2. Warum sagen wir eigentlich ständig Ja, obwohl wir eigentlich Nein meinen?
Shownotes
🎙️ Warum fällt es uns so schwer, Nein zu sagen?
Kennst du das?
Du sagst Ja, obwohl du Nein meinst.
Du übernimmst noch schnell die Organisation. Bringst den Kuchen mit. Springst ein. Antwortest sofort. Kümmerst dich. Denkst an alles.
Und irgendwann fragst du dich:
Wann genau bin ich eigentlich für alles und jeden verantwortlich geworden?
In dieser Episode sprechen wir über People Pleasing im Midlife – und darüber, warum so viele Frauen ihr Leben lang gelernt haben, die Bedürfnisse anderer über ihre eigenen zu stellen.
Wir sprechen darüber,
✨ warum People Pleasing oft nicht die Angst vor dem Nein ist, sondern die Angst vor der Reaktion auf das Nein
✨ warum viele Frauen sich verantwortlich fühlen für die Gefühle, Erwartungen und Enttäuschungen anderer
✨ weshalb Mental Load und People Pleasing enger zusammenhängen, als wir glauben
✨ warum die berühmten „guten Mädchen“ oft zu Frauen werden, die sich selbst irgendwo zwischen Familie, Job, Partnerschaft und Freundschaften verlieren
✨ weshalb viele Frauen ausgerechnet in ihren 40ern merken: So geht es nicht mehr weiter
Außerdem sprechen wir über spannende Erkenntnisse aus Forschung und Psychologie:
📚 Die Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass Frauen nach wie vor den Großteil der unsichtbaren Organisationsarbeit und des Mental Load übernehmen.
Hans-Böckler-Stiftung
📚 Die Harvard Study of Adult Development – eine der längsten Studien der Welt – zeigt, dass nicht Geld oder Status glücklich machen, sondern echte, gesunde Beziehungen.#### Harvard Study of Adult Development https://www.adultdevelopmentstudy.org/
📚 Der Traumatherapeut Pete Walker beschreibt die sogenannte Fawn Response: Eine Stressreaktion, bei der Menschen Sicherheit herstellen, indem sie sich anpassen, Harmonie schaffen und es anderen recht machen.
Pete Walker – Fawn Response
https://www.pete-walker.com/fawn-types.htm
Und wir teilen die drei Dinge, die uns persönlich geholfen haben:
✔️ Nicht sofort antworten
✔️ Ein Nein braucht keine Dissertation
✔️ Enttäuschung aushalten lernen
Denn vielleicht geht es beim People Pleasing gar nicht um Nettigkeit.
Vielleicht geht es um Selbstrespekt.
Und vielleicht beginnt Veränderung mit einem einzigen Satz:
"Das passt für mich gerade nicht."
🎧 Hör jetzt rein und schick diese Folge an die Freundin, die immer für alle da ist.
Außer für sich selbst
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen bei Hey Freundin, kannst du reden.
00:00:02: Dem Podcast für Frauen im Midlife.
00:00:04: Für Frauen die manchmal morgens aufstehen und sich fragen war das jetzt alles?
00:00:08: Was kommt da noch?
00:00:10: Für Frauen irgendwo zwischen Mental-Lode und Menopause, zwischen Elternabend und Karriere, zwischen Dankbarkeit oder Zufriedenheit und dem Gefühl sie selbst irgendwo zwischen all diesen tagtäglichen Rollen ein kleines bisschen verloren zu haben?
00:00:24: Ich bin übrigens Nina
00:00:25: Und ich bin Trager und heute sprechen wir über etwas, das wahrscheinlich sehr viele von euch kennen.
00:00:31: Auch wenn wir es vielleicht noch nicht so genannt haben – people pleasing!
00:00:36: Oder anders gesagt, warum sagen wir eigentlich ständig ja?
00:00:39: Obwohl wir eigentlich
00:00:40: nein meinen.
00:00:41: Warum übernehmen die Dinge, die wir weder übernehmen wollen oder übernehmen sollten?
00:00:45: Und dann warum fühlen wir uns dann schuldig, wenn andere Menschen enttäuscht sind selbst dann, wenn wir eigentlich objektiv nichts falsch gemacht haben?
00:00:54: Und dann vielleicht dazu die spannendste Frage, warum scheinen viele Frauen – hey Freundinnen!
00:00:59: – ausgerechnet ihnen ihren Vierzigern plötzlich keine Lust mehr drauf zu haben?
00:01:06: Das ist wenn wir beide motiviert losreden waren.
00:01:08: Also willkommen bei People Pleasing in Midlife.
00:01:11: Warum wir es allen recht machen nur uns selbst nicht?
00:01:15: und ich würde gerne mit einer Frage anfangen.
00:01:18: Wann hast du das Gefühl dass du das letzte Mal ja gesagt hast obwohl du eigentlich nein meintest?
00:01:25: nicht irgendwann
00:01:26: diese Woche.
00:01:27: Oder heute
00:01:29: oder vor einer Stunde?
00:01:30: Ich garantiere dir, die meisten Frauen, die gerade zuhören müssen gar nicht lange überlegen.
00:01:35: Die wissen sofort ... haben sofort den Moment im Kopf!
00:01:39: Ja klar weil also dieses People-Pleasing sieht ja oft gar nicht dramatisch oder riesig aus das sind ja keine riesen Szenarien sondern ist so dieses kleine.
00:01:49: Klar.
00:01:50: natürlich bring ich gerne noch einen Kuchen mit zu deinem Geburtstag oder zum Geburtstag von deinem Kind.
00:01:56: Und natürlich mache ich das noch, natürlich kann ich das übernehmen.
00:01:59: Gerne organisiere ich es auch noch!
00:02:01: Ja klar springe ich ein.
00:02:03: Oh
00:02:03: Gott wie... Ich habe solche Deja-Vues.
00:02:05: Voll und es ist ja ein Widerspruch in sich war während wir darüber erzählen denkt immer oder wir sagen denkt an Teil von uns immer bitte frag mich nie wieder.
00:02:15: Ja klar aber das Verrückte teilt eigentlich schon gestört an der Sache ist Wir Und ich meine, es geht bestimmt vielen von euch genauso.
00:02:23: Merken oft gar nicht mehr, wenn wir das tun weil es so automatisch geworden ist.
00:02:29: und manchmal dann auch es ist so automatische geworden.
00:02:31: und selbst wenn's dir bewusst wird, ist es in dem Moment so du machst ja was Gutes.
00:02:36: Du machst ja etwas Positives.
00:02:38: Ja und ich glaube tatsächlich dass ich früher immer gedacht habe people pleasing bedeutet einfach nett zu sein.
00:02:44: sei Denke einfach so nägstenliebemäßig, sei freundlich, sei hilfsbereit.
00:02:53: Nicht egoistisch?
00:02:53: Genau!
00:02:54: Und es ist ja auch so... Wer möchte denn nicht nett sein?
00:02:56: Also wer möchte der nicht irgendwie supportive sein?
00:02:59: Niemand möchte die schwierige Frau sein.
00:03:01: Die egoistische Frau, die komplizierte Frau, gerade auch in Hinblick darauf wenn du Kinder hast.
00:03:08: Du denkst ja immer daran okay, du willst ja jetzt auch nicht
00:03:12: Die Mutter sein, die nicht supportet.
00:03:13: Richtig!
00:03:14: Und dass dein Kind dann irgendwie vielleicht zu irgendwas nicht eingeladen wird?
00:03:18: Weil die Mutter irgendwie schwierig ist, weil sie sich ja nichts beteiligen möchte ...
00:03:22: Klar, das andere sagen, was bildeten die sich ein?
00:03:25: Wieso supportet die da nicht?
00:03:28: Ist der doch
00:03:28: egal?!
00:03:29: Leider Gottes immer andere Frauen, andere Schwestern.
00:03:32: Genau!
00:03:32: Und deswegen habe ich ganz oft Dinge gemacht, die ich eigentlich gar nicht machen wollte.
00:03:36: Nicht weil mich jemand irgendwie gezwungen hätte überhaupt nicht mal.
00:03:39: man sagt auch immer hey warum machst du dir diesen Stress?
00:03:41: Sondern weil ich nicht wollte dass jemand enttäuscht von mir ist.
00:03:44: Ja krass also
00:03:46: das is deep.
00:03:48: Wolltest du es dazu sagen lassen?
00:03:50: das ist wirklich
00:03:50: deep?
00:03:51: Ja und ja weil... Ist es eigentlich schon so?
00:03:54: Hashtag einer der wichtigsten Sätze?
00:03:57: aber allen Ernstes Es ist ja in dem Moment, dieses People-Pleasing ist oft gar nicht das Problem mit dem eigentlichen Nein.
00:04:08: People-pleasing ist ein Problem weil wir Angst haben von der Reaktion anderer auf unser Nein.
00:04:16: Oh,
00:04:17: das ist gut!
00:04:17: Das macht Sinn?
00:04:19: Ja
00:04:20: es stimmt ja.
00:04:21: also dieses Wir haben oft keine Angst davor eigentlich Nein zu sagen Sondern vor dem nächsten Schritt, diesem Domino-Effekt.
00:04:29: Den das Nein dann auslöst von uns.
00:04:32: und dann haben wir klar wie du vielen gesagt hast Angst davor egoistisch zu wirken unfreundlich zu wirkend jemanden zu verletzen abgelehnt
00:04:40: zu werden.
00:04:40: Du hast es schon gesagt und wenn man das mal ausspricht manchmal plötzlich hey Das hat überhaupt gar nichts mit mit dem anderen zu tun.
00:04:47: dass hat einfach ganz viel mit mir selbst zu tun.
00:04:49: ich glaube in vielen Situationen in denen ich einfach bewusst, weil ich keine Zeit hatte irgendwie gesagt habe okay weiß ich nicht denke jetzt zum Beispiel immer an irgendwelche irgendwo Essen mitbringen bei irgendwelchen Kinderveranstaltungen hat glaube ich niemand in irgendeiner Sekunde darüber nachgedacht dass ich jetzt blöd bin das ich jetzt bewusst mich daran nicht beteiligen möchte.
00:05:08: für die war es ok.
00:05:09: aber ich hatte dieses schlechte Gewissen und dachte so würde es auch schaffen, so mit einem amputierten Arm und ein Bein vielleicht noch irgendwie was auf die Reihe zu kriegen.
00:05:20: Und doch vielleicht ...
00:05:22: Das noch irgendwie hinzubekommen?
00:05:23: Genau!
00:05:24: Was mich zu meiner persönlichen Kuchentheorie bringt... Oh
00:05:28: ja?!
00:05:28: Die Kuchenteorie!
00:05:29: Erzähl
00:05:29: die!
00:05:31: Also wahrscheinlich kennen die meisten da draußen das.
00:05:33: Jemand fragt euch, oh, kannst du noch einen Kuchen mitbringen oder kannst du irgendwas Herzhaftes mitbringen?
00:05:38: Oder irgend sowas.
00:05:41: In Wahrheit willst du sagen nein Ich habe keine Zeit, FU.
00:05:45: Siehst du es mir nicht an?
00:05:46: Ich bin irgendwie am Maximum und eigentlich hab ich vielleicht auch einfach gar keine Lust oder ich kann mich backen und ich hab da keine Lust drauf!
00:05:52: Ich fühle mich persönlich angegriffen jetzt gerade mit dem letzten
00:05:56: Salz.
00:05:57: Aber stattdessen hörst du dich dann sagen klar und stehst dann irgendwie um halb elf abends in der Küche totes genervt müde und denkst dir nur so warum mache ich das eigentlich?
00:06:10: Weil du nett bist, weil du nett sein möchtest.
00:06:12: Weil du supportive sein möchstest?
00:06:13: Ja
00:06:13: aber nicht weil ich vielleicht nett bin sondern eigentlich weil ich Angst habe nicht nett zu wirken am Ende des Tages schlecht zu wirk'n... ...weil ich nicht dann die Mutter bin, die das macht.
00:06:28: Oh wow!
00:06:29: Ich glaube es ist tatsächlich der Unterschied dass wir.. Aber ist es generell so ein Thema?
00:06:34: Es wäre so schön so ein Feedback zu bekommen von anderen Freundinnen.
00:06:38: Nina und ich haben oftmals das Thema.
00:06:40: darüber sprechen wir so oft, dass man ist müde.
00:06:43: Man bringt die Kinder zur Schule oder zur Kita oder wo auch immer.
00:06:49: Man hat dann entsprechend dieses müde Gesicht.
00:06:51: vielleicht wirkt man auch ein bisschen genervt.
00:06:52: es gab irgendwie schon Stress.
00:06:53: morgens ist selber, ihr wisst es selber.
00:06:57: Im Kopf im Körper einfach noch nicht bei sich und dann kommen andere Eltern oder generell irgendwie anderen Menschen und begrüßen dich und dann setzt du erst mal ... Die Geschichte
00:07:07: meines Lebens?
00:07:07: Geht
00:07:07: morgen!
00:07:07: Dann setzt du erstmal so bewusst ein Lächeln auf damit nicht irgendwie denken ja hey jetzt ist die wieder so muffig jetzt ist sie so unfreundlich.
00:07:17: Na, jetzt mag sie mich nicht oder ist arrogant.
00:07:20: Oder keine Ahnung was.
00:07:21: Nina und ich haben unser Leben lang gehört wir sind arrogant Wir sind unfreundlich, wir haben keine Lust uns zu beteiligen.
00:07:27: Deswegen glaube ich haben wir beide noch mal so ein spezielles Thema.
00:07:30: damit
00:07:31: Definitiv definitiv.
00:07:33: Und Ich Glaube dann aber auch dass wahrscheinlich es auch Phasen gegeben hätte vor allem jetzt Seitdem wir Mütter sind, wo ich gesagt hätte ... Nee.
00:07:41: Ich hab überhaupt kein People-Pleasing mir voll egal was die anderen sagen!
00:07:45: Weil ich mach das ja für mein Kind.
00:07:47: Das ist mir voll wichtig und es stimmt auch.
00:07:51: Es gibt gewisse Dinge, die machen wir für unsere Kinder definitiv.
00:07:53: Und dann sagen sie doch Ja zu in der Schule weil wir wissen, dass unseren Kindern voll wichtig.
00:07:57: Aber bei anderen, wenn man so zurückblickt den Klima manchmal ist du dieses ... Nee, wir wissen eigentlich, das ist irgendwo eine Umkehrschlusses auf People-pleasing aber wir tragen das wie so ne Scheiß Medaille vor uns her, dass dieses so... Wir machen das auch noch.
00:08:16: Wir haben auch noch einen Kuchen mitgebracht!
00:08:18: Ich habe es auch noch nebenbei gebacken und so ganz locker.
00:08:21: dann hab ich das auf meinem Kopf hier her balanciert wie ich noch vierzig andere Sachen nebenbei gemacht habe.
00:08:26: Und nein, wir hatten keinen Bock da drauf.
00:08:29: Wir wollten das nicht machen oder haben es einfach nicht gemacht?
00:08:31: Richtig!
00:08:31: Aber du trickst es dann so als diese Mother-Batch irgendwie noch vor dir her...
00:08:37: Ja und dann ist es auch so eine Auszeichnung.
00:08:39: Eines Tages wenn du zusammen brichst ins Bett gehst und nochmal alles so Revue passieren lässt, ist es in dieser ganzen Knechtschaft, in der du dich selbst rein manövriert hast, noch mal dieses gute Gefühl
00:08:54: Versuchst ihr schön zu reden?
00:08:55: Richtig.
00:08:56: Die Kraft hat es eigentlich gar nicht gegeben, aber ich hab's noch hinbekommen!
00:09:00: Ja... Das macht mich die ganz tolle Mutter jetzt gerade in diesen einen Belödenbogen
00:09:03: gebacken.
00:09:04: Hey Freundinnen, bitte sag mir, bitte sagt mir, dass das euch
00:09:06: auch so geht.
00:09:07: Dass sie
00:09:07: auch so sein.
00:09:08: Aber nochmal, die große Frage was ist Peeperpleasing überhaupt?
00:09:12: Lass uns kurz darüber sprechen was Peepa-Pleasing überhaupt bedeutet.
00:09:16: Also wenn man's einfach praktisch anguckt
00:09:18: Guckt,
00:09:19: People-Bleasing bedeutet nicht hilfsbereit zu sein.
00:09:22: Und es bedeutet auch nicht eigentlich freundlich zu sein!
00:09:25: Sondern es bedeutet die Bedürfnisse anderer dauerhaft über die eigenen zu stellen selbst wenn es dir schadet.
00:09:34: Wow und das ist der Punkt an dem aus Freundlichkeit irgendwie so eine Art Selbstaufgabe wird?
00:09:39: Ja denn echte Hilfsbereitschaft fühlt sich ja eigentlich für beide Parteien gut an oder sollte sich für beide parteien gut anfühlen.
00:09:47: Ein bisschen People-Pleasing hinterlässt ja bei einem selber ein anderes Gefühl.
00:09:54: Total, du glaub ich auch Frust?
00:09:56: Ich glaube auch Erschöpfung irgendwie so eine ... Ja nicht keine Akzeptanz
00:10:02: des Anderen.
00:10:04: Und Wut bei uns!
00:10:06: Große Wut!
00:10:08: Ich glaube das ist auch diese ... Ich weiß noch nicht ob es in unserem Alter liegt aber diese Mischung aus Frust gepaart mit Erschöfffung springt automatisch in null, nichts wie so ein Olympianrenner zu Wut.
00:10:23: Und dann teilweise nicht auf die andere Person sondern auch von selbst.
00:10:26: und wenn wir da auf uns selbst wütend sind würde ich jetzt sagen, dann sind wir doch wieder auf andere wütenden?
00:10:31: Natürlich!
00:10:32: Ich übertrage es dann immer so gerne aber oftmals ist einfach so diese ... ja, wie ich sie nenne, diese eigene Kneiftschaft in die du dich selbst begibst und dann wütent bis am Ende des Tages eigentlich Supershit zur Freien Freundin.
00:10:45: Okay, wir werden noch irgendwann mal eine Therapiestunde aufnehmen müssen.
00:10:49: Definitiv!
00:10:50: Und jetzt wird es ja eigentlich interessant.
00:10:53: Denn das Ganze ist einfach nicht nur Persönlichkeit.
00:10:57: wenn wir jetzt wieder Studien betrachten übrigens für alle natürlich alle Studien und alle Referenzen alles was wir hier so von uns geben verlinken wir in den Show notes.
00:11:06: Das ganze ist nicht einfach nur Persöhnlichkeit oder unsere Persönlichkei Was man sich ja so gerne einredet sondern hat einfach ganz viel mit unserer Solization.
00:11:21: Ja, okay.
00:11:23: Socialization!
00:11:24: Sorry.
00:11:25: Bitte benutzt doch deine Muttersprache Freundin
00:11:28: zu tun.
00:11:30: Absolut.
00:11:30: Du
00:11:30: weißt, was ich das meine?
00:11:32: Absolut!
00:11:33: Sozialisation.
00:11:34: Ja... Absolut, Mädchen lernen häufig.
00:11:37: Sei lieb, sei angepasst, sei hilfsbereit, sei unkompliziert, nicke einfach am... Vor
00:11:43: allem unsere Generation hat das ein... Ja, hat das noch extrem viel gehört.
00:11:49: auch klar wieder unsere Generation, dass wahrscheinlich einfach noch viel stärker gemacht hat.
00:11:53: Jungs hören dann oder haben dann eher gehört, setzt dich durch, sagt denen Meinung, sei stark!
00:12:00: Lass dir das nicht bieten... Richtig
00:12:03: und wenn du das dein ganzes Leben seit klein auf eingetrichtert bekommen hast, dann wundern wir uns mit Mitte firtzig warum Frauen Schwierigkeiten haben Grenzen zu setzen?
00:12:11: Ich denke nicht nur mit Mitte vierzig.
00:12:12: aber ihr wisst was ich meine.
00:12:14: Ja klar, eigentlich Überraschung wäre ja dann wenn wir es könnten und machen würden.
00:12:18: Und genau da wird es spannend denn Pippe-Pleasing hat einen ziemlich engen Verwandten.
00:12:23: Manteloot!
00:12:24: Und über den reden wir auch gleich... Den guten Bösenonkel.
00:12:31: Den großen Bruder von
00:12:32: Pippetleasing.
00:12:37: Ja der große Bruder?
00:12:38: Tragana guckt mich gerade an, als hätte sie ganz viel Aggressionen gegen diesen großen Bruder.
00:12:43: Ich atme jetzt mal durch direkt nach und irgendwann sind aus diesem Mädchen Frauen geworden.
00:12:47: Frauen, die glauben, sie seien für die Stimmung im Raum verantwortlich.
00:12:51: Kennst du das?
00:12:52: Du kommst in einen Raum und innerhalb von ungefähr drei Sekunden hast du gescannt.
00:12:56: Wer ist schlecht gelaunt, wer ist genervt, wer is traurig, wer braucht was... Dabei hatte ich niemand um irgendwas gebeten aber du hast alles aufgenommen und hast eine kleine To-do Liste erstellt, um die du dich zu kümmern hast gefälligst!
00:13:09: So war, und ich hatte gerade das Thema auch gestern Abendminderfreundin so wahr.
00:13:15: Weil es ist ... Ich überall!
00:13:18: Das sind wir überall.
00:13:20: Und noch bevor überhaupt irgendjemand was gesagt geäußert hat läuft schon einfach dieses Programm irgendwo im Hinterkopf ab.
00:13:31: Was kann ich machen, wem kann ich helfen?
00:13:34: Wo muss ich irgendeine Emotion vielleicht einfangen.
00:13:38: Wo hole ich den anderen irgendwie mental ab?
00:13:41: Wie kann das wieder gut gemacht werden?
00:13:45: und trotzdem fühlt es sich an... Ja klar, keiner hat das von uns gefordert aber es fühlt sich an als wäre das unsere Aufgabe wobei wir das ja selber uns auferlegt haben.
00:13:54: Total!
00:13:55: Und ich glaube auch ganz fest daran dass viele Frauen Verantwortung tragen, die ihm nie offiziell übertragen wurde.
00:14:01: Und am Ende des Tages fragt man sich okay warum ist man so erschöpft?
00:14:05: Warum ist man fertig?
00:14:08: unterstützt einen niemand, dann ist man sauber auf den Partner.
00:14:11: Der eigentlich seine Aufgaben komplett übernimmt.
00:14:14: Von
00:14:14: dem er erwartet das Eho der Sie einem, dass er aus dem Kopf gesaugt hat?
00:14:18: Diese Stillschweigende
00:14:19: so über die Augen!
00:14:21: Mein Mann hat mir ganz schnell, wie man so schön sagt... Wir lieben ja, by the way, hey Freundinnen wir lieben irgendwelche Sprüche, irgendwelchen Weisheiten Ja.
00:14:31: Wir vermixen sie immer so ein bisschen, aber ... Aber
00:14:33: wir leben von Kalenderspringen?
00:14:34: Mein Mann hat mir schon lange den Zahn gezogen!
00:14:37: Dass ich dann irgendwie übertelepartie in seine wunderschönen blauen Augen schaue und ihm telepathisch übermitteln möchte was sich jetzt für einen Bedürfnis habe, was ich von ihm brauche und er mich anguckt und einfach weggeht Und ich dann den ganzen Tag sauer bin weil er unausgesprochen das nicht gemacht hatte was ich ihm die gesagt habe...
00:14:55: Aber er hätte ja irgendwie Ahnen er spüren
00:14:58: können.
00:15:00: Drei-Dimensional.
00:15:01: Ja, und das ist ... kommt wiederum, weil wir die Verantwortung übernommen haben für Dinge, für die wir überhaupt keine Verantwortung eigentlich haben.
00:15:09: Nämlich dafür, dass alle zufrieden sind, alle versorgt sind, sich verstanden fühlen, sich gehört fühlen.
00:15:16: Alle miteinander klarkommen.
00:15:18: Wir jedem Raum geben was ja auch alles wichtig ist.
00:15:21: Was ja auch Prinzipien sind, die wir irgendwie versuchen auf der einen Seite Frauen untereinander zu predigen dass man das alles macht, aber gleichzeitig ist wieder ein Unterschied zwischen es zu tun und das Gefühl zu haben die Verantwortung dafür übernehmen zu müssen.
00:15:35: Richtig!
00:15:36: Und es ist natürlich immer leichter als dem anderen zu sagen also
00:15:39: wenn ich... Es gibt eine super spannende Studie dazu weil wir wissen alles über was wir hier sprechen sind nicht Dinge über die Trager und ihr sprechen von irgendeinem Punkt des Herabschauens oder als Wüsten wie er sonderndes ist eigentlich
00:15:56: Als wäre, hätten wir die Weisheit mit Löffeln gefressen.
00:15:58: Ja
00:15:58: und es
00:15:59: ist das Gegenteil.
00:16:00: Gar nicht!
00:16:00: Also eigentlich erhoffen wir uns ja immer von euch liebe Freundinnen irgendwelche Tipps irgendwie ja irgendwelcher Ratschläge wie wir das alles besser machen wie wir dass alles gemeinsam besser machen können
00:16:12: weil es sind alles Themen von denen wir wissen die uns rumtreiben die unseren bekannten freundeskreis rumtreimen andere frauen so stark beschäftigen Und wir nicht einfach alle immer nur zu Hause sitzen können und alleine vor uns hingugeln können nachts.
00:16:28: Über die einfach keiner offen spricht eigentlich, außer wenn eine Frau zusammenbricht und die anderen Freundinnen oder Frauen trösten nebendran stehen wissen ganz genau erfühlen das komplett sagen aber nicht auf so einer ganz rationalen Ebene.
00:16:44: hey ist es doch scheiße!
00:16:45: Es ist doch Scheiße dass wir uns alles aufbürden jede Verantwortung aufbürden, einfach mal zu lernen hey gemeinsam irgendwie zu sagen okay in kleinen Schritten nein das übernehme ich jetzt nicht.
00:16:58: Nein das mache ich jetzt nichts.
00:16:59: Nein dafür habe ich tatsächlich keine Zeit.
00:17:02: Ich bin komplett bei dir und wir haben uns für ein Trüber unterhalten.
00:17:05: deswegen Fanden mir eine Studie super spannend.
00:17:09: Von der Hans-Böckler Stiftung und die hat untersucht, wer in Familien eigentlich diese ganze unsichtbare Organisationsarbeit übernimmt?
00:17:17: Und also nicht nur wer macht was, nicht nur die Task als solches sondern dieses Wer denkt dran das etwas gemacht werden muss.
00:17:27: Wer hat den ständig im Kopf dass etwas passieren muss?
00:17:31: Also diese Verantwortung ja
00:17:34: Klaus, es ist nicht.
00:17:36: Sorry!
00:17:37: Auch diese Namen oder irgendwelche Sachen, bitte fühlt euch da irgendwie nicht auf den Schlips getreten.
00:17:42: Das sind einfach so... Ja,
00:17:43: das sind nun mal wir und nichts gegen Klaus.
00:17:47: Der könnte auch Christian heißen?
00:17:49: Oder Thomas, ja.
00:17:51: Ist doch am Ende des Tages egal.
00:17:52: Es ist einfach ein Mann.
00:17:54: Aber im Ernst, Frauen übernehmen nach wie vor den Großteil dieser mentalen Organisationsarbeit.
00:17:58: Und ihr wisst wovon ich spreche dieses ständige Mitdenken.
00:18:01: Ich hatte mal was gepostet Dieses permanente.
00:18:05: Ich darf nichts vergessen, ich darf nicht vergessen dass Morgensport ist.
00:18:08: Ist der Sportbeutel gepackt das die Klassenfahrt bezahlt werden muss?
00:18:12: Dass die Geburtstagskarte noch geschrieben werden muss.
00:18:15: Hundefutter ist fast leer Die Schwiegermamma hat nächste Woche Geburtstag.
00:18:19: Ich muss noch das Geld in die Schule bringen für die Schulbücher für das zweite Schuljahr Diese tausendtausenden Sachen, die wir im Kopf haben.
00:18:28: Auch wenn wir vielleicht äußerlich total ruhig wirken auch wenn wir einen Spaziergang machen.
00:18:33: der Kopf arbeitet die ganze Zeit
00:18:35: und genau das ist mental out.
00:18:37: nicht die Aufgabe nicht die Task sondern diese tiefe Verantwortung dafür dass die Aufgabe überhaupt existiert dass sie gemacht wird.
00:18:47: Und die Studie von Hans-Böckler Stiftung zeigt ganz klar dass in Familien Frauen Diese Aufgabe übernehmen, diese Verantwortung übernehmen.
00:18:58: Und das selbst in Familien wo beide Partner sich als gleichberechtigt feministisch sehen würden.
00:19:06: und trotzdem übernehmen wir das.
00:19:09: Das ist der wichtige Unterschied.
00:19:11: Weil viele Männer sagen ich hätte doch geholfen!
00:19:13: Ich hätte doch das und das gemacht.
00:19:14: Und noch eins also Wir haben wirklich Nina und ich und ich hoffe alle Freundinnen da draußen haben einen tollen Partner.
00:19:23: Partnerin?
00:19:24: Partnerin, genau.
00:19:26: Der nicht fünfzig Prozent der aber einfach weiß was seine Aufgaben sind.
00:19:30: Der automatisch einfach den Alltag das Familienleben, das Leben mitgestaltet ohne dass irgendjemand jetzt gezielt irgendwelche Aufgaben aufgeteilt hat.
00:19:40: Wir haben das Glück wir haben diese Männer zu Hause nichtsdestotrotz unabhängig von diesen Männern die wir haben dieser tollen arbeiten ja unsere Köpfe weiter.
00:19:50: Ja weil klar irgendjiemand muss ja dran denken.
00:19:53: Genau an dieses, irgendjemand muss ja dran denken.
00:19:55: Kostet die ganze Zeit Energie in unserem vollen Kopf, also definitiv in meinem, wo irgendwie dann ADHS und On-Fleek ... Und jetzt kommt für mich die Verbindung zum People Pleasing, weil wir werden definitiv mehrere Episoden zu diesem Thema Mental Load aufnehmen, dass er dann auch einfach Midlife, Perimenopause, Hormone noch mal einen ganz anderen Spin hat.
00:20:21: Dass ... Vielleicht sind wir ja gar nicht People Pleaser geworden, weil wir so nett sind.
00:20:27: Oder weil wir es einfach einmal allen nett machen wollen.
00:20:30: Sondern vielleicht wurden wir People Pleasers?
00:20:34: Weil wir jahrzehntelang gelernt haben, kümmere dich, denk an alles ... Sei diese Nette!
00:20:44: Ja.
00:20:45: Ja?
00:20:45: Sei...
00:20:45: Diese Nette.
00:20:46: Sei diese Nette!
00:20:48: Sei nicht so schwierig und das Ist es nicht, weil wir jetzt so nett sind?
00:20:53: Weil net sein heißt auch eigentlich dass du mal nein sagst.
00:20:57: Ja!
00:20:58: Also wir sind das nicht automatisch sondern wir haben uns das antrainieren lassen.
00:21:04: Und ich glaube jede Frau ist da prädestiniert dafür.
00:21:08: aber mit Mittevierzig hast Du Kinder hast du einen Job, hast eine Partnerschaft.
00:21:14: Hast du Freundschaften?
00:21:15: Hast du Eltern?
00:21:16: Mantelode, Perimenopause und ungefähr siebenundvierzig offene Tabs im Kopf.
00:21:23: Lass das euch mal nachwirken!
00:21:27: Und wir reden jetzt noch von Menschen, Frauen in jeglicher Form irgendwie von Partnerschaft... Wenn wir jetzt Mütter anschauen, stell dir mal vor.
00:21:36: Du bist auch noch alleine erziehend?
00:21:38: Richtig!
00:21:38: Entschuldige bitte... Wir sind in einer privilegierten Situation und selbst wir stecken komplett damit drin über Vorderzahlen der Kopf die Ohren rauchen Ich hab ständig irgendwelche Bilder im Kopf, wenn ich darüber spreche.
00:22:05: Aber das ist auch das, was das Gefühl beschreibt.
00:22:08: Und irgendwann am Ende des Tages reicht die Energie nicht mehr aus, um allen gerecht zu werden?
00:22:17: Wo soll man die irgendwann noch hernehmen?
00:22:21: Dann gibt's ja auch noch die Sache mit der Wut!
00:22:22: Du hattest es vorhin angesprochen.
00:22:25: Darf ich eine Theorie aufstellen?
00:22:26: Herr damit ...
00:22:27: Ich glaube viele Frauen haben gar kein Problem mit Wut.
00:22:30: Sie haben ein Problem damit, dass sie gelernt haben Wut nicht zeigen zu dürfen.
00:22:33: Du darfst ja nicht laut sein!
00:22:34: Hä?
00:22:35: Piuu!
00:22:36: Die Peitsche!
00:22:38: Diese ganzen Theorien zur Wut der Frau ... so wichtig.
00:22:44: und dazu kommt dann auch dieses Wut.
00:22:47: ihr glaubt traurig dürfen wir wieder sein.
00:22:50: Ja das wird uns so traurigt darfst du sein verletzt darfst enttäuscht.
00:22:57: Das ist auch okay, weil das hat so ein bisschen Ehre, wenn du enttauscht bist.
00:23:01: Weil es zeigt dir, dass du sehr nett bist und du hast eine Erwartungshaltung oder irgendjemand anders.
00:23:05: Sorry ich bin jetzt wieder voll in meiner Rolle!
00:23:07: Ihr seht das schon nicht.
00:23:09: Aber wütend?
00:23:10: Nee, wütnd darfst du nicht sein, weil dann bist du ja vielleicht noch gleich hysterisch.
00:23:14: Und wütende Frauen gelten stelle als schwierig anstrengend aggressiv eigentlich zusammengefasst unangenehm.
00:23:21: Und deswegen machen viele Frauen etwas anderes, sie sagen ja und werden er später innerlich wütend und implodieren dann irgendwann.
00:23:27: Wie viel Deja-Vuess hast du jetzt gerade?
00:23:29: Dreißig!
00:23:30: Deswegen verändert sich da noch immer meine Stimme.
00:23:33: Weil... Du kennst bestimmt oder wir alle kennen diese Gespräche die man denn nie geführt hat aber eine Million mal mit sich selber im Kopf.
00:23:45: Ich gewinne die übrigens immer
00:23:51: Leider nur dort.
00:23:53: Jetzt mal ehrlich, wie oft haben wir Sachen zugesagt?
00:23:58: Nach wie vor und zwei Tage später erinnere ich gedacht ... What the hell!
00:24:04: Warum machen wir
00:24:04: das?!
00:24:05: Und genau da sitzt die Wut nicht unbedingt auf die andere Person nie auf die anderen Personen sondern immer auf sich selbst
00:24:12: was ja dann doch wieder einfach gemein ist um selber gegenüber Weil wir uns selber unsere Grenzen, unsere Bedürfnisse voll ignoriert haben.
00:24:25: Ja
00:24:25: und dann ist das der Moment, der kippt relativ schnell.
00:24:29: Ich glaube immer kommt bei vielen Frauen ein Punkt, der berühmte Midlife-Moment.
00:24:34: Der Moment in dem man merkt ich kann einfach nicht mehr.
00:24:38: Was ja am Endeffekt eigentlich nichts Schlechtes per se?
00:24:41: Nein überhaupt nicht!
00:24:42: Manchmal ist es der Beginn von etwas Gute weil man plötzlich anfängt Fragen zu stellen zum Beispiel warum denke dass ich alles machen muss, dass ich an alles denken muss.
00:24:52: Warum fällt es mir so schwer, nein zu sagen?
00:24:54: Ja und warum fühle ich mich verantwortlich für die Gefühle anderer Menschen was wir heute morgen schon das Thema hatten mit unseren Kindern?
00:25:01: ja und warum glaube ich eigentlich dass alle anderen erst mal wichtiger sind als ich selbst und meine Gefühler und meine Bedürfnisse in dem Moment?
00:25:13: Ich muss jetzt mal alle anderen richtig stellen.
00:25:19: also Und wir hatten das Thema heute Morgen auf dem Weg hierher zum Podcast Studio, mit unseren Kindern.
00:25:30: Weil jetzt muss ich da gerade dran denken, Trager, weil wir ja so grob über Kinder unsere Kinder gesprochen haben und wir hören es auch im Bekanntenkreis von so vielen Kindern.
00:25:38: Man will ja nicht dass eigene dieses People-Pleasing, das man seit Jahren mit sich herum trägt dann auch noch auf seine Kinder übertragen?
00:25:46: Absolut!
00:25:48: Und ich denke jedes Mal bei solchen Dingen, bei diesem Überengagement an meine Kinder.
00:25:54: Alles was einfach damit zu tun hat weil sie sind einfach neben so vielen anderen tollen Dingen der Mittelpunkt unseres Lebens auch einfach dieses Kümmern Und du willst es ja gut machen.
00:26:06: Du willst, dass deine Kinder in keinerlei Hinsicht benachteiligt werden?
00:26:10: Weil die Mama irgendwie schlecht geschlafen hat!
00:26:12: Weil die mama Kopfschmerzen hat... weil die mama irgendwie keine Ahnung heute zeitlich das einfach nicht unterkriegt.
00:26:20: Klar, wobei ist natürlich auch okay, wenn's mal so ist aber...
00:26:23: Ja und es ist auch total ok für unsere Kinderfreundin.
00:26:26: Wir
00:26:26: sagen uns das gerade hier einfach selber.
00:26:28: also kann sein, dass ihr jetzt nickt oder denkt was reden wir zwei da.. Als müssen wir selber einfach alle mal hören.
00:26:35: Ja, jetzt kommen wir zu Fawn Response!
00:26:38: Jetzt kommt was das mich komplett überrascht hat.
00:26:40: Wir alle kennen Kampf Flucht Erstarren Fight Flight Freeze.
00:26:46: Aber es gibt noch eine vierte Reaktion Fawn Also anpassen Beschwichtigen Gefallen wollen Harmonie herstellen Freunden dass es allen gut geht.
00:26:57: Das witzige ist ja ich muss das jetzt ganz kurz einwerfen zurückblickend auf jetzt uns, ich weiß nicht wie es bei euch ist.
00:27:06: Dass etwas ist wo andere vielleicht gesagt hätten oh das haben wir nicht?
00:27:11: Ja
00:27:12: weil wir doch schon so lange immer oft im Leben unsere Gefühle unterdrückt haben bis sie dann ausgebrochen sind und dabei haben wir so lange einfach nur die Klappe gehalten.
00:27:24: ja und genau das getan und funktioniert.
00:27:27: und es geht bestimmt ganz vielen Frauen die zurückblickende auf ihre Jugend und auf ihre späten Zwanziger, die sich mit diesen Gefühlen identifizieren können.
00:27:40: Denn der Traumotherapeut Pete Walker beschreibt das als eine Stressreaktion.
00:27:45: Also Menschen versuchen Sicherheit herzustellen indem sie es anderen recht machen weil du dich in einem Gefühl des intensiven oder Dauerstress befindest.
00:27:55: Und ist das so krass?
00:27:56: Weil wenn ich das gelesen habe dachte ich Moment mal vielleicht bin nicht einfach nur nett.
00:28:01: Weißt du, vielleicht bin ich nicht einfach nur freundlich aus dem Freundlichkeit sein.
00:28:07: Aus dem, dass ich
00:28:11: Harmonie
00:28:12: herstellen möchte...
00:28:13: Sondern du hast irgendwann einfach gelernt oder übernommen, geflickt.
00:28:19: Ich mach das auch.
00:28:20: Konflikt kann gefährlich sein und Harmonie ist safe!
00:28:27: Und wenn wir es uns so angucken, dann macht es total Sinn.
00:28:32: Und dann ist es auch so, okay wir müssen uns dafür nicht jetzt so strangulieren.
00:28:36: Ja und was ein... Jetzt auch in dem Moment wo wir darüber reden hier einen schon berührt ohne dass wir jetzt hier theatralisch sein wollen.
00:28:47: aber das ist schon irgendwie dass man sich manchmal auch dieses Grace diesen Raum gibt Dass so viele Frauen sich ihr Leben lang oder über Jahre hinweg dafür selbst verurteilen Und dann denken, warum bin ich so?
00:29:05: Warum kann ich nicht einfach nein sagen.
00:29:07: Warum fällt mir das so schwer?
00:29:09: und dann im Umkehrschluss denkst du dir, aber warum will ich nein sagen?
00:29:14: Das ist überhaupt nicht nett von mir!
00:29:15: Warum kann mich nicht einfach so sein wie all die anderen, die auch irgendwas backen und machen und tun?
00:29:20: Ja,
00:29:20: wir haben es immer vom Backen, aber Backen ist so einfach...
00:29:23: Dabei backen wir ja beide gerne!
00:29:25: Total!
00:29:26: Was ist mehr dieses Zwischen...?
00:29:29: Dass du's dann machst, wenn du es nicht machen willst.
00:29:30: Richtig,
00:29:31: genau!
00:29:32: Und man denkt sich ganz oft, hey ... Man ist doch so eine starke Frau?
00:29:35: Warum isst man in diesen vielen Momenten schwach und dabei steckt dahinter oft gar keine Schwäche liebe Freundinnen?
00:29:43: Komplett.
00:29:44: Ja, weil das ja so ne Art Strategie.
00:29:46: Nicht sagen Überlebensstrategie aber eine Strategie von der man gemerkt hat sie funktioniert und sie bringt einen so smooth durchs Leben.
00:30:00: Aber wie Nina vorhin schon gesagt hat, dieses Thema Mental Load People-Pleasing ist so ein breitgefächertes Thema.
00:30:06: Wir haben es jetzt mal angeschnitten und werden das auf jeden Fall nochmal in einer Podcastfolge angehen.
00:30:14: Ich würde aber gerne noch einmal zu dem Thema aus unserer ersten Podcastfolgen, nämlich Freundschaften und People Pleasing in Freundschaft!
00:30:22: Lass uns über Freundschaften reden, denn ich glaube dort wird es besonders spannend.
00:30:26: Weil wir dort ja dann oft denken wenn ich sage nein bin ich keine gute Freundin oder wenn ich Grenzensätze bin ich egoistisch und da sind ja auch noch ganz viele Gefühle mit drin.
00:30:35: du magst ja deine Freunde Ja Du willst ihnen ja nur das Beste?
00:30:39: Ja Und dabei haben wir ja schon Verstanden im Leben Klar eine Freundin die mich nur mag solange ich verfügbar bin so lang ich immer nur verfüg... eben auch emotional, immer nur dann verfügbar bin wenn es abgerufen werden muss.
00:31:00: Vielleicht mag die mich so gar nicht?
00:31:02: Also
00:31:03: du meinst deine Persönlichkeit sondern nur deine Verfügbarkeit?
00:31:07: Ja in dem Sinne also das ist ja... Das hört sich jetzt natürlich krass an.
00:31:15: aber ja und klar das trifft dich dann
00:31:20: Denn echte Freundschaft hält Ehrlichkeit aus und echte Freundschaft hält auch ein Nein aus.
00:31:23: Ich bin jetzt gerade nur so ein bisschen geflasht, weil wir haben ja eben in der ersten Podcastfolge das Thema Freundschaften oder auch eben wenn wir merken in diesem Ganzen Wir haben keine Energie mehr es ist einfach zu viel auch Freundschafte einfach dann gehen zu lassen wenn wir Merken hey Es geht gar nicht mehr um dieses geben und nehmen in einer Freundschaft oder um Verständnis gerade wie unter Frauen sondern diese Verfügbarkeit, die unter Fällen fallen mir einige Freundinnen ein, gerade in deinem Freundeskreis.
00:31:55: Die sehr toll... Nicht dass sie dich gar nicht mögen, verstehe mich?
00:31:58: Nicht falsch-Freundinnen aber... Nein!
00:32:00: Aber die deine Verfügbarkeitszuschätzen wissen weil meine Freundin Nina ist jemand also die kannst du weiß ich nicht um drei Uhr nachts anrufen.
00:32:07: Die backt ihr dann auch den Kuchen den du brauchst.
00:32:10: Ja ja aber das ist auch klar wenn ich jetzt zurückkucke Weil ich das schon immer gemacht
00:32:17: habe.
00:32:18: Warst du noch die eine Freundin oder war es tatsächlich ein Kuchen?
00:32:21: Das waren doch nicht mal deine Freunde.
00:32:22: Wir haben kompletten Geburtstag gecated und es waren auch nicht mal meine Freunde.
00:32:26: Und die würde mich heute nie uns in diese Riege von Freunden irgendwie einfügen, aber es war halt so ja klar, die Nina das gemacht hat.
00:32:41: Ja klar!
00:32:43: Aber auch komplett... Es ist natürlich ein schwieriges Thema, weil auch da glaube ich man manchmal wieder so dieses ... Ja, das ist meine Freundin.
00:32:53: Ich muss für die available sein und ich muss dazu zur Verfügung stehen.
00:32:57: Und es zeigt wiederum wie gut eine Freundin ich bin wenn ich das alles mache.
00:33:02: Dann ist auch wieder die Frage um was geht's jetzt hier wirklich?
00:33:07: Weil du sollst ja mit dem Herzen verfügbar sein... Richtig!
00:33:10: Und dann musst du aber auch sagen können irgendwie Und das sind ja auch klar in unserer Freundschaft Prozesse.
00:33:16: Ja.
00:33:17: So über die Jahre, wo man dann auch mal so ... Dass wir heute andere Gespräche und Konversationen miteinander haben können als vor zwölf Jahren oder für fünfzehn Jahren?
00:33:27: Und auch eine kleine Randbemerkung, ne kleine Anekdote jetzt aus unserem Alter gerade, weil wir jetzt diesen Podcast starten.
00:33:33: Nina und ich haben uns beide am Dienstag fest, also es war fest eingeplant dass wir am Dienstags Podcastscripting machen, dass wir einige Dinge vorbereiten.
00:33:44: Also wirklich jetzt ... Was einfach unser Herzensprojekt betrifft?
00:33:49: Das ist uns so wichtig!
00:33:51: Wir hatten aber beide eine miese Nacht davor und es ging's beiden nicht so gut.
00:33:56: Ich hatte ein schlechtes Gewissen und wollte Nina nicht absagen weil ich schon bei ihr in unseren Sprachnachrichten gehört habe das es ihr nicht gut geht... Und dann hab' ich gesagt hey, sie wird's verstehen und ich hab ja abgesagt und sie hat's verstanden Und es war so das erste Mal, ein tolles Gefühl.
00:34:13: Dass ich mir denke, hey, das ist doch Freundschaft!
00:34:16: Auch selbst wenn sie eine tolle Nacht gehabt hätte und mega fit gewesen wäre für Dienstag, unser Herzprojekt loszugehen... War das so toll?
00:34:26: Das
00:34:26: finde ich, dass wir beide so sagen konnten, nee okay dann...
00:34:29: Genau.
00:34:30: Super weil klar, ich hatte wieder einfach ne miese endemiotrose Nacht.
00:34:33: Ja.
00:34:35: Du hattest tausend Sachen um die und wir hätten's natürlich beide Hättest du es ... Genau.
00:34:40: Hätten wir uns irgendwie umgebogen und noch drei Mal Ebo-Profen reingehauen, ein bisschen Koffein und los geht's?
00:34:49: Aber dass man an einem Punkt ist, wo man einfach sagt, ey, vergiss es!
00:34:52: Richtig...
00:34:53: Und dann war's auch so okay vom Tisch.
00:34:56: Also brauchen wir gar nicht weiter darüber reden.
00:34:58: Voll
00:34:58: schön, Freunde.
00:34:58: Alles cool.
00:35:02: Jetzt muss ich mal kurz eine Studie hier reinhauen was dann auch wieder interessant ist kann ja da voll so abnörden drüber.
00:35:11: Und das ist witzigerweise eine der längsten Studien in der Welt, die sowas untersucht hat.
00:35:17: und da ging es um das Thema was macht Menschen eigentlich wirklich glücklich?
00:35:21: Das ist eine ganz bekannte, das habt ihr bestimmt viele von euch schon gehört diese berühmte Harvard Study of Adult Development über Happiness und sie ging mehr als achtzig Jahre.
00:35:31: Die Antwort war nicht dass uns Geld glücklich macht ein Status, Karriere.
00:35:37: Sondern gute Beziehungen und gute Freundschaften, Menschen die da
00:35:40: sind.".
00:35:41: Und klar denkt man sich dann so ja klar, wir wussten auch das Geld nicht glücklich macht, ja?
00:35:46: Weil es ist so die, dass ich hab... Ja, aber ich muss auch in der Karrierei nicht alles, ne, nee, nee!
00:35:51: Aber wir wissen das doch alle, aber wir leben meistens trotzdem unseren Alltag nicht so.
00:35:59: dass gute Beziehungen nicht dadurch entstehen, dass wir ständig ja sind.
00:36:04: Ja sagen und nicht das wir stendig available sind sondern da durch... Dass wir echt sind!
00:36:12: Dass wir wir sind und da diese Connection ist.
00:36:15: Richtig.
00:36:15: und manchmal bedeutet das Echt sein eben heute nicht.
00:36:19: ich kann gerade nicht Das passt für mich nicht Ich schaff es nicht
00:36:23: Und vielleicht ist das dann die große Mit Live-Lektion, die glaube ich wir alle dann so haben.
00:36:32: Nicht jeder muss glücklich sein damit wir glücklich seien können und damit wir klüglich sein dürfen.
00:36:39: Das ist richtig schön!
00:36:40: Und nicht jede Enttäuschung ist deine Verantwortung.
00:36:43: Gott, das sagen wir uns auf ein T-Shirt
00:36:45: schreiben.
00:36:46: Das machen wir auch mit einem T-shirt.
00:36:48: Verschenken es an alle Freundinnen?
00:36:50: Ja, da machen wir irgendeine.
00:36:51: Oder
00:36:51: als Screensaver auf dem Handy haben.
00:36:54: Hätte ich schon vor zehn Jahren irgendwie...
00:36:56: Nicht jede Enttäuschung ist deine Verantwortung, Freundin.
00:36:59: Aber das ist ja schon ... glaub ich jetzt so... Das geht bestimmt vielen so dieses bisschen von diesem, was man so Midlife FU nennt?
00:37:09: Ja!
00:37:10: Dass man durch diese ganzen Phasen geht und sich ein Stück freimacht von dem ganzen Wort.
00:37:15: Wir haben jetzt People Pleasing-Freundschaften.
00:37:18: Job.
00:37:18: Ich würde noch mal ganz kurz anschneiden, People Pleacing in Beziehungen.
00:37:21: Das
00:37:21: möchte ich nicht.
00:37:23: doch.
00:37:24: Weil ich glaube, wenn ihr mich in Beziehung ist es oft noch schwieriger, glaube am schwierigsten weil dort Liebe mit Aufopferung verwechselt wird zumindest bei vielen Frauen unsere Generationen.
00:37:33: wir haben gelernt eine gute Partnerin denkt an alles hält alles zusammen stellt ihre Bedürfnisse hinten an und irgendwann wundern wir uns warum wir uns selbst nicht mehr hören weil wir ja zehntelang auf alle anderen gehört haben.
00:37:45: vor allen Dingen geht das an die frauen dessen Männer gerne unterstützen, gerne mehr machen würden.
00:37:50: Gerne Dinge übernehmen möchten aber das einfach nicht schaffen weil die Frau alles an sich gerissen hat.
00:37:59: und ich glaube das gefährliche daran ist ja dass diese Form von außen oft sogar liebevoll aussieht und dann keiner sagt oh wow Die verliert sich ja da gerade vollkommen selbst.
00:38:20: Sondern von außen ist das so, guck mal toll wie fürsorglich die ist!
00:38:25: Wie engagiert sie ist?
00:38:27: Wie liebevoll die mit dem
00:38:28: umgeht?!
00:38:29: Das hier wirklich so fürsorgliche... bis aus dieser Fürsorge nur noch Erschöpfung wird.
00:38:37: oder halt wir dann an der berühmten Mitleiffrage sind warum lieg ich hier nachts im Bett und bin so verdammt unzufrieden wenn ich ja eigentlich zufrieden sein sollte.
00:38:49: Und das nächste Problem, dass dann kommt ist, dass die Antwort ja oft nicht da drin liegt, was fehlt oder nicht vorhanden ist sondern da, dass wir selbst da gar nicht mehr dran vorkommen.
00:39:02: Wir
00:39:02: sind da gar nichts mehr da und es einfach eine miese sauren bequeme Erkenntnis!
00:39:09: Was würden wir heute nicht mehr machen?
00:39:12: Gib mir mal was.
00:39:15: Gibt mir
00:39:15: mal Futter, Baby!
00:39:17: Also wenn du heute zehn Jahre zurückgehen könntest, meinst du?
00:39:20: Was würden wir heute nicht mehr machen, was ... was wir damals ...
00:39:26: Oh!
00:39:28: Wir denken so die selbe Zeit, aber ich tatsächlich würde mich einfach nicht mit dem Bettchen umgeben, die mir nichts geben.
00:39:37: Energieräuber, wie sagt man diese Energiepampiere?
00:39:41: Diese Vampire... Mach ich heute nicht mehr.
00:39:45: Das muss ich sagen, da sind wir beide extrem besser drin geworden.
00:39:50: Keine Kapazitäten mehr!
00:39:52: Keine Kraft.
00:39:53: Und wenn das Verhandene ist, glaube ich, sind hier auch wirklich gut geworden... ...das heißt nicht dass es gar nicht vorkommt diese Leute auf abstürzen.
00:40:02: Ich glaube, man hat so Antennen entwickelt auch dafür.
00:40:05: Entschuldige, dass ich unterbreche.
00:40:07: Also gleich ein Sensor ... Du sagst immer diese Vibe, die du da spürst?
00:40:12: Ich hab dann dieses Bauchgefühl, diese Intuition auf die höre ich.
00:40:15: Die muss jetzt nicht mehr schreien und mich nicht wirken
00:40:17: wie früher.
00:40:19: Und trotzdem versuchst du auszuweichen und dabei zu sein... Nein!
00:40:24: Das wäre etwas.
00:40:25: Was wär's bei dir wenn du so zurückblickst?
00:40:28: Ich bin jetzt komplett bei dem, was du gesagt hast.
00:40:32: Ich glaube auch dieses ... Was ich mir immer noch ständig bewusst machen muss ist aber das, was ich zum Großteil wirklich so viel besser mache, ist dieses ständige Erklären.
00:40:45: Dieses ständig mich erklären.
00:40:48: Also Romane die ich geschrieben habe.
00:40:53: Romane, die ich verbal wiedergegeben habe Die Bachelorarbeit eingereicht, ein Master Thieces an Begründungen mit Quellenangabe.
00:41:04: Wirklich alles hundertmal noch gerechtfertigt, wieso ich jetzt so denke und warum ich das gemacht habe ... Und heute ist es einfach so ... Nee, sorry, passt nicht!
00:41:16: Kann ich nicht kommen?
00:41:18: Geht nicht.
00:41:20: Das wird viel besser.
00:41:21: Bei Weitem soll's immer noch prozentual sein.
00:41:24: zu viel ist, aber es ist jetzt zumindest ... meine Erklärungen sind kürzer.
00:41:27: Meine Erklärung haben weniger Sätze und ich bin da auch nicht mehr so emotional involviert an diesem Outcome!
00:41:35: An diesem Out-Come wie die andere Person jetzt damit umgeht?
00:41:39: Weil das ist so ... ja, Mitleid, Mitlife-Screw here.
00:41:45: Und was ist wenn sich's ... also wenn die Person, ne, wenn sie es nicht akzeptiert?
00:41:51: Ja dann ist es auch eine Information.
00:41:54: Also, dann ist das eine Information ... Wo ich mir dann klappt.
00:41:58: Das ist uns allen bewusst?
00:42:00: Dann müssen wir uns aber selber sagen, dass es eine starke Information über die andere Person nicht über uns.
00:42:08: Und es hat lange gedauert.
00:42:10: Ich rede hier von Jahren und Jahrzehnten.
00:42:16: Aber ja!
00:42:17: Nein ist ein Satz.
00:42:19: Nicht mein Problem.
00:42:21: Dein Umgang mit meinem Nein Ist nicht mein Problem.
00:42:27: Das lassen wir sacken,
00:42:29: mal kurz!
00:42:31: Und jetzt sagen wir euch noch drei Dinge die uns geholfen haben?
00:42:34: Ja.
00:42:37: Bevor wir zum Essen kommen, weil ich tatsächlich schon ein bisschen Hunger habe... bevor wir zum Ende kommen lasst uns doch über was sprechen dass sich selbst gerne früher gewusst hätte nämlich wie kommt man da eigentlich raus?
00:42:46: Weil ich glaube nicht das man eines Tages aufwacht und plötzlich kein People Pleaser ist und plötzlich Total entspannt, so mit der ganzen Situation umgehen kann.
00:42:58: Falls jemand da draußen das gerade hört und genau so ist sein Leben lang schon ... Kein People Pleaser!
00:43:05: Super entspannt mit einem dann wirklich gar nicht sarkastisch Kudos.
00:43:09: mega Respekt
00:43:10: Freundin.
00:43:11: Und dann melde dich bei uns ernsthaft und sag uns wie du das machst und wie du mit diesen Situationen umgehst.
00:43:19: Weil ehrlich gesagt glaub ich auch nicht dass das Ziel sein sollte, dass wir einfach eines Tages aufwachen und erwarten sollten, dass es alles irgendwie weg ist.
00:43:30: Dass wir niemanden mehr priesen wollen.
00:43:32: Weil wir wollen ja schon ... Wir wollen trotzdem freundlich durchs Leben gehen.
00:43:36: Und wir wollen trotzdem offen sein und hilfsbereit sein.
00:43:40: und großzügig?
00:43:41: Ich glaub, großzüglich ...
00:43:44: Ja.
00:43:45: Weißt du, dass das uns beiden wichtig... Total.
00:43:47: ...also großzügig im Sinne von offenherzig?
00:43:50: Richtig!
00:43:51: Und
00:43:52: auch hilfsbereit sein?
00:43:54: Wenn du merkst hey da geht's einer Freundin oder eine Frau und ihr seid für uns alle Freundinnen wenn es einer Freund in irgendwie nicht gut geht, dass man sich trotzdem dann den Moment die Zeit nimmt natürlich und schaut ob man irgendwie unterstützen kann, ob man helfen
00:44:08: kann.
00:44:08: Genau und ich finde das ist ganz wichtig.
00:44:10: Ich glaube das ist auch wichtig mit dem was wir hier gerade alles erzählen nicht negieren wollen, wie wichtig diese Dinge sind.
00:44:18: Aber auch nicht mehr auf die Kosten von uns selbst und unserer eigenen Gesundheit.
00:44:23: Und da haben die folgenden Dinge wirklich geholfen...
00:44:28: Nicht sofort antworten?
00:44:29: Entschuldige!
00:44:29: Ja nein komplett.
00:44:30: Nicht sofortantworten.
00:44:32: Und daran, das übe ich jeden Tag.
00:44:35: Auch bei meinen Kindern
00:44:37: aber es ist so banal.
00:44:40: wie jedes berufliche Vertriebsseminar oder sowas.
00:44:42: Man sitzt da drin, weiß ich auch so, weil wir hier nicht sitzen, das ist ein ganzen Tag und trotzdem geht es ... Nein du musst das hören!
00:44:48: Schön, dass du das weißt, wenn es es trotzdem nicht an.
00:44:51: Und ja, es klingt so banal aber... Es hat unser Leben verändert, ein Stück weit.
00:44:58: Wir können uns diesen Raum selbst geben.
00:45:00: Wir müssen da nicht sofort auf diese E-Mail antworten.
00:45:02: Wir wissen der Person nicht sofort ein festes Feedback geben.
00:45:05: Ähm, wir müssen nicht sofort zusagen.
00:45:08: Wir können sagen, ich muss darüber nachdenken.
00:45:10: Ich schaue meinen Kalender und melde mich morgen.
00:45:13: Und plötzlich hat irgendwie dein Gehirn Zeit und Raum zu prüfen?
00:45:17: Will ich das?
00:45:17: Habe ich da Lust drauf?
00:45:19: Fühl ich mich danach
00:45:20: ...
00:45:22: oder nein, ich fühle mich nicht danach aber ich will einfach mal gerade niemanden enttäuschen.
00:45:25: Richtig!
00:45:26: Das war für mich wirklich ein Game-Changer weil zwischen Anfrage und Antwort plötzlich Raum entsteht.
00:45:31: Du hast einfach ...
00:45:33: Zeit
00:45:34: Und in diesem Raum liegt Ehrlichkeit.
00:45:35: Früher war meine
00:45:36: erste Reaktion ... Oh ja, das ist sehr gut gesagt!
00:45:37: Ja?
00:45:38: In diesem Raum legt Ehrlichheit, dass du mal in dich rein spürst und es ist gar nicht spirituell sondern einfach kurz mal in ich rein spüre.
00:45:45: Wie fühlst du dich gerade wenn wir das Thema haben intuitiv so die Antennen zu entwickeln?
00:45:51: jetzt sind da mittlerweile für irgendwelche schlechten Vibes.
00:45:56: Frühe waren meine ersten Reaktionen oft...ja heute ist meine erste reaktion mal sehen Und das fühlt sich unglaublich befreiend an.
00:46:02: Aber ich übe das jeden Tag!
00:46:06: Ja, also klar, wir merken es ja auch im Schulumfeld irgendwie mit den Kindern und Eltern bei Rad solche Sachen, dass man nicht immer die Hand heben muss.
00:46:18: Wie Traker so oft sagt, nein braucht keine Dissertation, es braucht keine Masterpieces...
00:46:24: Der zweite Punkt ist mein persönlicher Favorit?
00:46:26: Ein Nein braucht keine
00:46:27: dissertation?!
00:46:29: Das
00:46:30: drücken wir auch auf den T-Shirt.
00:46:31: Super wahr!
00:46:33: Und ja klar, weil wie ich vorhin gesagt habe ... Wir Frauen, wir tendieren einfach dazu so eine komplette Bachelorarbeit als Absage zu rechtfertigen.
00:46:42: Ja?
00:46:43: Meine hatten Einleitung, Hauptteil, Quellenangabe, wie gesagt und ja klar eine Schlussfolgerung, die ich dann selber zusammengebaut habe in meinem Kopf, wie die andere Person jetzt eventuell aus diesem Blickwinkel damit umgehen könnte wenn ich nein sage.
00:46:59: Lautet der eigentliche Inhalt einfach nur nein.
00:47:02: Vielleicht danke noch dazu oder lächeln?
00:47:05: Es muss ja nicht aggressiv, arrogant abwertend... Aber nein!
00:47:11: So ein Nein aus vollem Herzen.
00:47:13: Und das glaube ich ist so ein Vierziger mit Live-Whatever.
00:47:17: aber es ist da eine Realisation.
00:47:21: Nein ist ein vollständiger Satz.
00:47:23: Respektvoll.
00:47:25: Aber auch einfach nur Nein.
00:47:26: Muss man nicht rechtfertigen.
00:47:27: Und ehrlich gesagt, je mehr wir uns erklären, desto häufiger laden wie andere Menschen dazu eine unsere Entscheidung zu diskutieren.
00:47:33: Und da noch irgendwie ein Einwand zu geben und da so richtig in so einen Dialog zu gehen, wo wir eigentlich nur ganz schnell ... Du wirfst irgendwo was rein?
00:47:43: Wie so ne Bombe, machst ganz schnell die Tür zu!
00:47:46: Also dann willst du gar nichts mehr hören, versteck's dich dann unter dem Bett.
00:47:48: Ich
00:47:50: bin komplett... Weil es stimmt schon weil wenn ich einfach nur sage das passt grad nicht für mich dann gebe ich dem anderen ja gar keinen Raum oder irgendwas, wo er sein Hack reinhauen kann.
00:48:02: Da jetzt noch zu diskutieren und das auseinanderzunehmen ... Wenn ich zehn Gründe liefere?
00:48:08: Dann gibt es diese Leute, die dann versuchen all diese zehn Gründen dir irgendwie schönzureden und warum du's trotzdem machen kannst!
00:48:14: Richtig...
00:48:16: Und noch ein guter Tipp, Enttäuschung aushalten.
00:48:20: Also persönlich würde ich definitiv sagen einer der schwersten für mich, also das dann zu akzeptieren.
00:48:30: Dass andere Menschen mal enttäuscht sein können und dass du die weißt, dass du dir bewusst enttäuschen musst und finde ich ganz schwierig.
00:48:42: Ja absolut!
00:48:43: Weil du beziehst es ja immer auf dich Es gehört sich nicht.
00:48:50: Du warst dann nicht open-minded, du warst da nicht supportive.
00:48:55: Am Ende des Tages warst du nicht genug Freundin.
00:48:59: Das ist auch manchmal ein Tag mies einfach wie viel einfach darauf zurückkommt?
00:49:06: Ja natürlich!
00:49:07: Am Ende dieses Tages sind wir alle auf der Suche nach Liebe und Liebe bedeutet Bestätigung.
00:49:15: So'n kleiner therapeutischer Einwand.
00:49:21: wirklich schwierig.
00:49:23: Und das bedeutet ja dann nicht automatisch irgendwas falsch gemacht zu haben, weil jemand anders enttäuscht ist und wir können ja auch nicht die Verantwortung da übernehmen.
00:49:34: aber was eine Erkenntnis?
00:49:36: Weil für mich war es immer wenn jemand anders von mir enttäuscht ist... Dann habe ich versagt!
00:49:41: Richtig und wie wir das so oft jetzt glaube ich wiederholt haben diese Gefühle gehören oft einer anderen Person und gar nicht dir.
00:49:49: Wir machen sie zu uns an
00:49:51: Immer.
00:49:51: Alles.
00:49:54: Mies!
00:49:56: Und ich glaube aber auch, dass das was ganz Großes wirklich ist... ...was wir Frauen in den Altern, wenn du es auf die Vierzig zugehst und in den Vierzigern bist,... Ganz stark lernen.
00:50:08: Dass wirklich diese Enttäuschungen nicht unsere Verantwortung sind
00:50:13: und
00:50:13: dass wir auch nicht verantwortlich sind für jede Stimmung von irgendjemand anders, für jede Erwartungshaltung uns gegenüber ... Das ist nicht unsere Verantwortung!
00:50:23: Weißt du auch wirklich dieses so ... No, Karen?
00:50:26: Ja.
00:50:27: Nee.
00:50:28: Behalt das für dich.
00:50:32: Behalte das einfach für dich Danke.
00:50:36: Sorry, wenn wir zwischendrin immer mal wieder so ein bisschen stocken.
00:50:39: Entweder holen wir Luft oder... Wir versuchen uns ja natürlich schon ein bisschen gewählter auszudrücken auch für jüngere Höhlerinnen oder es soll sich ja trotzdem anders.
00:50:49: Bis jetzt haben wir es geschafft das unsere Podcast Kategorisierung noch unbedenklich ist vom Sprachgefühl her.
00:50:58: Aber manchmal kommt einfach unsere nineties R&B-Vibes raus, wo du irgendwie mit vierzehn zu Kolio gerappt hast.
00:51:09: Die werden dann in den nächsten Folgen wahrscheinlich hörbar sein.
00:51:12: so oft können wir uns gar nicht zurückhalten.
00:51:15: So
00:51:15: oft kann man das nicht bieten!
00:51:18: Genau, also unsere Mitlife-Erkenntnis von all dem, worüber wir gesprochen haben.
00:51:23: Weißt du was ich in diesem Thema eigentlich am schönsten finde?
00:51:28: Das ist gar nicht um People Pleasing geht
00:51:30: ... Sondern
00:51:31: um Selbstrespekt, Freundin!
00:51:35: Jetzt hat das Platz... Also, People Pleasings, finde ich, hat ja so ein ... als wärst du etwas, dass es da drüben ist.
00:51:42: Dieses Objekt, das ist da drühmen.
00:51:43: Hier bin ich und dort drübem ist people pleasing.
00:51:47: Und dieses Wort selbst Respekt
00:51:49: Holst du wieder
00:51:50: zu dir.
00:51:51: Und das ist ganz nah an einem!
00:51:54: Richtig,
00:51:54: weil jede Grenze die wir setzen eigentlich eine Botschaft an uns selbst ist.
00:51:59: und look at you!
00:52:01: Hallo!
00:52:02: Dass wir wichtig sind, dass unsere Zeit wichtig ist, dass unser Energie wichtig ist... ...dass unsere Bedürfnisse wichtig sind Freundin.
00:52:13: Ja und für uns alle diese Midlife-Lektion Um das nicht irgendwie wieder zu Kalenderspruchartig zu machen.
00:52:25: Aber ja, es ist die Selektion!
00:52:28: Wir müssen niemanden mehr glücklich machen und wir müssen aufhören, zu glauben dass das unsere Aufgabe ist weil das ist Selbstaufgabe.
00:52:38: Richtig
00:52:40: Und das braucht wirklich niemand.
00:52:43: Dafür sind wir so toll alle miteinander.
00:52:46: Total
00:52:48: Michael Drop.
00:52:50: und vielleicht ist es ja auch einfach manchmal so, dass vielleicht besteht doch unsere zweite Lebenshälfte.
00:52:58: Genau da drin, also Rollen nicht mehr perfekt auszufüllen.
00:53:02: Nicht mehr diese Rollen die wir uns selber oder von irgendeinem jemandem aufquetschen lassen.
00:53:07: Die perfekte Mutter zu sein, die perfekste Partnerin zu sein ,die perfekten Freundinnen zu sein .
00:53:12: Die perfekt Angestellte zu sein.
00:53:14: Die Perfekte Kollegin zu sein und die perfecke Tochter oder Schwester zu sein.
00:53:19: Das ist
00:53:21: nicht
00:53:21: Teil dieser Lebenshälfte.
00:53:23: Richtig, und vielleicht besteht sie darin langsam herauszufinden wer wir wirklich sind wenn wir aufhören ständig allen gefallen zu wollen?
00:53:30: Wer bist du denn am Ende des Tages?
00:53:32: Ja weil wir sind definitiv nicht als Peoplepleaser geboren worden sondern wie gesagt ich glaube definitiv ganz stark auch unsere Generation noch dazu erzogen wurden.
00:53:43: dieses gute Mädchen dieses prave Mädchen diese ist nicht so laute Mädchen zu sein
00:53:47: Und vielleicht ist mitläuft die Zeit, in der wir langsam lernen wieder Frauen zu werden.
00:53:51: Frauen mit Grenzen, mit Bedürfnissen und Meinungen...
00:53:58: Ja!
00:53:58: Das sind die Frauen, die wir alle da draußen brauchen.
00:54:01: Dass sie rauskommen aus uns.
00:54:05: Vielleicht beginnt das alles ja auch einfach mit diesem einzigen Satz?
00:54:09: Nein.
00:54:10: Heute nicht.
00:54:12: Passt nicht.
00:54:12: Ich stehe dafür heute nicht zur Verfügung.
00:54:14: oder einfach nein.
00:54:15: Mit deinem Smiley
00:54:19: Und ein kleines Herz!
00:54:21: Danke,
00:54:21: dass ihr heute wieder mit uns gesprochen habt.
00:54:24: Danke, das ihr uns heute wieder zugehört habt.
00:54:27: Wenn euch die Folge gefallen hat schickt sie an eure Freundinnen vor allem an die Freunden, die dir immer für alle da
00:54:32: ist.
00:54:33: Außer für sich selbst.
00:54:34: Und wenn ihr uns unterstützen möchtet freuen wir uns riesig über eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcast beziehungsweise überall wo es Podcasts
00:54:41: gibt Denn genau so finden diese Gespräche die Frauen, die sie gerade brauchen.
00:54:48: Vielleicht bist du gerade nicht genau in diesem Thema oder dich treiben gerade ganz intensiv andere Themen rum.
00:54:55: Aber nur in dem Moment, in dem ihr uns helft das Ganze zu teilen und herauszubringen in die Welt tut es das was wirklich so unseren Herzen liegt nämlich anderen weiterhelfen Und in diesem Sinne bis nächste Woche.
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