigenen Köpfen, in dem wir ständig zu hören bekommen am Ende des Tages, dass wir nicht gut genug sind. Nina: Es kommt immer drauf zurück. Draga: Ey. Und dieser Druck bleibt ja nicht folgenlos. Er kostet uns richtig etwas. Nina: Und auch das ist inzwischen erforscht. Es gibt eine aktuelle wissenschaftliche Übersichtsarbeit, die findet ihr immer alles in den Shownotes, aus dem Jahr 2025, die genau das untersucht hat: Den Zusammenhang zwischen dieser sehr intensiven, idealisierten Mutterschaft und der psychischen Belastung von Müttern. Draga: Und was kam dabei heraus? Nina: Kurz gesagt: Je mehr eine Frau versucht, diesem perfekten Ideal zu entsprechen, desto höher meistens die Belastung. Erschöpfung, starke Schuldgefühle, das Gefühl, ständig zu wenig zu sein. Der Anspruch, perfekt sein zu wollen, der macht uns nicht zu besseren Müttern. Draga: Er
Nina macht uns einfach nur: fertig und fertiger. Draga: und das sieht man auch ganz nüchtern in den Zahlen. Eine große deutsche Krankenkassenstudie von 2025 zeigt: 62 % der Mütter erleben diese unsichtbare Last als starke Belastung. Fast ein Drittel fühlt sich davon regelmäßig überfordert und in einer anderen Umfrage kennen fast 70 % der Eltern Erschöpfungs- oder Burnout-Gefühle auf jeden Fall deutlich mehr als noch vor 'n paar Jahren. Nina: Fast 70 % Draga: Das ist Nina: da mal drüber nach. Das ist ja fast jede von Und das heißt im Klartext: Wenn du dich grade fertig fühlst, du bist nicht die Ausnahme, du bist leider die Regel. Wir sind die Regel
Draga Und das sieht man ja gerade auch, ähm, an einer De-De-, äh, Debatte, die durch alle Medien geht, dieses ganz bewusste, sanfte Erziehen. An sich ist es ja 'ne schöne Idee, aber inzwischen sagen immer mehr Eltern „Das überfordert uns total“, weil der Anspruch dahinter oft heißt, wir sollen immer ruhig: bleiben. Wir dürfen nie die Fassung verlieren. Jede Emotion muss perfekt begleitet werden. Du darfst nicht zu laut werden. Das widerspricht ja komplett zum Beispiel meiner Persönlichkeit. Nina: Und wenn wir das dann trotzdem von uns tagtäglich abverlangen, dann ist das nur nicht extrem anstrengend, sondern wir fühlen uns hinterher auch noch ständig schuldig, wenn wir mal laut werden und wenn wir in irgendeiner Form diesem Idealbild, das wir dann von kreiert haben, nicht entsprechen. Draga: Ja, ich hab ja letztens dir erzählt, als ich dann, meine zwei Jungs so angeschrien hab im Auto, weil sie einfach nicht aufgehört haben, sich zu hauen während ich Auto gefahren bin. Und ich hatte, weil ich so plötzlich so schnell laut geworden bin, hatt ich so 'n schlechtes Gewissen und dann hast du auch mich wieder ganz cool wieder reguliert, wo ich dachte: „Hey", weil dieses schlechte Gewissen, das ist, glaub ich, das eigentliche Dauergeräusch der Mutterschaft.
Dieses leise, ständige Ich müsste eigentlich mehr: machen, ich müsste leiser sein, ich müsste mehr Geduld aufbringen, ich müsste, Nina: Vergiss es. Ich müsste einfach anders. Ja, Draga: ich müsste mich eigentlich entspannen, einfach 'n bisschen mehr. Nina: Genau und dann noch so auf einem Bein hüpfen dabei im Kreis drehen. Und das ist ja, wir sind wieder dabei, das Perfideste an diesem Kreislauf dahinter. Du versuchst, dieser perfekten Mutter zu entsprechen. Wie gesagt, die sieht für jeden von uns vollkommen anders aus. Und dann judgen wir natürlich, dass das Bild, das irgendne andere in ihrem Kopf hat von dem, was sie sich vorstellt unter perfekter Mutter. Aber weil das niemand schaffen kann, scheiterst du dann zwangsläufig. Und aus diesem Scheitern ziehen wir dann den Schluss: „Ich weiß nicht, ob ich 'ne gute Mutter bin." Draga: Und das ist so unfair. Du gibst alles, du machst alles und fühlst dich trotzdem schlecht, weil du's nicht schaffst. Nina: Klar und wir lieben unsere Kinder, ja, und wollen irgendwie das Beste
Draga Aber unser eigener Anspruch selbst: produziert ja das schlechte Gewissen. Und das legt sich ja noch obendrauf auf alles andere, auf den Mental Load, über den wir so oft gesprochen haben und nie müde werden, darüber zu sprechen. Über den Job, den man hat oder nicht, den Haushalt. Diese perfekte Mutter im Kopf ist im Grunde eine zweite unsichtbare Vollzeitstelle. Nur hat dir eben keiner gesagt, dass du sie angenommen hast. Und trotzdem arbeitest du jede wache Minute daran und oft auch noch nachts, wenn du, ähm, wach liegst und Listen im Kopf durchgehst. und Nina: durch Instagram Draga: scrollst. Ja, ja, ge..., oh Gott, ja. Nina: eigentlich muss man da jeden Account löschen, der macht, dass man sich irgendwie weniger fühlt. Weil da ist ja der Algorithmus Gift Draga: Ich hatte tatsächlich eine, eine YouTuberin, als ich damals meinen zweiten Sohn bekommen habe.
Die hatte dann ihr viertes Kind bekommen, hatte natürlich aber andere Umstände. Trotz allem habe ich mich mit ihr verglichen und hab irgendwann gemerkt, dass mir das überhaupt nicht guttut. Vor allen: Dingen so die Optik. Also wir waren so in demselben Alter, und dann ging's darum, dass sie nach der vierten Schwangerschaft dann rel-relativ schnell in Shape kam. Nicht im Sinne von dann irgendwie dünn oder so, sondern fit. Und ich war's einfach gar nicht. Und das hat, war so schlimm für mich, dass ich irgendwann mal diesen YouTube-Kanal, ähm, gelöscht habe, weil ich, ich konnt nicht mehr. Ich hab einfach selber gemerkt, wie ich, wie ich mich vergleiche, wie ich mich fertigmache. und- da muss man doch irgendwann mal ehrlich zu sich sein. Nina: wir kennen das ja, wenn dein Kopf dann so voll ist und emotional schon so an dir schon so gezogen wirst, dann merkt man das manchmal erst voll spät. Draga: ja, Nina: Ich mein, besser als gar nicht. Draga: Absolut.
Nina Und jetzt kommt der Teil, der mich dann doch so 'n bisschen erleichtert hat. Denn die Wissenschaft sagt sogar Auch für die Kinder perfekt zu sein, ist für Kinder gar nicht gut. Es gibt ein wunderschönes Konzept vom Kinderarzt und Psychoanalytiker, Donald Winnicott und er nannte es die ausreichend gute: Mutter. Draga: Das ist 'n schöner Begriff, die ausreichend gute Mutter. Nicht die perfekte, die ausreichend gute. Nina: Genau. Und seine Erkenntnis war: Kinder brauchen keine perfekte Mutter. Sie brauchen 'ne echte, eine echte Mutter. Eine, die mal Fehler macht, die mal müde ist, mal genervt ist und die einfach dann wieder zurückfindet und einfach da ist. Denn genau daran lernen Kinder etwas für ihr weiteres Leben. Und das ist ja das, was- Draga: Ja, absolut Nina: was wir sagen, Draga: Fühl ich mich doch gleich ein bisschen erleichtert. Nina: Ja, aber es ist doch auch du hattest noch gesagt, dass die Kinder etwas fürs Leben lernen. Was lernen sie denn fürs Leben? Brauchst gar nicht so sarkastisch fragen. Draga: Was lernen sie denn da fürs Leben, Frau Doktor? nichts. Nina: Ende des Podcasts. Fertig. Ja, dass die Welt nicht perfekt ist und dass das vollkommen okay ist Draga: Das ist schön.
Nina Dass man streiten kann, dass man sich dann wieder versöhnen kann oder: auch nicht, dass man einen Fehler macht, dass man ihn wieder gut macht oder auch nicht. Ein Kind, das nur Perfektion sieht, lernt das alles nicht und setzt sich dann später selbst oft genauso unter Druck. Draga: Und es gibt dafür sogar einen schönen Begriff aus der Bindungsforschung: Bruch und Reparatur. Es geht gar nicht darum, dass zwischen dir und deinem Kind nie etwas schiefgeht. Es geht nämlich darum, dass ihr es wieder in Ordnung bringt. Nina: Das, Draga: Ne? Ganz einfach. Also und genau dieses Reparieren ist das Wertvolle. Nina: Ich ver-- ich versuch das grad selber zu verinnerlichen, was gesagt hast. Ja. Draga: Genau dieses Reparieren ist das Wertvolle und nicht das Perfekte, nie einen Fehler machen, sondern das ehrliche: „Ich hab Mist gebaut. Lass uns das klären.
Und das heißt auch, wenn wir vor unseren Kindern auch mal echt und unperfekt sind, dann ist das per se kein Versagen, sondern vielleicht sogar 'n Geschenk. Dein Kind sieht „Hey, du bist auch nur ein Mensch und gibst dein Bestes." Und du gibst vor allen: Dingen das Allerwichtigste, nämlich Liebe. Nina: Ja. Und es ist 'n Geschenk. Sorry, ich hab dich grad, hab Draga hier grad getreten. Ähm, wenn du sagst: „Sorry, die Mama war grade zu laut. Das hat die Mama grad gemerkt und das tut mir leid, das wollt ich nicht", dann zeigst du ja deinem Kind, wie 'n gesunder Mensch mit Fehlern umgeht und dass es ganz normal ist, sich zu entschuldigen und dass dann auch wieder alles okay ist, und das kann kein perfektes Instagram-Post von irgend 'ner perfekten Instagram-Mama-Welt. Draga: Und vor allen Dingen, es entlastet ja auch die Kinder selbst. Ein Kind, das eine scheinbar perfekte Mutter hat, der denkt doch irgendwann: „Dann muss ich ja auch perfekt sein.“ Nina: Und wollen Draga: von der Mutter. Überhaupt nicht. Ein Kind, das eine echte, liebevolle, manchmal auch genervte, müde, auch traurige Mutter hat, lernt: Ich darf ein Mensch sein mit allen Gefühlen und mit allen Situationen, mit allem, was dazugehört.
Nina und das nimmt auf beiden: Seiten ja so viel Druck raus. Du musst nicht die Beste sein. Wir müssen nicht immer die Besten sein. Du musst nur echt sein und unser Kind muss auch nicht ständig das beste Kind sein. Draga: Nein. Und Nina: echt bist du doch eh schon. Du bist doch du. ja, und das reicht doch. Draga: Und was passiert, wenn wir das Hochglanzbild mal wirklich loslassen, zerreißen, in den Papierkorb schmeißen? Also wie kommen wir da raus? Weil, ähm, immer dieses: „Ach, lass doch einfach los. Ignorier's doch einfach. Geh einfach nicht auf Instagram." Sagt sich ja auch so leicht, wissen wir ja alle. Und ehrlich, es gibt ja auch keinen Schalter, den man mal so umlegen kann. Das ist eher so 'ne Übung. Jeden Tag ein kleines Stück.
Nina Total. Aber es gibt zum Glück, ein paar ganz konkrete Sachen, die sofort helfen und die kosten nichts. Erstens, wir hatten's vorhin schon kurz angesprochen: Entrümpel deinen Social-Media-Feed. Wenn du merkst, ein Account, der dir jedes Mal ein schlechtes Gefühl gibt, entfolge ihm. Fertig. Dein Kopf muss nicht jeden Tag diese Highlight-Filme und Frames fremder Frauen abspielen. Das muss man sich ja auch mal überlegen. Das sind Menschen, die man überhaupt nicht kennt und jetzt fängst du dich da an zu vergleichen. Tu dir das nicht an. Du verpasst nichts. Guck dir lieber irgendwelche Hunde- oder Katzenbilder Draga: an Nina: Einfach unfollow oder einfach für 'n paar Monate auf stumm schalten. Draga: Zweitens: Frag dich bei dem ganzen Aufwand mal wirklich ehrlich: Für wen mach ich das? Mach ich das für mein Kind oder für ein Bild, für die Blicke der anderen?
Nina Drittens Sag es laut. erzähl deiner Freundin, dass du auch schreist. Sprich dadrüber, wenn du: morgens im Kindergarten oder in der Schule oder so was kurz mit andern Müttern zusammenstehst, dass auch bei dir das Wohnzimmer aussieht wie 'n Schlachtfeld, dass du heute Morgen noch nicht 'ne Stunde aufgeräumt hast. In dem Moment, wo eine von uns ehrlich ist, atmen die andern innerlich auf. das ist so wichtig, dass da offen drüber gesprochen Draga: wird Ja. Nina: und dass man nicht versucht, weiter dieses Bild aufrechtzuerhalten Draga: Ja. Viertens: Sei nachsichtig mit dir, wie du es mit deiner besten Freundin wärst und mit den anderen Müttern genauso.
Nina Und fünftens, das Schönste Wenn du dieses perfekte Bild loslässt, gewinnst du etwas zurück, nämlich echte Momente. Denn während wir diese perfekte Verschspardose basteln, verpassen wir oft das Kind, das grade neben uns steht und uns irgendwas erzählen will. Oder das Kind, das grade mit dem: Playmobil irgendwas gebaut hat Draga: und uns das Nina: zeigen will, weil wir grade noch irgendwas fertig machen oder grade noch irgendwas aufräumen müssen. Und das ist auch das, was ich mir, wo ich mir oft so denke: "Nee, sie will einfach nur, dass ich präsent bin." Draga: ich hab mich grade in grade so vielen Situationen im, im Kopf. Ähm, sechstens, ganz praktisch: Such dir eine Freundin, bei der du nicht performen musst, bei der die Wohnung auch mal aussehen darf, wie sie aussieht. Eine einzige ehrliche Freundschaft nicht, nimmt mehr Druck raus als 100 perfekte Feeds. Such dir diese eine coole Freundin. Und Nina: am Ende ist es das. Wir brauchen weniger perfekte Bilder und mehr echte, mehr echte Freundinnen, die sagen: „Ey, bei mir ist das auch nicht anders. Bei mir ist bei weitem Gott nicht alles perfekt.“
Draga Absolut, das trifft. Präsenz schlägt Perfektion und das immer. Was nehmen wir also mit? Die perfekte Mutter gibt es nicht. Sie ist ein Bild: zusammengesetzt aus tausend fremden Highlights und wir vergleichen uns jeden Tag mit ihr und verlieren. Nina: Also noch mal: Die perfekte und vor allem stets perfekte Mutter gibt es nicht. Aber wir können die liebende Mama sein, die für ihr Kind da ist und die, die auch mal mit sich selbst gnädig umgeht. Und von Herzen, hör bitte zu: Du bist keine schlechtere Mama, wenn du müde bist, wenn in der Brotdose einfach mal nur Brot ist oder irgendwas, das du grad beim Bäcker geholt hast und da reinwirfst. Dein Kind braucht keine perfekte Mutter. Es braucht einfach dich. Echt nah dran und ganz normal, wundervoll unperfekt Draga: und wie gesagt, das war heute nur ein erster Blickwinkel. Das Thema ist so riesig. Wir machen dazu auch auf Instagram weiter. Folg uns, dann verpasst du nichts.
Nina Und jetzt du Was ist der perfektionistischste Anspruch, den du bis heute hattest und den du jetzt loslassen möchtest? Die Bastelabende, die: perfekte Bento-Brotdose, dein ständig schlechtes Gewissen? Schreib uns wie immer, wir lesen jede Nachricht entweder per E-Mail an podcast@heyfreundin.de oder auf Instagram. Draga: Wir sind hier und wir finden dich gut genug. Mehr als das. Und diesen Dienstag wartet wieder eine neue Folge auf dich. Nina: Bis dahin mach dir 'ne schöne Woche, Freundin, und sei sanft mit dir. Du machst das längst schon gut genug
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