4. Selbstwert im Midlife - wer bin ich, wenn niemand applaudiert?
Shownotes
In dieser Episode:
→ Warum Midlife keine Krise ist — sondern Neuorientierung (nur 10-15% erleben eine echte Krise, bis zu 50% eine mildere Neuorientierung)
→ Der Unterschied zwischen "Ich bin hilfsbereit" und "Ich bin nur wertvoll wenn ich hilfsbereit bin"
→ Bedingter Selbstwert — was passiert wenn unser Wert an Leistung, Aussehen und Anerkennung geknüpft ist
→ Warum ein Teil unseres Selbstwerts "geliehen" war
→ Wie unsere Haltung zur Menopause die Symptome beeinflusst
→ Der Unterschied zwischen Körper lieben und Körper annehmen
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Quellen & weiterführende Links:
📚 Jennifer Crocker — Bedingter Selbstwert (Contingent Self-Worth) → Hauptwerk: Crocker & Knight (2005), "Contingencies of Self-Worth", Current Directions in Psychological Science https://journals.sagepub.com/doi/10.1111/j.0963-7214.2005.00364.x
→ Profil Jennifer Crocker, Ohio State University: https://psychology.osu.edu/people/crocker.37
📚 Midlife-Zahlen & Neuorientierung: → MIDUS-Studie (Midlife in the United States): https://midus.wisc.edu
📚 Wiener Ambulanz-Studie / Menopause & Körperbild: → Splett & Steinberg, Thieme-Connect 2003 (historische & aktuelle Menopause-Forschung)
📚 Weiterführend zum Thema Menopause in Deutschland: → Deutsche Menopause Gesellschaft — Ärzteliste & Infos: https://www.menopause-gesellschaft.de
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Transkript anzeigen
00:00:00: Und ja, irgendwie von einem halben Jahr sah die Haut da und da noch anders aus.
00:00:04: Und irgendwie sind mir da und keine Haare gewachsen.
00:00:09: Ich freue mich!
00:00:10: Und
00:00:11: sowas vorhin in die Wunde gestochen gerade.
00:00:13: Wir haben gelernt wie wir besser werden, wie wir uns mehr anstrengen, Erwartungen besser erfüllen... Wie wir irgendwas machen um irgendwo hinzukommen aber nicht unbedingt gelernt.. ...wie wir etwas tun um bei uns selbst anzukommen.
00:00:27: Und vielleicht genau ist das die Aufgabe dieser Lebensphase?
00:00:31: Nicht einfach noch mehr zu werden, sondern weniger beweisen zu müssen.
00:00:35: Ja
00:00:36: und da liegt dann wahrscheinlich extrem krasse Freiheit.
00:00:40: Hey Freundinnen!
00:00:41: Willkommen bei Hey Freundin.
00:00:43: kannst du reden?
00:00:44: Den Podcast für Frauen im Mitleid.
00:00:46: Für Frauen die manchmal in den Spiegel schauen und sich fragen wer ist das eigentlich?
00:00:51: Und ich bin Nina.
00:00:52: Ich bin Praga und heute sprechen wir über etwas dass die meisten von uns ihr ganzes Leben mit sich herum tragen ohne es je laut auszusprechen selbst wert.
00:01:01: Denn wer bin ich eigentlich, wenn niemand applaudiert?
00:01:04: Wenn jemand lobt.
00:01:05: Niemand braucht, niemand bestätigt.
00:01:07: Bin ich dann immer noch genug?
00:01:09: und warum hängt unser Wert für so viele von uns an Dingen die wir uns selbst nie bewusst ausgesucht haben?
00:01:14: Leistung das Aussehen Die Anerkennung.
00:01:17: Also willkommen bei Selbstwert im Midlife.
00:01:20: Wer bin ich, wenn jemand applaudiert?
00:01:22: Darf ich direkt mit einer ehrlichen Frage starten?
00:01:25: Ich weiß nicht darf aber trotzdem Wann würdest du sagen, hast du das letzte Mal von dir ein Foto angesehen und gedacht... Bin ich das wirklich?
00:01:36: Bin ich dass?
00:01:37: Also nicht weil das Foto schlecht war sondern weil du dich in diesem Bild überrascht
00:01:43: hast.
00:01:43: Oh Gott!
00:01:44: Von paar Wochen glaube ich.
00:01:46: Und was verrückte ist, ich dachte nicht, ich sehe alt aus.
00:01:49: Ich dachte, ich seh anders aus als ich mich fühle und es hat mich echt ziemlich beschäftigt.
00:01:53: Genau also da wollte jetzt drauf hinaus.
00:01:56: Wir tun immer so als hätten Frauen Angst vor dem Alter werden.
00:02:01: Aber wenn wir beide haben schon so viel darüber gesprochen und fühlen viele Frauen erleben das eigentlich anders, wir fühlen uns einfach innerlicht oft so viel jünger als die Frau, die uns plötzlich irgendwann im Spiegel anschaut?
00:02:15: Absolut!
00:02:16: Mein Kopf denkt so oft ich bin doch erst irgendwie achtundzwanzig.
00:02:21: Ja oder bis zweiunddreißig könnte ich noch hinbekommen.
00:02:23: Bis fünfund dreißig wäre auch schon jung.
00:02:27: Also mein Kopf auf jeden Fall auch.
00:02:29: Meine Rücken, meine Schulter, meine Rechte sind der andere Meinung aber genau darüber wird einfach nicht so viel gesprochen.
00:02:37: Wir sprechen über Wechseljahre wir sprechen unsere über unsere Falten.
00:02:41: Achttausend Werbeeinheiten im Fernsehen sprechen über unsere Falten und wir sprechen über unserer Hormone Aber irgendwie wenig darüber wie sich das ganze emotional für uns anfühlt.
00:02:51: Richtig!
00:02:52: Und weißt du was ich früher dachte?
00:02:53: Ja Dass man irgendwann ankommt Also dass man irgendwann, dass es einem egal wird.
00:02:57: Dass man irgendwann damit fein ist wie man sich entwickelt hat das es einen Punkt gibt an dem man weiß wer man isst und dass dieses diffuse Gefühl von Unsicherheit irgendwann verschwindet er falsch gedacht.
00:03:10: Oh Gott ja!
00:03:12: Dieses... ich dachte auch mal dieses Erwachsensein ist ein Zustand der einfach irgendwie einsetzt Und nicht dass es ein Prozess ist der irgendwie auch nie aufhört.
00:03:21: und dann sitzt du da wie wir jetzt noch Mitte vierzig Und denkst, okay ich hab aber noch ein Riesenberg-Fragen und ja eigentlich viel mehr als früher und viel tieferer.
00:03:34: Ja und das Spannende ist die Forschung hat dazu konkrete Zahlen.
00:03:37: bei nur zehn bis fünfzehn Prozent Betroffenen hat die Midlife Crisis tatsächlich einen krisenhaften Charakter sagt man.
00:03:44: eine milde Reform der Neuorientierung betrifft dagegen bis zu Fünfzig Prozent.
00:03:50: Ich glaube für uns beide fühlt sich das viel richtiger an.
00:03:54: Ich hab nicht das Gefühl, dass alles zusammenbricht.
00:03:58: Ich habe das Gefühl ... ich fühle es neu bewährte und ganz anders bewerte unter ganz anderen Gesichtspunkten vor allem Zeit.
00:04:06: mit wem verbringe ich sie?
00:04:07: Wofür verbring' ich Sie denn?
00:04:10: klar irgendwann wird uns bewusst die Zeit ist keine unendliche Ressource und so ein Luxusgut.
00:04:17: Und genau dort beginnt diese Neuorientierung weil man irgendwie plötzlich Dinge wahrnimmt, die vorher so automatisch irgendwie nebeneinander gelaufen sind oder so automatistisch begleitet haben wie gerade Freundschaften.
00:04:31: Das ist ja ein ganz großes Thema finde ich im Midlife.
00:04:35: Karriere!
00:04:36: Wo stehst du mit deinem Job?
00:04:38: Die eigenen Wünsche... vielleicht noch nicht erfüllt hat.
00:04:42: Träume, die man seit Jahren vor sich her schiebt.
00:04:44: Nicht weil man sie nicht wollte sondern weil immer irgendetwas wichtiger war.
00:04:47: Immer kommt irgendwas dazwischen.
00:04:48: Immer denkt man sich hey man hat ja noch genug
00:04:50: Zeit.
00:04:52: Ich bin ganz bei dir und dann entsteht ja zwangsläufig diese Frage wenn ich ehrlich bin wie möchte ich die nächsten zwanzig dreißigvierzig Jahre eigentlich leben?
00:05:05: Wer möchte ich sein?
00:05:06: wo will ich hin?
00:05:11: Altern, Verlust.
00:05:13: Warum bin ich nicht mehr die, die ich früher war?
00:05:16: Veränderungen, aber Veränderung schon fast so ein bisschen
00:05:19: negativ?".
00:05:20: Ja und ich merke dass es bei mir auch so ist.
00:05:22: also das sich sehr viel mit Negativen verbinde und das nervt mich so ein Bisschen.
00:05:27: Deswegen schön, dass wir darüber sprechen weil viel zu selten wird über Möglichkeiten nachgedacht oder gesprochen.
00:05:33: Über die Freiheit einfach Dinge tun zu können, weil's egal ist was alle anderen darüber denken Einfach so neu anfangen.
00:05:41: Vielleicht ist Mitleif nicht die Zeit in der Tür zugehen, sondern vielleicht ist es die Zeit, in der wir endlich entscheiden durch welche wir wirklich gehen wollen?
00:05:49: Mike Drop!
00:05:51: Wir können jetzt gehen.
00:05:52: Ende der Episode.
00:05:56: Und genau deswegen aber berührt uns ja dieses Thema so sehr und auch so viele Frauen... und ich weiß, wir zwei hatten das Thema schon sehr oft wo wir gesagt haben Nies ist nicht mehr zurück zu uns Es ist sondern, wer möchte ich sein?
00:06:08: Nicht mehr zu der alten.
00:06:09: Die alte hat sich weiterentwickelt.
00:06:11: Die zu der kann ich nicht zurück.
00:06:12: Vor allen Dingen auch immer wenn Frauen dann sagen... Oh ja!
00:06:15: Ich werke so gerne zwanzig auf
00:06:16: keinen Fall.
00:06:18: Wer will denn zwanzzig
00:06:19: sein?!
00:06:20: Die unsicheste Zeit meines Lebens.
00:06:23: Ich wäre gern so.
00:06:24: meine perfekte Zeit physisch und psychisch war so fünfunddreißig,
00:06:28: sechsunddreißig.
00:06:33: Und wie gesagt also deswegen berührt uns das Jahr so sehr Und ich habe auch andere Frauen so sehr.
00:06:38: Ich meine, wir hören es so viel bei uns im Freundes- und Bekanntenkreis.
00:06:43: Dann ist die Frage ja nicht nur... Natürlich ist das auch wichtig und beeinträchtigt uns teilweise momentan so sehr unsere Zyklen, unser Hormonhaushalt.
00:06:53: aber es geht auch nicht nur um Falten, die jetzt kommen was in Unfug sondern um die Frage viel mehr.
00:06:59: also was viel bedeutender ist wer bin ich heute?
00:07:04: Wenn ich nicht mehr von mal zwanzig bin?
00:07:07: Und wer bin ich heute?
00:07:09: Nicht, wer bin Ich Heute und mit Fünfundzwanzig.
00:07:11: Sondern Wer Bin Ich Wirklich Jetzt?
00:07:13: Dann Wer Will Ich Seien Für Die Zukunft?
00:07:14: Richtig?
00:07:15: Und Das Ist Noch Dass Es Genau Der Wichtige Punkt finde.
00:07:18: Ich finde das ist noch Viel Wichtiger Als Alles Was wir Vorher gesagt Haben.
00:07:22: es Geht Darum.
00:07:22: Wer Möchte Ich Sein in Zukunft?
00:07:24: Ja dass ist das ist die viel Bessere Frage Denn Vielleicht Bringen wir Zuviel Verbringen wir zu viel Zeit Einfach Damit der Frau von früher hinterherzutrauern.
00:07:35: Das hören wir beide ganz viel?
00:07:38: Ja, auf jeden Fall!
00:07:39: Und das hörst du auch in so vielen anderen Gesprächen, dass du wieder die wirst von früher etwas, das Frauen hingestellt wird und es vollkommen unmöglich ist zu erreichen zu einem gewissen Level.
00:07:50: Weil Du bist immer Du!
00:07:53: Aber wir verbringen viel zu wenig Zeit damit, die Frau kennenzulernen, die da gerade in uns entsteht.
00:08:03: Darf ich dir denn eine Frage
00:08:05: stellen?!
00:08:05: Nein... Ich
00:08:10: wusste, dass es kommt.
00:08:12: Bring
00:08:14: it on!
00:08:38: Auch gesellschaftlich.
00:08:39: Noch heute, ca.
00:08:40: die jährige würde das wahrscheinlich wieder ganz anders beantworten?
00:08:43: Weil da zwanzig Jahre Entwicklung, Selbstentwicklung, feministische Entwicklung, Gesellschaftsbild der Frauen alles irgendwo dazwischen ist, die dich geprägt hat ... Mit dem sind wir so nicht aufgewachsen
00:08:54: und
00:08:55: ich hätte definitiv wahrscheinlich gesagt, wenn ich berufliche Entwicklungen sehe vorankomme, wenn was erreicht habe, was Ziele, die ich mir wahrscheinlich beruflich faktisch gesetzt hab Aber wenn andere sehen, dass ich etwas kann.
00:09:10: Wenn andere sehen das ich etwas leisten kann... ...wenn da Anerkennung kommt?
00:09:15: Wenn da auch finanzielle Monitäre an Erkennungen kommt?
00:09:18: Ich habe vielleicht schon gesagt irgendwie, wenn ich glücklich bin.
00:09:23: Also hätte ich dann noch irgendwo so am Ende eingeworfen.
00:09:25: Okay, das
00:09:26: habe ich schon reflektiert!
00:09:29: Ja letztendlich ist ja auch Glück immer eine Definitionsgeschichte und ich glaube wir hätten dieses Glück in Zusammenhang gebracht, eben mit Anerkennung.
00:09:39: Ob gesellschaftlich finanziell
00:09:42: erfolgreich?
00:09:43: Ja mehr so Stabilität.
00:09:44: Genau.
00:09:45: So ein all-inclusive Paket.
00:09:47: und also ehrlich gesagt glaube ich jetzt nicht dass das vor allem für unsere Generation jetzt wahrscheinlich so ungewöhnlich gewesen wäre.
00:09:56: Nein
00:09:56: überhaupt nicht!
00:09:56: Ich glaub sogar, dass viele von uns sehr ähnlichen Verständnis von Selbstwert groß geworden sind.
00:10:01: Vor allen Dingen wir Frauen, also vor allen Dingen man definiert sich ja einmal durch den Partner, durch den Job, durch das was du erreicht hast, durch dass wen du darstellst oder dargestellt hast oder den Wunsch hattest als junge Frau.
00:10:15: Das waren immer so die... Man hat auch entsprechend diese Vorbilder gehabt.
00:10:18: Wen hatten wir als Vorbild vor zwanzig Jahren?
00:10:20: Dazu müssen wir mal eine eigene Folge machen!
00:10:23: Ja also two pack.
00:10:25: Dann kann man da jetzt nicht nennen Lil Kim.
00:10:28: Ich meine, eigentlich ist es ja auch wirklich jetzt spannend.
00:10:35: Denn wenn wir über Selbstwert sprechen, denken wir oft das ist etwas Rhein-Inneres also etwas, dass irgendwo da ist und entweder ist es da oder nicht da.
00:10:46: aber ich glaube, dass viele von uns gelernt haben über die Jahre Auch wenn wir jetzt darüber sprechen als wäre es was Rhein Inneres Von so einer anderen Perspektive.
00:10:57: Aber wir haben doch über Jahre gelernt, dass Selbstwert hauptsächlich über äußere Dinge wahrzunehmen wird.
00:11:04: Über äußeren Dinge wird das wahrgenommen und dann entschieden?
00:11:08: Richtig, über Leistung aber auch über die Optik finde ich also so.
00:11:14: dieses gesellschaftlich attraktive Bild habe ich glaube ich komisch ausgedrückt...
00:11:22: Nein, nein!
00:11:23: Aber
00:11:25: über Leistungen und Anerkennung egal in welcher Form Ja?
00:11:31: Ob das jetzt deine Optik ist, deine berufliche Leistung.
00:11:34: Dein ... Wo auch immer!
00:11:38: Aber es ist trotzdem extern.
00:11:39: Es ist nicht bei dir hey weil du so ein awesome Charakter hast.
00:11:44: Über Erfolg.
00:11:46: Produktivität natürlich auch was ja sehr deutsches und wahrscheinlich bei Frauen auch dieses Gefühl gebraucht zu werden
00:11:55: unbedingt und vielleicht sogar über Anpassungen.
00:11:57: also wie Wie gut kann ich mich anpassen?
00:11:59: Wie gut können ich mich integrieren, einbringen und sichtbar
00:12:02: werden?".
00:12:03: Das haben wir ja zu genüge versucht.
00:12:06: Nicht so erfolgreich aber... Gott
00:12:08: sei Dank!
00:12:08: Ja absolut.
00:12:11: Denn ich habe viele Frauen unserer Generationen wurden in einer gewissen Form dafür belohnt unkompliziert zu sein, hilfsbereit zu sein verlässlich zu sein sich zu kümmern um nicht so viel Umstände zu machen.
00:12:24: Und das Verrückte an diesen ganzen Sachen ist ja, dass sie hier alle eigentlich... Das sind ja keine schlechten Eigenschaften.
00:12:28: Ja überhaupt nicht!
00:12:30: Aber das Problem entsteht erst wenn wir dann anfangen aus diesen ganzen Punkten eine Identität zu machen.
00:12:37: Wenn wir nicht mehr sagen ich bin hilfsbereit sondern ich bin nur wertvoll oder ich bin wertvoller selbst wenn du es nicht gleich in das nur ziehst aber ich bin wertvoller wenn ich hilfst bereit bin.
00:12:47: Oh
00:12:47: ja?
00:12:48: Ich glaube da ist der Unterschied
00:12:50: definitiv irgendwie ein Richtig, denn plötzlich hängt unser Wert ja an diesen Bedingungen.
00:12:55: An diesem Terms und Conditions.
00:12:57: Und die Botschaft ist ich bin wertvoll bzw eher so Ich Bin erst dann wertvoll wenn ich leiste Wenn ich funktioniere wenn ich gebraucht werde wenn ich gut aussehe wenn ich allen Gefalle.
00:13:08: und genau dazu gibt es tatsächlich auch noch mal eine Forschung.
00:13:10: Die Psychologin Jennifer Crocker hat sich viele Jahre mit sogenannten bedingten Selbstwert beschäftigt also der Frage woran knüpfen Menschen ihr Gefühl von Wert?
00:13:20: Und wenn man da ganz ehrlich hinschaut, dann merken viele Frauen irgendwann nie im Leben ein Teil ihres Selbstwertes war geliehen.
00:13:29: Geliehen?
00:13:30: Geliehen!
00:13:32: Geliehen von Lob, von Anerkennung Aufmerksamkeit Bestätigung Von irgendwelchen Rollen Titeln Von Straktiv-Aussehen Von externen Dingen Die ja alle vergänglich sind und Dinge die von außen kam.
00:13:47: Oh man klingt das traurig.
00:13:50: Ja, aber wir hatten es in den anderen Folgen glaube ich schon öfters von unseren Déjà-vu Momenten.
00:13:57: Wo ist der Ding?
00:13:58: Hundertprozentig.
00:13:59: Mit Traurig!
00:14:01: Am Ende des Tages wie wenig wir WIR waren weil wir versucht haben eine Bild zu entsprechen der weder unsere Persönlichkeit irgendwie entsprach noch dem was wir tatsächlich eigentlich sind noch was wir sein wollten.
00:14:16: Weil man einfach dann nicht man selbst ist sondern versucht das zu sein von dem du das Gefühl hast, dass bringt dir mehr Anerkennung und dann durch diese Anerkendung deinen Selbstwert.
00:14:26: Aber ist dein Selbstwert immer da?
00:14:29: Ja.
00:14:29: Vollkommen egal was du machst.
00:14:33: Traurig!
00:14:35: Und dann natürlich wieder... Ist nicht das vielleicht eine dieser großen Chancen im Mitleif.
00:14:41: Also da wo wir jetzt stehen, dass wir erkennen, noch vierzig Jahre vor uns zu haben oder mehr was komplett Neues aufzubauen
00:14:50: Was denn zum Beispiel?
00:14:52: Ist das ironisch gemeint, oder?
00:14:55: Entschuldigung.
00:14:56: Was denn, was denn?
00:14:57: Sag mal schnell!
00:14:59: Also halt ein Selbstwert der darauf basiert.
00:15:03: ist er nicht verschwindet wenn der Körper sich verändert.
00:15:05: Der nicht verschwindet wenn ich plötzlich nur weil ich irgendwie in den Brötchen vorbeigehe schon zugenommen habe, der nicht verschwendet wenn meine Kinder auszieht Lorelay andere Sachen zu tun hat und mich nicht mehr so als über Mama und Supermama da ständig braucht, der nicht verschwindet.
00:15:27: Wenn ich mir morgen überlege Ich will nicht mehr selbstständig sein und was ganz anderes machen Und wo es vollkommen cool ist wenn jemand uns nicht mag und wenn wir Fehler machen und wenn Wir einfach nur sind.
00:15:44: das klingt so schön aber Es ist auch bestimmt total schwer.
00:15:49: Sorry,
00:15:51: ich bin wirklich so ein bisschen passiv.
00:15:54: Aber die Sachen also während wir darüber sprechen habe ich so viele Flashbacks und hab so viele Momente wo man zwischendrin mal denkt wow Eigentlich hab ich so viel Zeit verschwendet, mich zu verbiegen und irgendwo in einen Raster einzuklemmen.
00:16:12: Dass nie das eigene ist?
00:16:13: Das
00:16:13: nie des Eigenes!
00:16:14: Also grade irgendwie, weiß ich nicht... Find' ich's auch ein bisschen traurig.
00:16:17: Aber wir wollen ja eigentlich mit diesem Ziel ...in der Mit-Life was wir da besser draus
00:16:25: machen können.
00:16:25: Ja aber ich glaub, man kann uns da auch so ein bisschen Grace geben also so ein bißchen Raum selbst geben und eine Erkennung, dass das vollkommen cool und okay ist.
00:16:37: Dass wir so waren!
00:16:38: Woher hätte man denn auch mit irgendwie Mitte dreißig oder mit Anfang zwanzig oder Mitte zwanziger irgendwie andere Referenzpunkte haben sollen?
00:16:49: Ich meine es wichtig ist ja, dass wir heute jetzt hier sitzen und es denkt nie, wir haben noch so viel Leben vor uns.
00:16:53: Richtig Ja
00:16:56: Es ist noch lange nicht vorbei Wir fangen erst an
00:16:58: Und da ist noch soviel Raum WIR zu sein und so viel Raum den wir einnehmen können.
00:17:03: Es klingt alles erstmal schön, haben wir zuletzt gesagt.
00:17:06: Aber
00:17:06: es ist auch glaube ich sehr schwer das umzusetzen.
00:17:09: Weil es stellt ja dann schon so die Frage, die beantwortet werden muss... ...die wir alle wahrscheinlich noch nicht beantwortete haben.
00:17:16: Wer bin ich?
00:17:17: Wir sind hier am Ende des Tages ohne unsere ganzen Rollen.
00:17:25: Oh wow!
00:17:26: Ja also ohne die gute, die starke, die zuverlässige
00:17:29: Die Gute
00:17:31: Ja, irgendwie so die Mama und die Über-Mama.
00:17:33: Und wie wir das letzte Mal hatten, irgendwie ... Die Mama, die backt und sich überall einbringt.
00:17:38: Und äh... Die Ehefrau, die sich kümmert.
00:17:41: Und irgendwie die Freundin, die für alle da ist oder die, die immer lustig ist und die, der immer unterhaltsam ist.
00:17:47: Ich weiß nicht, was dir so ... Das hab ich schon auch in deinem Kopf so?
00:17:51: Ja!
00:17:51: Ja?!
00:17:53: Ich hab die Mama im Kopf.
00:17:55: Wir fallen dann immer so Namen ein aber die darf ich hier nicht nennen.
00:17:58: Deswegen lass'
00:17:58: ich's lieber.
00:17:59: Ich hab auch so für dich selber.
00:18:01: Ja, total.
00:18:03: Die ein Rad schlägt in den Kopfstand macht.
00:18:05: Ja klar!
00:18:06: Entertaining-Mama.
00:18:07: Genau immer aus einer so ... Nina hat es die, die uns unterhaltsam ist
00:18:14: und genau deshalb fühlt sich mit live manchmal auch so glaube ich so unbequem an und auch so kompliziert und auch belastend.
00:18:21: manchmal finde ich so schwer Weil du dir denkst, hey, du bist jetzt an einem Punkt und irgendwie ist ihr eh gerade mit den Hormonen.
00:18:29: Und alle mich waren wiederholen uns alles.
00:18:31: aber, ey Freundinnen es is ja so...
00:18:34: Die eine gute Woche?
00:18:35: Die eine gute Woche und sorry heute hab ich sie nicht!
00:18:39: Und dann denke ich mir so hei, ich will eigentlich noch meine Ruhe haben Ich will eigentlich nur den Tag so gut wie möglich überstehen Niemandem töten, niemandem anschreien Freundlich bleiben
00:18:49: Nicht
00:18:49: weglaufen Nach Hause kommen ins Bett legen und am nächsten Tag weiter machen
00:18:57: Ja.
00:18:57: Und es ist ja auch so unbequem, also nicht weil wir jetzt alles neu betrachten was um uns herum ist.
00:19:04: Also es hat ja manchmal so dieses, oh jetzt wird alles um einen herum neu sortiert und in neue Kategorien eingefügt?
00:19:12: Ist das positiv oder negativ?
00:19:13: Nein, wir betrachten uns selber anders.
00:19:15: Mhm.
00:19:15: Weißt du wenn etwas neu sortieren wird... Wir sortieren uns neu!
00:19:20: Ja
00:19:21: und vielleicht deswegen verliern wir in dieser Phase gar nicht unseren Selbstwert.
00:19:26: Ja sondern Die Dinge, an die wir ihn geknüpft hatten.
00:19:30: Und das ist ja schon was Unterschiedliches.
00:19:33: Und genau da würde ich gerne als Nächstes ansetzen.
00:19:36: Ja?
00:19:36: Denn wenn sich diese alten Quellen verändern Leistung, Aussehen, Anerkennung.
00:19:41: dann stellt sich automatisch die Frage Was bleibt eigentlich übrig Wenn niemand applaudiert?
00:19:46: Das ist doch immer bei diesen Pinterest-Schildern Wo ich auch ganz oft drüber nachdenke Ja was bleibt denn dann übrig Von mir selbst?
00:19:54: Es bringt es erschreckend auf den Punkt, egal wie Applaus für dich da draußen aussehen mag.
00:20:00: Und das sieht für jeden von uns anders aus.
00:20:02: aber ich glaube jeder hat so einen Referenzpunkt für diesen Applaus da draußen und hier beginnt ja dann das eigentliche Gespräch über Selbstwert dass ganz weit weg ist von irgendwelchen Kilos im Mitlive oder irgendwelche Falten.
00:20:22: Ich glaube übrigens, dass wir oft die falsche Diskussion führen.
00:20:25: Sobald es nämlich um weiblichen Selbstwert geht landen wir sofort bei Attraktivität.
00:20:29: hatte ich ja vorhin... War das erst der was mir eingefallen ist?
00:20:32: Bei Männern, bei Aufmerksamkeit, bei Schönheit, bei so diesem gesellschaftlichen Idealbild?
00:20:41: und klar ehrlich gesagt also das Thema ist sehr viel größer denn wenn wir wirklich hinschauen geht es nicht nur darum ob jemand attraktiv ist oder ob uns jemand attraktion findet ist ja verrückt, ja.
00:20:54: Sondern was viel Grundsätzlicheres?
00:20:57: Dass wir alle gesehen werden wollen!
00:20:58: Dass wir allen noch vorhanden sein wollen.
00:21:01: Wir wollen dazugehören.
00:21:02: Das ist eh Grundmenschliches egal in welcher Lebensphase oder in welchem Alter und wir wollen alle das Gefühl haben noch wichtig zu sein dass wir zählen, dass wir einen Unterschied machen und dass wir irgendwas richtig machen.
00:21:15: Und daran ist ja auch erstmal gar nichts Falsches dran.
00:21:20: sich relevant zu fühlen
00:21:23: Ja, überhaupt nicht.
00:21:26: Das ist ja vollkommen legitim!
00:21:27: Wir brauchen Verbindung an Erkennung und Resonanz.
00:21:31: Aber klar... Wenn dann Attraktivität oder was auch immer für ein Applaus der einzige Referenzwert ist von unserem Selbstwert?
00:21:41: Was passiert denn wenn du das nicht mehr
00:21:43: hast?!
00:21:44: Was
00:21:44: passiert, wenn als zwanzigjährige die wunderschönste heißeste Schnitte warst auf Gotteserden und einfach dann merkst dass in der Natur der Dinge dein Körper älter wird, du ältern wirst.
00:22:00: Sich alles verändert und du einfach merkst okay, du bekommst dir Aufmerksamkeit nicht.
00:22:04: Du wirst nicht mehr gesehen.
00:22:05: das ist ja auch ein großes Thema.
00:22:06: Das Frauen ab einem gewissen Alter in der Mitleif auch das Gefühl haben sie werden so nicht mehr gesehn aber
00:22:11: sagen ganz viele.
00:22:12: die
00:22:12: Frage ist wie wichtig es tatsächlich oder von wem willst du denn noch gesehen werden?
00:22:17: geht es nicht darum dass es jetzt wichtiger ist dass die richtigen Menschen dich sehen Und nicht so, dass du durch die Straßen läufst und keine Ahnung.
00:22:25: Irgendwann daher gelaufen nach Bildern... ...die ich dann irgendwie angehört und toll findet.
00:22:32: Ist doch am Ende des Tages super unwichtig!
00:22:36: Total!
00:22:37: Aber nein es ist, ich glaube das kommt also.
00:22:40: jetzt muss ich da nämlich einhaken.
00:22:45: Dieser selbst?
00:22:47: Wer hat der daran hängt?
00:22:48: Ist ja selbst, wenn dein Selbstwert nicht an diesen Dingen gehangen hat.
00:22:52: Aber trotzdem ist es ... Du willst dich ja trotzdem noch irgendwie gesehen attraktiv in irgendeiner Form und ich weiß, manchmal ist auch so Extern dieses Gefühl das einem vermittelt wird.
00:23:04: Wenn du uns auch mal hörst, Frauen in unserem Alter im Fernsehen sind nur irgendwelche frustrierten Mütter In den meisten Fällen, so in der Masse.
00:23:15: Natürlich gibt es tolle Sendungen zwischen wo das tolle Charaktere sind aber da wird es dir schon extern irgendwie suggeriert dass du jetzt in diese Fruchtsphase drin bist und da braucht dich keiner mehr sehen.
00:23:28: Du brauchst gar nicht so sexy sein Steht ja auch gar nichts zu.
00:23:32: ziehe jetzt mal was anderes an.
00:23:34: Nimm eine von den acht tausend Faltencremes die dir irgendwo zwischen Truckeriemarkt- und Erwerbung zugefügt werden Und
00:23:44: halt die Klappe.
00:23:45: Es gibt eine Handvoll Frauen im Fernsehen, ich glaube das ist auch ein deutsches Thema im deutschen Fernsehen Die super attraktiv sind, super interessant sind intelligente eloquente Frauen.
00:23:57: dann sind sie erstmal immer so hoch geschlossen sportlich gekleidet Da ist keine, alle haben irgendwie plötzlich Kurzarfrisuren.
00:24:05: Nichts gegen Kurzhaarfrisuren?
00:24:06: Nein!
00:24:06: Versteht
00:24:07: mich bestimmt nicht.
00:24:07: Nein aber dass dieses bestimmte Bild suggeriert wird wie du professionell auszusehen hast ab einem bestimmten Alter.
00:24:13: Genau.
00:24:14: Wie du sie dich zu geben hast.
00:24:16: Da geht es dann nicht mehr um das Äußerliche... darfst du, dann darf man sehen dass du intelligent bist.
00:24:22: Dann geht es mehr um dein Wesen und das was du
00:24:25: kannst.
00:24:25: Das andere hat dir jetzt egal zu sein!
00:24:27: Richtig
00:24:27: genau ist es aber nicht.
00:24:29: diese Frauen sind trotzdem wunderschön auch wenn die weiß ich nicht weil ich finde halt einfach es ist immer so zu hoch geschlossen zu sportlich gekleidet.
00:24:38: Wenn es so dein Style ist mega Das öffentlich-rechtliche da so konform schön
00:24:45: anziehen
00:24:45: möchte, weil das jetzt in deinem Alter... Genau.
00:24:47: ...das
00:24:48: ist wie du aussehen solltest?
00:24:49: Und ich bin, das ist meine persönliche Meinung.
00:24:51: Ich weiß nicht freundlich, ob es euch auch so geht Aber ich persönlich finde, dass es absolut so ist.
00:24:54: Man wird dann so abgestempelt man hat überhaupt gar keine Möglichkeiten mehr sich auch ein bisschen und Es geht gar nicht darum.
00:25:01: Weiblichkeit bedeutet nicht lange Haare, Weibigkeit bedeutet nicht Dass man freizügig gekleidet ist gar nicht aber dass man seine Attraktivität im Alter einfach egal wie Man es selbst möchte, hervorheben darf.
00:25:15: Und Attraktivität im Sinne von ... Von sein!
00:25:19: Von glücklich sein?
00:25:20: Von weiblich sein was auch immer das für dich bedeutet und ich nicht irgendwas anzupassen, was sich nicht mehr gehört.
00:25:25: Richtig.
00:25:26: Und ich glaube, dass ist auch so eine Systemgeschichte oder?
00:25:30: Ja.
00:25:31: Sonst Bewertungssysteme.
00:25:32: R richtig.
00:25:32: Definitiv.
00:25:34: Bin ich noch gut genug?
00:25:35: mache ich das richtig?
00:25:36: mögen die mich.
00:25:37: darf ich das kann ich da so hingehen?
00:25:39: bekomme ich Anerkennung?
00:25:42: ja und dann sitzt jemand anders auf dem Fahrer, sitzt deine selbstwärts.
00:25:47: Wo wir ja Redewendungen ... Der
00:25:49: ist
00:25:49: gut!
00:25:50: Es lieben sie falsch zu benutzen.
00:25:53: Das war gut.
00:25:56: Ja und diese Spielregeln haben sich irgendwie ein Stück weit geändert?
00:26:00: Man bekommt weniger Bestätigung.
00:26:01: Und Bestätigung jetzt nicht nur von irgendwie im Sinne von ... Bestätigung von irgendwelchen Männern oder aufs Aussehen.
00:26:09: Das ist genau das, wo wir nicht hinwollen.
00:26:11: Aber du kriegst oft weniger Bestätigung, weil viele Frauen in unserem Alter reduzieren ihre Arbeitszeit und arbeiten Teilzeit.
00:26:18: Die müssen bestimmte Führungsrollen abgeben aufgrunddessen ... Und plötzlich bekommst Du ja durch all diese Dinge weniger Bestätigungen!
00:26:28: Ich glaube, viele Frauen verbringen Jahrzehnte damit zu beweisen, dass sie gut genug sind.
00:26:33: Also müssten wir das in Frage stellen?
00:26:35: Also, und warum stellen wir das in Frage?
00:26:37: Ja.
00:26:38: Und es klingt... Denn mal ehrlich!
00:26:40: Wann haben wir zuletzt einfach angenommen dass wir genug sind?
00:26:43: Nicht weil wir etwas geleistet haben nicht weil wir was erreicht haben.
00:26:46: Nicht weil uns jemand gelobt hat sondern einfach so.
00:26:50: Das klingt so simpel und ist gleichzeitig so oft unglaublich schwer.
00:26:56: Weil selbst wenn wir's dann machen denken wir auch irgendwo steht uns nichts zu.
00:27:01: Eigentlich haben sie auch nie wirklich gelernt, also die meisten von uns.
00:27:04: Wenn wir jetzt sagen Wir malen wir nicht jeden da draußen sondern Ja es ist immer irgendjemand der sagt hey ich hatte mega Referenzpunkte dazu denn lasst uns das wissen.
00:27:14: aber die meisten Von uns haben einfach nie gelernt damit so umzugehen.
00:27:18: wir haben gelernt wie wir besser werden wie wir uns mehr anstrengen Erwartungen besser erfüllen Wie wir irgendwas machen Um irgendwo hinzukommen Aber nicht unbedingt gelernt wie wir etwas tun, um bei uns selbst anzukommen.
00:27:31: Und vielleicht genau ist das die Aufgabe dieser Lebensphase?
00:27:35: Nicht einfach noch mehr zu werden sondern weniger beweisen zu müssen!
00:27:40: Ja und da liegt dann wahrscheinlich extrem krasse Freiheit.
00:27:44: denn wenn jetzt unser Selbstbewusstsein aber ja der Wert nicht mehr davon abhängt was andere denken, dann können wir plötzlich Entscheidungen treffen, die wirklich zu uns passen
00:27:56: vor allen Dingen wenn andere sie nicht verstehen.
00:28:00: Und vielleicht ist das die eigentliche Freiheit der Vierziger, dass wir langsam anfangen unser Leben nicht mehr für die Zustimmung anderer zu leben sondern dass wir einfach wir selbst sind und uns die Freiheit rausnehmen.
00:28:13: Vielleicht auch mal so einen Gang zurückzuschalten und einfach alles ein bisschen entspannter anzugehen.
00:28:20: Das heißt ja nicht, dass uns die Meinung jetzt anderer egal sein muss?
00:28:25: Ich glaube jetzt auch nicht, Weil wir sind Menschen, wir wollen ein Feedback haben.
00:28:30: Das Ganze natürlich und natürlich freuen wir uns auch über Anerkennung.
00:28:36: Und klar kann Ablehnungen wehtun
00:28:38: Auf jeden Fall gar keine Frage.
00:28:40: aber vielleicht bestimmt sie uns einfach nicht mehr so
00:28:44: Mic Drop - und Vielleicht hören wir auch auf unser gesamtes Selbstwertkonto davon abhängig zu machen das ist ein
00:28:52: cooles Wort selbst wertkonto.
00:28:54: Denn wenn mein Wert nur dann existiert, wenn andere ihn bestätigen ... Dann ist er ja immer fragil.
00:29:01: Der is nie meiner!
00:29:02: Und vielleicht beginnt echter Selbstwert dann genau dort?
00:29:05: Bei der Erkenntnis ich darf mich mögen Ich bin cool so wie ich bin
00:29:09: auch
00:29:10: Wenn momentan lauter Dinge in meinem Leben irgendwie Momentan vielleicht wackelig erscheinen und auch wenn ich grad niemanden beeindruckte und niemand applaudiert.
00:29:18: Und genau an diesem Punkt, glaube ich für das Interessant.
00:29:21: Denn wenn wir über Selbstwert sprechen kommen wir irgendwann zwangsläufig immer zu unserem Körper zurück
00:29:28: und dann müssen wir was aussprechen worüber wir Frauen oft nicht gerne reden denn man kann seinen Körper schätzen und trotzdem manchmal traurig sein über Veränderung und es darf beides nebeneinander übereinander untereinander gleichzeitig existieren
00:29:48: Und das ist total wichtig.
00:29:50: Das ist so wichtig, dass man akzeptiert... ...der Körper hat sich verändert,... ...dass man auch traurig darüber ist.
00:29:58: Ich bin sehr trauriger darüber,... ...daß ich einfach nicht mehr so... ...ja, daß meine Haut nicht mehr zu straff ist.
00:30:04: Dass die Dinge einfach da nicht mehr sind, wo sie
00:30:06: mal waren!
00:30:08: Das ist nicht reicht einfach mit einem Spritzer Wasser im morgensem Gesicht.
00:30:14: Waren wir denn jemals?
00:30:16: Nein,
00:30:17: ich brauche erst mal Mahlearbeiten und Spachtel und also ich brauch erstmal so eine Instandsetzung morgens um dann irgendwie auf die Straße rausgehen zu können.
00:30:28: aber es ist okay.
00:30:29: Es ist ok manchmal morgens in den Spiegel zu gucken und sich zu denken hey Okay.
00:30:35: Ich weiß nicht, ob ich gestern mit dir zusammen ins Bett gegangen bin ... Aber ich find dich heute Morgen echt gut!
00:30:41: Oder manchmal im Spiegel zu schauen, ey Schatz, ich hab dich lieb aber wow, ich guck heute nicht noch mal in den Spiegeln Und das ist doch in Ordnung?
00:30:48: Das ist vollkommen in Ordnungen und wie...das kann zusamexistieren weil wir können auch unserem Körper super dankbar sein Ey!
00:30:56: Und was du durch was ich dich schon alles durchgezogen und geschleppt habe und dir zugemutet habe Und du bist trotzdem da und unterstützt mich.
00:31:06: Und arbeitest dir irgendwie mit mir, geschweige denn von Schwangerschaften und Geburten, die man da einwirft?
00:31:11: Darum geht es nicht automatisch.
00:31:13: Weil ganz oft finde ich wenn das Thema aufkommt... Ich bin immer gespannt was du jetzt ausgesagt hast.
00:31:19: aber sind wir dann?
00:31:20: oder du hörst manchmal von Frauen dieses Nein!
00:31:23: Ich bin meinem Kopf war so dankbar.
00:31:24: Es hat meine drei Kinder geboren.
00:31:27: Hey alles cool gut für you.
00:31:30: Aber nicht nur das, wenn man kinder überhaupt nichts geboren hat und selbst wenn es geboren ist.
00:31:35: Und mich dass einfach gerade jetzt sorry nicht gerade irgendwie diesen Stellenwert hat ganz unabhängig von dem ja leistet der so viel und trägt uns jeden tag da so durch und dann können wir dankbar sein.
00:31:48: aber wir brauchen jetzt auch nicht so tun als würden wir tagtäglich in diesem dankbar seinschwelgen sondern ist es auch okay zu sagen nee natürlich bin ich freue mich darüber und bedankbar darüber dass er funktioniert
00:31:57: Und dass man gesund ist insofern.
00:31:59: Genau,
00:32:00: und dass der Körper mitmacht.
00:32:04: Aber trotzdem kann ich sagen ... Hey!
00:32:07: Das muss ich erst mal grad verarbeiten, dass da schon wieder irgendwas komplett anders aussieht.
00:32:11: Ja?
00:32:12: Und ja irgendwie von einem halben Jahr sah die Haut da und da noch anders aus.
00:32:16: Und irgendwie sind mir da und keine Haare gewachsen.
00:32:22: Oh, gefreut mich!
00:32:23: Und
00:32:23: sowas vorhin die Wunde gestochen gerade.
00:32:26: Ich habe nämlich grade ein Problem mit ... Irritierendem Haarwuchs an Stellen, die ich sonst nie wahrgenommen hätte, dass der Haare wachsen.
00:32:35: Auf der anderen Seite verliere ich Haare da wo ich sie dringens bringen brauchen
00:32:38: sollte.".
00:32:40: Ja aber das doch auch?
00:32:41: Da redet kein Mensch darüber wenn es darüber gesprochen wird in klar wie wir jetzt mit so einem Anfall von kurzem Sack-Hasmus Und dann bist du dann erst mal da so durchkommst.
00:32:53: Nein, ich bin nicht die Einzige!
00:32:54: Das geht allen so.
00:32:55: Es ist nicht nur mein Körper der gerade so ist und meine Brüste und meinen Hintern und mein Kinn und mein... Ja?
00:33:04: Nee das geht allenso.
00:33:06: Warum schämen wir uns noch
00:33:08: dafür?
00:33:09: Oder wir tun es so als würde uns das alles überhaupt nicht interessieren.
00:33:13: Als stehen wir so darüber, als wäre es uns voll egal wo der Busen hängt.
00:33:17: Hey weil es ist auch vollkommen okay wenn es dir nicht egal ist.
00:33:21: Es ist vollkommen okay, wenn du sagst, nein ich hätte aber doch gerne noch den Busen von früher und das ist okay, weil du dem hinterher weinest.
00:33:27: Total!
00:33:28: Aber du weißt was ich meine?
00:33:29: Absolut.
00:33:30: Und genau da fängt die Freiheit an.
00:33:31: Es geht auch darum, du darfst doch alles alles betrauern, was du betrauen möchtest.
00:33:36: Ja Du darfst alles an dir, sorry wieder Ausdruck, Scheiße finden was du scheiße findest.
00:33:40: Weil wenn ich sage hey Also keine Ahnung.
00:33:44: Meine Schulter tut weh, ich hab so eine mittlerweile ja abgesehen von der frozen shoulder auch so ne ganz komische Körperhaltung und meine Oberarme sind trotz regelmäßigen Fitnessstudios zu... Sie
00:33:54: trager redet hier gerade als würde sie sich mir gegenüber sitzen, das ist ja klockler!
00:33:59: Aber ich sage immer zu meinem Sohn bitte
00:34:01: nicht drunterstehen wenn ich winke damit du nicht vor meinen Mitwinker erschlagen wirst dann brauche ich niemanden der sagt oh nein das stimmt doch gar nicht.
00:34:09: sprich mir meine Trauer nicht ab Sprich mir meine Trauer nicht ab und es ist total okay.
00:34:13: Genauso wie's für dich okay ist, das weiß ich nicht... Dass du dich in deinem Körper wohl fühlst dass du akzeptierst, dass er einfach so sich weiterentwickelt wie er sich entwickelt.
00:34:22: Punkt!
00:34:24: Aber natürlich glaube wir Frauen wollen dann immer alle da unterstützen.
00:34:27: Ja
00:34:28: aber manchmal ist es einfach ok.
00:34:30: Hörst ihr einfach nur an und nickel?
00:34:34: Oder nehme mich in den
00:34:35: Arm?
00:34:36: Und allgemein wird ja da eigentlich viel zu wenig drüber gesprochen.
00:34:40: Wir hatten es eben schon, weil wir sofort Angst haben dass wir oberflächlich wirken.
00:34:45: und Es geht ja gar nicht um diese Oberflächlichkeit oder um irgendwas Dass das ober flächlich sein würde sondern ist das Teil von unserer Identität.
00:34:56: unser Körper ist mit uns unser ganzes Leben offensichtlich.
00:35:01: Natürlich macht das was mit uns, wenn der sich verändert.
00:35:04: Und es ist okay, deswegen sind wir nicht oberflächlich!
00:35:06: Richtig.
00:35:07: und das Spannende ist ich komme jetzt noch mal zu einer Forschung die bestätigt nämlich sogar konkret eine Studie der Wiener Ambulanz für Menopause hat einfünfzig Frauen zwischen dreiundsechzig Jahre befragt und da war das Ergebnis dass Frauen mit negativer Haltung zur menopause Die leiden deutlich mehr unter Symptomen wie Depression und Kopfschmerzen als Frauen mit positiver Einstellung.
00:35:32: Und bei Zufriedenheit mit der äußeren Erscheinung traten insgesamt weniger Beschwerden auf.
00:35:38: Grundsätzlich heißt es ja immer, man soll ein bisschen positiver
00:35:43: bleiben.".
00:35:43: Ja und das heißt nicht dass jeder, der jetzt Probleme hat mit der Minopause oder mit Perimenopause die hat weil er ein schlechtes Gefühl Mitleif gegenüber hat?
00:35:52: Das ist Unsinn!
00:35:52: Weil das ist einfach harmonbedingt.
00:35:54: wir haben die auch Aber wie alles im Leben.
00:35:58: Deine Attitude ist Teil des Ganzen und macht insofern total Sinn, aber wir bilden uns das dann auch nicht ein.
00:36:08: Also wenn Schlaf, Energie, Gewicht, Haut, Haare... Das macht was mit unserem Selbstbootbild!
00:36:15: Wir fallen die Haare aus in abartige Art und Weise.
00:36:19: Und klar, wenn jemand anguckt, nehmt du so viele Haare?
00:36:22: Nein, es ist ein Drittel von dem, was es vor einem Jahr war.
00:36:26: Ich hab fast keine Augenbraue mehr, das ist alles.
00:36:28: Heute Morgen hier vorne habe ich noch mal nachgemalt und dachte, ich sehe aus wie ... ja was auch immer.
00:36:37: also ich finde es ehrlich gesagt beruhigend.
00:36:40: darauf wollte ich eigentlich hinaus nicht weil ich möchte dass Frauen leiden sondern weil so viele denken warum beschäftigt mich das zu?
00:36:48: Weil du ein Mensch bist!
00:36:49: Ja!
00:36:50: Auch als Frau bist Du ein Mensch
00:36:52: Und das muss man besser.
00:36:57: Wir zitieren eine unbekannte Quelle.
00:37:02: Das ist ein kleiner Einstein.
00:37:03: Ein besserer.
00:37:05: Aber das muss man sich auch mal so sagen, hey, das ist okay!
00:37:10: Geil, wie wir alle sind.
00:37:12: Sind wir ja trotzdem nicht irgendein vom Himmel runter kommendes spirituell rein leuchtendes Wesen das irgendwie über allem schwebt und dass keine Oberflächlichkeit braucht indem es alles voll egal ist sondern es beschäftigt uns und das ist legitim.
00:37:26: man kann wissen Das falten nichts über den eigenen selbstwert aussagen Und trotzdem im moment haben indem man denkt okay was passiert denn hier gerade mit mir?
00:37:36: Es darf beides da sein ohne des einander bewerten muss.
00:37:41: Vielleicht müssen wir einfach aufhören Frauen einzureden, sie müssten jede Veränderung lieben und alles feiern und alles toll finden.
00:37:48: und vielleicht reicht es einfach komplett aus wenn man's einfach annimmt.
00:37:53: an guten tagen ist das okay?
00:37:54: An schlechten Tagen ist es nicht ok?
00:37:58: Punkt ja denn dass wir hier von selbst wert und selbst akzeptanz sprechen heißt ja nicht dass wir jetzt durchs Leben pfeifend rennen müssen.
00:38:06: Du kannst gar nicht pfeifen,
00:38:07: ich kann überhaupt nicht pfeiffen!
00:38:08: Und du weißt wie diese Leute, die immer pfeipen, kriegen sie fast Aggression und so... Ey, wie ist dein Leben so gut, die ganze Zeit?
00:38:13: Dass du den ganzen Tag am Pfeifen
00:38:15: bist?!
00:38:15: Schaut
00:38:16: dort an meine Schwiegermutter, die pfeift nämlich wahnsinnig gerne in meinem Büro.
00:38:20: Ich kann es mir wirklich vorstellen, so süß.
00:38:24: Ja, das bedeutet nicht, diese Selbstakzeptanz, dass wir alles großartig finden.
00:38:29: Es bedeutet manchmal einfach ... Ich höre auf, ständig Krieg mit mir selbst zu führen.
00:38:36: Und ich finde das dreht dann auch die ganze Diskussion um!
00:38:38: Wir denken nämlich immer wenn mein Körper anders wäre würde ich mich besser fühlen aber vielleicht läuft es manchmal genau anders herum?
00:38:46: Ja dass vielleicht ein stabiler Selbstwert Auch die Beziehung zu unserem Körper verändert.
00:38:54: Denn wenn unser Wert meinen Wert nicht mehr rein davon abhängt wie ich aussehe Dann hat mein Körper Raum älter zu werden, ja und die Spuren des Lebens zu tragen wie man so schön sagt.
00:39:07: Weil wenn du so drüber nachdenkst ist es doch echt irgendwie schön.
00:39:11: Und ohne dass jede Veränderung sofort mein Selbstwertgefühl erschüttert oder ich vom Spiegel stehe und denke okay vielleicht muss ich doch eines Tages mal hier mit dem Botox anfangen?
00:39:21: Ja!
00:39:23: Ich denke auch man sollte den Körper einfach aufhören zu kontrollieren sondern eher vielleicht irgendwie die Beziehung zu dem Körper neu gestalten.
00:39:30: denn Ganz, ganz ehrlich Freundinnen!
00:39:34: Unser Körper wird sich noch mal verändern.
00:39:36: Ob wir es wollen oder nicht?
00:39:38: Ja und dann ist ja die Frage Wie wollen wir damit umgehen?
00:39:45: Mit Härte mit Mitgefühl Oder wollen wir so an die Hand nehmen und mitlaufen?
00:39:51: Und genau dort entsteht etwas Neues Etwas das wir vielleicht früher gar nicht hatten.
00:39:57: Ja
00:40:00: Frieden Nicht jeden Tag nicht perfekt Aber öfter.
00:40:07: Das ist schön gesagt und ich bin mir sicher, wir werden das Thema hier noch des Öfteren aufgreifen weil auch für uns beide hier ist das definitiven Prozess
00:40:17: ja
00:40:18: Und am Ende vielleicht beginnt all das mit der einzigen Erkenntnis Mein Wert war nie an Applaus gebunden Euer Wert unser Herz war schon immer
00:40:30: da.
00:40:31: Danke Freundinnen dass ihr heute wieder mit uns gesprochen
00:40:34: habt Und wenn euch die Folge gefallen hat, schickt sie an eine Freundin und vor allem an die Freundinnen, die gerade ihren eigenen Spiegelbomment
00:40:42: hat.
00:40:43: Wenn ihr uns unterstützen möchtet, freuen wir uns riesig über eine Bewertung bei Spotify oder Apple Podcasts!
00:40:50: Bis nächste Woche, Freundin!
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