5. Frauensolidarität im Midlife — warum wir nicht Konkurrentinnen sind.
Shownotes
In dieser Episode:
→ Warum Solidarität unter Frauen manchmal so schwer fällt — und warum das nichts mit Charakter zu tun hat
→ Der Queen-Bee-Effekt: was er wirklich ist und was ihn auslöst
→ Warum Vergleich und Scham Schwestern sind
→ Was sich im Midlife verändert — und warum Verbundenheit plötzlich wichtiger wird als Konkurrenz
→ Wie Frauen die füreinander eintreten das System verschieben
→ "Ihr Erfolg nimmt dir nichts weg. Er zeigt dir was möglich ist."
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Quellen & Studien:
📚 Derks, Van Laar & Ellemers (2011) British Journal of Social Psychology — Queen-Bee-Effekt: keine Charakterschwäche, sondern Reaktion auf Strukturen → https://bpspsychub.onlinelibrary.wiley.com/journal/20448260
📚 Prof. Dr. Jutta Allmendinger "Es geht nur gemeinsam" (2021) WZB Berlin — Frauen und Netzwerke → https://www.wzb.eu/de/personen/jutta-allmendinger
📚 Brené Brown — Scham, Vergleich und Verbundenheit → https://brenebrown.com
📚 Prof. Dr. Tatjana Schnell — Sinnforschung & Verbundenheit in der Lebensmitte → https://www.uibk.ac.at/psychologie/mitarbeiter/schnell
📚 McKinsey & LeanIn Women in the Workplace (2024) → https://leanin.org/women-in-the-workplace
📚 Social Identity Theory Tajfel & Turner (1979) — Gemeinsame Identität stärkt gegenseitige Unterstützung → https://www.simplypsychology.org/social-identity-theory.html
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Transkript anzeigen
00:00:00: Und wenn dann eine andere Frau kommt und aus irgendeinem Grund irgendeine Form von Raum eingenommen hat, speziell glaube ich, weil ich auch in meinen zwanzigern extrem ärgerizig war.
00:00:09: Hat sich das für mich angefühlt als würde die mir was wegnehmen wollen?
00:00:14: Weil ich kenne das absolut!
00:00:15: Ich habe Frauen nicht weiter empfohlen im beruflichen Kontext obwohl sie großartig waren.
00:00:19: Die hatten viel besser auf irgendwelche Stellen gepasst.
00:00:22: und warum hab' ich's nicht gemacht?
00:00:24: Weil ein Teil von mir dachte, wenn ich sie empfehle stelle ich mich selbst in den Schatten... und werde dann weniger gesehen.
00:00:48: auch
00:00:54: eines, was sehr heikel ist.
00:01:00: Nämlich Frauen-Solidarität also Solidarität unter Frauen.
00:01:04: das klingt als Wort sehr groß hat sogar ein bisschen was von Podiums Diskussion und Frauenrechtskonferenz.
00:01:11: nichts gegen die beiden zu nehmen aber wir meinen dass heute nicht als großes Konzept von oben runter.
00:01:18: Wir meinen den ganz alltäglichen Moment.
00:01:20: Zum Beispiel die Kollegin, die dich nicht weiter empfohlen hat, obwohl sie es hätte tun können.
00:01:24: Die Freundin, die sich nicht mitgefreut hat über etwas was dir sehr wichtig war.
00:01:29: Die Mutter auf dem Spielplatz, die geurteilt hat statt zu fragen ob alles okay ist.
00:01:34: und das finde ich das ist der ehrlichste Teil.
00:01:37: Die Momente in denen wir selbst genauso waren
00:01:40: Genau denn... Auch ich, wir alle wahrscheinlich waren schon die Frau.
00:01:44: Die einfach nicht solidarisch war als sie es hätte sein sollen oder als sie das hätte sein können.
00:01:49: Was?
00:01:50: Du!
00:01:52: Wie in unseren zwanzigern.
00:01:55: Da kommen mir noch drauf zu sprechen.
00:01:57: aber ja Wir waren alles schon diese frau die einfach nicht solidarisch war als wir die Chance dazu hatten.
00:02:02: und Ich glaube wenn wir jetzt damit anfangen mit uns selbst dann wird diese Folge hoffentlich etwas des wirklich irgendwo eine kleine Veränderung hinterlässt und nicht nur eine weitere Episode über dieses Thema, sondern ein echtes Gespräch das irgendwo nachwirkt.
00:02:17: Also willkommen!
00:02:19: Und ich fange gleich auch mit einer Frage an, Trager.
00:02:23: Wann hast du dich zuletzt von einer Frau enttäuscht gefühlt?
00:02:27: Nicht von einem Mann weil irrelevant.
00:02:31: Na Frau Eine Kollegin, eine Freundin, ne Bekannte, ne Entferntebekannte.
00:02:36: Irgendjemand irgendwo in deinem Umkreis und wann hatte ich jemand von denen?
00:02:41: Von den du eigentlich irgendwo auf ne... Ja irgendwo, du gedacht hast das vielleicht ne Verbündete Und gehofft hast, die ist es.
00:02:49: Aber hast dich am Ende einfach enttäuscht und allein gelassen gefühlt?
00:02:52: Ja ich beobachte bei fast allen Frauen mit denen ich würde dieses Thema spreche der Schmerz sitzt anders wenn das eine Frau ist.
00:02:58: Der sitzt nämlich sehr viel tiefer weil wir es nicht erwarten weil wir denken Wir sind doch auf der gleichen Seite wir haben doch irgendwie so die gleichen Verbindungen haben so die gleiche Einstellung.
00:03:12: Wir sind Schwestern überspitzt.
00:03:14: Und
00:03:14: wir haben ja auch die gleichen Probleme reden?
00:03:18: Richtig!
00:03:19: Das hört sich immer nach Kalenderspruch an, dieses uns verbindet doch mehr als sonst Trenn.
00:03:24: Aber es ist so wahr.
00:03:26: und wenn ich mir denke, ey wenn wir wüssten dass wir alle so die gleichen Themen haben, die gleichen Problemen... Warum sind wir da?
00:03:34: Ja oft
00:03:36: Und klar, jede Frau erinnert sich an mindestens eine dieser Situationen in ihrem Leben.
00:03:42: Ob das ne Kollegin ist die ihre Idee vor dem Chef als ihre eigene ausgegeben hat oder jemand ne Frauenteam, die dich nicht mit ins Meeting eingeladen hat?
00:03:52: Ne Freundin von dir, die aufgehört hat ihr zu schreiben plötzlich als du nicht mehr als emotionaler Mülleimer zur Verfügung standst.
00:04:00: Und gleichzeitig, und das ist die Wendung, die mich nicht loslässt, erinnert sich dieselbe Frau genauso an diese eine Freundin, die sie getragen hat.
00:04:08: Die sie empfohlen hat, die in einer schweren Zeit einfach angerufen hat und gefragt hat wie geht's dir wirklich?
00:04:14: Und dass es nicht als Forsker sondern einfach weil sie es tatsächlich wissen wollte...
00:04:20: Ja und das krasste ist ja beide Erfahrungen sind real-und vollkommen valide!
00:04:27: Beide befinden sich in uns Und ich glaube, wir könnten über Solidarität unter Frauen ja nicht wirklich ehrlich reden ohne uns beide diese Seiten anzuschauen die gleichzeitig irgendwie existieren in uns.
00:04:41: Richtig!
00:04:42: Deshalb fangen wir heute nicht mit einer Definition an.
00:04:45: Wir fangen mit der ehrlichsten Frage an, die es gibt Wann warst du selbst nicht solidarisch?
00:04:51: und was hat dich dahin gebracht?
00:04:54: Ich fange an Beichte.
00:04:58: Ich war in meinen, ich hab's schon gesagt.
00:05:00: Ich war an meinen Zwanzigern oft nicht solidarisch mit anderen Frauen und lange bevor wir in diese Thematik jetzt oder den Plan hatten für diesen Podcast haben wir beide schon so oft darüber gesprochen und ich glaub dir geht es genau so.
00:05:15: Und das war nicht weil ich eine schlechte Person war.
00:05:20: Weil das weiß ich, dass bin ich nicht aber... weil ich selbst immer dann unter Druck stand.
00:05:26: Also, ich weiß zu den Zeiten wo ich am unsolidarischsten war, war ich am wenigsten.
00:05:32: Ich habe ein Leben geführt das er meistens verkrümmt war hab ich am meisten irgendwie im Mangel emotional und gedanklich gelebt Und ja auch hatte dieses Gefühl es gibt gar nicht genug Platz und ich muss gucken dass sich mit den L-Bogen irgendwie mir Platz für mich meinen Raum mache und es gibt nicht genug Anerkennung, es gibt ja nicht genug Platz für alle.
00:06:00: Und wenn dann eine andere Frau kommt und aus irgendeinem Grund irgendeine Form von Raum eingenommen hat – speziell, glaube ich, weil ich auch in meinem Zwanzigern extrem ärgerizig war – hat sich das für mich angefühlt als würde die mir was wegnehmen wollen?
00:06:15: Dabei hatte sie sich wahrscheinlich auch null für mich interessiert!
00:06:17: Ja, das ist aber das Thema.
00:06:20: Man ist ehrgeizig und unsicher.
00:06:23: Und aus dieser Unsicherheit entsteht so ein Gefühl, dass man sich in so einem Mangel befindet.
00:06:29: Ich kenne es absolut.
00:06:30: Ich habe Frauen nicht empfohlen im beruflichen Kontext obwohl sie großartig waren.
00:06:34: Die hatten viel besser auf irgendwelche Stellen gepasst.
00:06:37: Warum hab ich's nicht gemacht?
00:06:38: Weil ein Teil von mir dachte wenn ich sie empfehle stelle ich mich selbst in den Schatten und werde dann weniger gesehen.
00:06:46: Ich höre das jetzt und denke, wie absurd ist das denn?
00:06:50: Aber so hat es sich damals für mich angefühlt.
00:06:51: Und das hat viel mit Unsicherheit zu tun.
00:06:54: Viel mit dieser... Wie ich gesagt habe aus dem Mangel heraus, aus dem Fehlen heraus.
00:07:01: Es gibt zu wenig für uns alle da draußen, was absoluter Schwachsinn ist.
00:07:05: Es gibt für uns alles so viel genug und noch viel mehr...
00:07:08: Aber in dem Moment ist das ja wie du fühlst und denkst deine Realität!
00:07:12: Absolut, genau!
00:07:13: Und es soll jetzt auch gar nicht nur kurz einwerfen unser Verhalten von früher entschuldigen, dass wir sagen oh, wir werden selber so mangeln und deswegen also tut uns ja leid aber da gab's eine Grund- und Entschuldigung dafür, das sollte es null sein.
00:07:29: Aber ich glaub, wie ihr alle da draußen irgendwie kommt, sind wir jetzt in so einem Alter, wo wir einfach auch diese Reflexion haben und diese Arbeit an uns selber über Jahre jetzt erbracht haben.
00:07:39: Gott sei Dank!
00:07:39: Ja, dass man zurückkommt und nicht nur weiß ... Nicht nur die Realisierung.
00:07:42: Ich hab das getan aber auch die Realisierung.
00:07:45: hey was hat mich denn dazu gebracht damit man für den Rest seines Lebens diese Warnungen rechtzeitig erkennt wenn es in die Richtung geht?
00:07:53: Und ich habe mich auch krass verglichen mit anderen ständig Mit Frauen auf dem gleichen Level, mit Frauen auf einem ganz anderen Leveln.
00:08:02: Mit Frauen die viel jünger waren... ...mit Frauen von denen ich das Gefühl hatte, die sind schneller aufgeschiegen und haben dann mehr Anerkennung bekommen.
00:08:10: Dabei war ich doch immer die, die von dieses Gefühl hatte,... ...die war am längsten da und die ist als erstes gekommen und hat am meisten gearbeitet!
00:08:16: Und dieser Vergleich ist so anstrengend und hat mich so viel Energie gekostet... auch de facto einfach nichts gebracht, außer Negativität.
00:08:29: Aber dann bist du da drin und kannst du kaum aufhören!
00:08:32: Ja, kenne ich auch.
00:08:33: Und ich habe gelästert.
00:08:35: Und zwar wie eine große.
00:08:40: Jeder hat seine Talent.
00:08:41: Jede
00:08:42: hat seine Talente.
00:08:42: Ich hab mit anderen Frauen über Frauen geredet, auf eine Art die ich heute auf keinen Fall mehr machen würde... Ich dachte früher, wenn ich zeige dass sich nicht wie die bin dann bin ich auf der sicheren Seite.
00:08:54: Das ist so wie in diesen High School Filmen.
00:08:56: jetzt im Nachhinein betrachtet Wenn man über diese Außenseiteren spricht oder ja lässt hat schlecht redet wie auch immer vor allen Dingen dann in der Gruppe von den Kuhlen Dann gehört man irgendwie dazu.
00:09:09: Also alleine werden wir schon drüber sprengt.
00:09:11: Der
00:09:11: hat absolut Ja
00:09:12: total.
00:09:14: Aber so ist es also... ...ich hab's getan Ich würde es in dieser Form auf keinen Fall mehr machen.
00:09:21: Diese Bewertung, diese Abwertung von einer anderen Frau nur damit ich mich besser
00:09:25: fühle.".
00:09:26: Und ich glaube auch... Also noch mal zurück bevor wir verstehen warum wir das gemacht haben und warum das überhaupt passiert ist und wie gesagt dann bevor man nicht in diese Reflexion geht und wirklich versteht Warum habe ich das gemacht oder warum hab ich dieses Bedürfnis?
00:09:43: unsolidarisch zu sein am Ende und all diesen negativen Dingen zu tun, die muss man verstehen warum man das getan hat sonst kann sich nichts verändern.
00:09:51: Und was steckt dahinter?
00:09:53: Warum haben nicht nur wir das getan sondern warum tun Frauen das?
00:09:57: Die Antwort ist weil wir so erzogen wurden ja auch nicht von bösen Menschen.
00:10:01: unsere Eltern waren nicht böse und wollten aus uns irgendwie böse Menschen machen die einfach alles dunkle sehen alle schlechte sehen sondern von einem System dass uns beigebracht hat Es gibt nur diesen einen Platz.
00:10:14: Und das ist, und ich will es jetzt nicht irgendwie so als Bullshit-Bingo-Wart hier einwerfen ... Aber weil es ist ein patriarchales System, dass uns und anderen Generationen vor uns von Frauen das Engel bläut hat.
00:10:26: Ich habe im Kopf ganz viele, die jetzt die Augen vertreten bei diesem Wort.
00:10:30: Ja aber es ist nun mal was!
00:10:32: Wie's ist?
00:10:34: Jeder der die Augen verdrehen möchte... Jetzt mal ganz ehrlich wir hätten auch noch irgendwie vor ein paar Jahren die Augen verzweht.
00:10:41: Natürlich
00:10:41: Fangen an zu lesen, weil ich bin ja so eigentlich immer, wenn ich irgendwie so anti-nimmthema bin.
00:10:46: Dass ich mich dann da so reinnerden muss und zu verstehen.
00:10:52: Und dann liest du, liest Du und versuchst irgendwie deinen Spinz zu finden wie du dagegen sein kannst und denkst dir dann irgendwie... Das funktioniert
00:10:57: behalblich!
00:10:59: Oh mein Gott!
00:10:59: Die
00:10:59: Fakten sind die Fakte?
00:11:00: Ja, die FAKTEN SIN DIE FAKKEN kannst Du halt nichts dran ändern.
00:11:03: Und ich möchte hier sehr klar sein, Frauen sind nicht von Natur aus unsolidarisch.
00:11:08: Das weibliche Geschlecht ist nicht vom Natur aus unsolidarisch – das ist ein Mythos!
00:11:13: Und ein superbequemer Mythos übrigens, weil er die Strukturen entlastet und die einzelnen Frauen dafür verantwortlich macht, nicht die Struktur.
00:11:20: Und die Wahrheit ist, Frauen wurden über Generationen in Struktoren sozialisiert, in denen Knappheit die Grundannahme war.
00:11:27: Nicht Fülle, Knabhalt Es gibt nicht genug gute Männer, nicht genug guten Jobs.
00:11:31: Nicht genug Aufmerksamkeit, nicht genügend Anerkennung oder Platz an der Spitze.
00:11:35: Also einfach nicht genug für jede einzelne Frau!
00:11:39: Und klar wenn du glaubst dann dass die Ressourcen um dich herum knapp sind... ...dann gehst du in die Konkurrenz.
00:11:45: Du konkurrierst und das ist nicht dein Charakter sondern einfach eine Überlebensstrategie.
00:11:52: Was uns beim Recherchieren wirklich getroffen hat?
00:11:55: Die Frau, die andere klein macht ist oft selbst einfach das Ergebnis dieses Systems.
00:12:02: Ein System, das ihr erklärt habt von Anfang an von klein auf du musst dich beweisen, du musst kämpfen Du musst dich zeigen, du muss dich präsentieren und du musst zeigen dass du nicht bist wie die anderen.
00:12:14: Das war eine Studie von Dirks, von Lea & Elmas aus Zwei Tausend Elf vom British Journal of Social Psychology Und es ist, habt ihr wahrscheinlich schon gehört der sogenannte Queen Bee Effekt Also Frauen.
00:12:25: da ging es damals um Frauen in anderen Führungsposition, die andere Frauen dort behindern um sie herum.
00:12:31: Und dort wurde aufgezeigt das ist keine Charakterschwäche sondern es ist einfach eine direkte Reaktion auf sexistische Organisationsstrukturen um Sie herum und die werden wahrgenommen als ne soziale Bedrohung.
00:12:47: und dieses System schafft diese Queen Bees und nicht die Frau selbst mit dem schlechten Charakter.
00:12:54: Und das erklärt so viel.
00:12:55: Es erklärt, warum ausgerechnet Frauen, die es selbst schwer hatten, manchmal die schlechtesten Verbündeten für andere Frauen sind.
00:13:01: und das ist wirklich ... Das ist für mich nach wie vor ...
00:13:03: Ich hab gern den Saarhaut voll!
00:13:07: Weil da sind's dann die miesesten und da habe ich auch noch mal...
00:13:10: Aber wir waren auch schon oft so, also deswegen kann ich das so ... Richtig!
00:13:15: Total!
00:13:15: Wir gehen weder in die Opfer noch in die Täterrolle.
00:13:18: aber während wir darüber sprechen reflektieren nochmal, kommen mir so ganz viele Bilder auf.
00:13:24: So mein eigenes Verhalten ist verhalten anderer ich sehe so ganz viel Gesichter ja Wahnsinn.
00:13:32: und es geht einfach darum nicht weil die Frauen herzlos sind sondern weil sie das System verinnerlicht haben.
00:13:38: Und da gibt es seine Soziologin die Frau Professor Dr.
00:13:41: Jutta Almdinge.
00:13:43: Die hat zwei tausend einundzwanzig etwas veröffentlicht und zwar es geht nur gemeinsam ist.
00:13:48: der Titel Allmendinger zeigt, dass strukturelle Ungleichheit Frauen systematisch in Konkurrenz zueinander bringt.
00:13:56: Dort wo Frauen die Netzwerken gegenseitig fördern und empfehlen entstehen messbar bärere und bessere Karriereverläufe für alle Beteiligten.
00:14:04: Solidarität ist kein nice to have sie ist struktuelle Notwendigkeit.
00:14:09: Das haben wir sacken lassen.
00:14:10: diese Solidaritäts ist kein Nice To Have Sie ist.
00:14:12: strukturale Notwendigkeiten
00:14:14: Ja Und das ist so wichtig.
00:14:16: was haben wir nach wie vor nicht?
00:14:18: Nein!
00:14:19: Klar haben wir große Schritte in den letzten Jahren getan, aber de facto sind wir noch milenweit davon
00:14:24: entfernt.
00:14:24: Wir sind noch lange nicht dort wo es sein könnte.
00:14:28: Und
00:14:30: etwas das ich wirklich wichtig finde und auch super interessant.
00:14:34: Brenny Brown hat in ihrer Forschung zu Scham gesagt dass Vergleich- und Schamschwestern sind.
00:14:40: also sie liegen extrem nah beieinander bei.
00:14:43: von Scham haben wir noch gar nicht so wirklich jetzt darunter gesprochen.
00:14:46: aber dieser konstante Vergleich Und wir vergleichen uns nämlich nicht, weil wir neidisch sind.
00:14:51: Wir vergleichern uns oft, weil we uns einfach nicht sicher genug fühlen dort wo wir sind und weil wir in einem System aufgewachsen sind das uns ständig sagt du musst dich beweisen und dieses Gefühl dass wir uns dauernd beweisen müssen bedeutet ja für uns selber wir sind nicht gut genug.
00:15:11: Ja
00:15:11: und dieses wir sind Nicht Gut.
00:15:13: Genug Schämst Du Dich und ich weiß nicht mit wieviel Frauen in unserem Alter, ich in den wirklich so im letzten Jahr gesprochen haben.
00:15:20: Dieses Konstantin du schämst dich für irgendwas?
00:15:25: So ein Grundgefühl war mit dem die oft schon aufgewachsen sind.
00:15:30: Wir
00:15:30: kommen immer wieder zurück zu dem Selbstwert.
00:15:33: Immer zu diesem Du bist nicht gut genug, du bist nicht liebenswert... Es reicht nicht!
00:15:40: Genau.
00:15:40: und wenn wir das verstehen dass das Gegenmittel weniger vergleich bedeutet, sondern dass das Gegenmittel nicht weniger vergleicht, sondern echte Verbundenheit bedeutet.
00:15:53: So dann können wir aufhören und selbst zu verurteilen und anfangen etwas Neues zu lernen.
00:15:57: Und ich glaube, das ist nochmal der Punkt.
00:16:00: Ja, super Betrachtungsweise!
00:16:02: Weil wir sonst denken ja nur ne wie müssen wir das weniger machen?
00:16:04: Wir dürfen uns auch was ganz anderes orientieren.
00:16:10: Ich würde auch noch mal kurz hier bei unserer eigenen Geschichte bleiben, weil ich glaube das ist etwas dass viele Frauen unserer Generation vor allem kennen.
00:16:19: Wir sind aufgewachsen wie du es vorhin auch sagtest mit Filmen in denen konstant... Hey und wir lieben diese Filme okay?
00:16:26: Aber in den Frauen konstant immer Konkurrentinnen waren, mit Erzählungen bei denen es immer nur eine geben konnte.
00:16:34: Die eine die den Mann bekommt, die eine die irgendwie gerade mal die Aufmerksamkeit von irgendeinem Footballplayer bekommen hat und dann musste sie sich irgendwie einen Arm und ein Bein ausreißen und ihren kompletten Typ umsteilen.
00:16:49: Für die Sowohlbirne?
00:16:51: Genau!
00:16:51: Damit der sich dann in Sie verliebt hat nur die eine, die den Job bekommt.
00:16:57: Die eine, der die Schöne ist.
00:16:59: Die Eine, die erfolgreich ist.
00:17:02: und das waren neunzig Prozent von Fernsehserien, Highschool-Filmen.
00:17:08: Filmen, von denen wir heute teilweise noch sagen, boah so ein... Team-Klassiker, aber die haben dich geprägt.
00:17:14: Total!
00:17:15: Es waren auch diese ganzen Videoclips zu irgendwelchen Liedern.
00:17:19: Diese sogenannten Mean Girls, die waren ja kein Zufall in dieser Zeit.
00:17:23: Das war so ein absoluter Spiegel und wir haben hineingeschaut und gedacht Ja genauso ist das Frauen sind es so, dass das müssen wir so... Wenn wir was erreichen wollen dann müssen wir uns diese Attitude aneignen.
00:17:34: Komplett.
00:17:34: Dabei ist es nicht wie Frauen sind.
00:17:38: Das ist wie Frauen reagieren Wenn man ihn immer beibringt, dass es nicht genug für alle gibt und sie schon so von klein auf sozialisiert.
00:17:47: Und was hat uns das gekostet?
00:17:49: Freundin du hattest vorhin schon gesagt sehr viel Energie!
00:17:52: Überleg mal, was wir mit dieser ganzen Energie hätten erreichen können wenn wir sich einmal keine Ahnung gebündelt in die richtige Richtung.
00:18:00: Und eins der drei Millionen Projekten, die wir vorher hatten, hätten wir dann machen können.
00:18:05: Jetzt haben wir Sie endlich mal gebündelte und deswegen gibt's diesen Podcast.
00:18:09: Auf jeden Fall werden auf sehr, sehr viele gute Verbindungen entstanden.
00:18:13: Die wir geknüpft hätten weil wir eben nicht damit beschäftigt gewesen wären zu vergleichen aber wir waren ja damit beschäftig zu vergleichen.
00:18:23: zu viele Frauen die wir nicht empfohlen haben nicht unterstützt haben nicht gefeiert haben weil wir dachten das geht dann gegen uns.
00:18:30: je mehr wir unterstützen desto weniger bleibt für uns übrig.
00:18:34: was ein bullshit
00:18:35: so paradox.
00:18:37: Und wenn man zurückblickt, dass einem jetzt bewusst ist, dass man das früher vor zwanzig Jahren teilweise wirklich gedacht hat.
00:18:48: Aber es war ein gutes Instrument?
00:18:49: Klar!
00:18:49: Es war ein gutes Instrument.
00:18:51: und hätte einer mit mir darüber diskutieren wollen, hätte ich auch in Grund- und Boden diskutiert und hätte damals mit ein, zweieinzwanzig argumentiert – weil der departierte mich schon immer gern Dass das die Struktur ist der Frauen, so sind Frauen normal.
00:19:07: Frauen sind einfach bitchy miteinander und all diese Dinge was du heute auch von ganz vielen Männern einfach hörst.
00:19:14: Ja
00:19:15: Und ich im Sinne von dass die jetzt rumgehen Frauen abwerten wollen soll sie sagen sorry aber ihr seid doch nicht solidarisch zueinander Ihr supportet euch nicht wie ihr könntet
00:19:25: und da haben Sie leider recht.
00:19:27: ja und auch den moment wo ich jetzt sagen muss gern früher gewusst.
00:19:33: Also ich hatte diese Realisierung einfach schon gerne viel früher gehabt und es wäre schön gewesen, wenn jemand mir mit Mitte zwanzig oder Anfang zwanzigt das nicht nur gesagt hätte weil wie gesagt das wäre nicht angekommen.
00:19:48: aber wir hätten begreiflich machen können dass ihr Erfolg da drüben mir nichts wegnimmt und er zeigt nur mir was möglich ist und dass wenn ich applaudiere für sie Sie begleite Freude oder einfach nur emotional solidarisch zeige, dass ich mehr davon habe.
00:20:08: Also das ist für mich absolut der Satz dieser Folge Ihr Erfolg nimmt mir nichts weg.
00:20:12: Er zeigt mir was möglich ist Und vielleicht müssen wir gar nicht lernen, Frauen mehr zu unterstützen.
00:20:18: Vielleicht müssen wir aufhören zu glauben dass andere Frauen unsere Konkurrenz sind und einfach jeden so sein lassen wie er ist was er macht was er tut.
00:20:27: meine wir haben automatisch immer irgendeine Meinung aber können sie einfach ein bisschen freundlicher verpacken?
00:20:32: oder wenn du vielleicht irgendwas nicht gut findest oder so deine eigenen Meinungen drauf packst stell doch vielleicht eine interessante Frage weißt du?
00:20:42: Einfach mal
00:20:42: Ja.
00:20:43: Eine Frage stellen, weil oftmals ...
00:20:45: Weil du hast ja mit dieses Fragestellen, weil Solidarität bedeutet nicht, dass man wie du immer sagst der Cheerleader mit den Pom-Poms am Rand sein muss?
00:20:53: Das ist auch nicht die Realität!
00:20:55: Nee und du musst auch nicht der gleichen Meinung der Person sein um solidarisch zu sein.
00:20:59: Richtig Aber du brauchst dir nicht noch irgendwie einen Stock in die Speichen von ihrem Fahrrad werfen wenn sie vorbei fährt.
00:21:06: Genau.
00:21:06: Du kannst trotzdem supporten.
00:21:08: Du machst das.
00:21:09: eine Frage stellen ein interessierte Frage
00:21:12: Und vielleicht beantwortet sich da auch so viel und vielleicht entsteht ja dann auch so eine Unterstützung.
00:21:19: Ohne Connection,
00:21:19: richtig!
00:21:21: Aber hey... Mit fünfundzwanzig vergleichen wir ständig mit fünfundvierzig stellen wie andere
00:21:25: Fragen.
00:21:26: Nicht mehr warum sie und nicht ich sondern wer trägt mich?
00:21:30: Wer ist wirklich da?
00:21:32: Wer freut sich wirklich für mich?
00:21:33: wer bleibt denn wenn es schwer wird?
00:21:36: Ja du.
00:21:41: Und es hat wahrscheinlich auch viel damit zu tun, dass wir jetzt im Midlife anfangen Zeit anders zu erleben.
00:21:51: Wir merken ja auch, Zeit ist endlich!
00:21:53: Ich habe ständig das Gefühl ich höre mich an wie mein eighty-fünfjähriger Vaters geht alles so schnell vorbei.
00:21:58: aber ich sage das ständig irgendwie die Zeit rennt und alles rennt an allem vorbei und man realisiert dass man Dinge bewusster wahrnehmen möchte, bewusste angehen möchte und auch dieses was möchte ich überhaupt.
00:22:13: Gefühlt ist das ja schon wiederum Freunde?
00:22:15: Natürlich rast die
00:22:16: Zeit!
00:22:16: Das Schuljahrs an uns vorbei gerannt und es hört sich auch wieder so kalenderspruchmäßig an.
00:22:21: aber es ist so wahr und du rennst mit die ganze zeit und dann mal Ende zu halten für diese Gespräche, die wir hier im Podcast haben, ist so wichtig.
00:22:37: Ja, dann fragen wir uns, womit verbringe ich diese Zeit zu?
00:22:42: Also was mache ich mit dieser Zeit die so wenig ist und der ich immer hinterher jage.
00:22:47: Und es gibt eine Professorin.
00:22:49: Dr.
00:22:50: Tatjana Schnell ist eine Sinnforscherin super interessant und die ist an der Universität Innsbruckt und hat erforscht dass in der Lebensmitte sich für viele Menschen die Sinnquelle verschiebt, also die Sinnquelle von Status, die Bedeutung von Leistungen bis hin zu dem Gefühl von Verbundenheit und Zugehörigkeit.
00:23:12: Und speziell Frauen ab vierzig beschreiben Freundschaft und gegenseitige Unterstützung dann deutlich häufiger als ihre zentrale Lebensqualität im Vergleich züngeren Altersgruppen.
00:23:25: Und schnell rennt das vertikale Tiefe also die vertikale Tiefe.
00:23:32: Also, die Qualität von Beziehungen wird dann immer wichtiger als die Quantität von den Beziehungen, die wir haben.
00:23:41: und natürlich auch wiederum spiegelt sich das ja wie verbringen wir die wenige Zeit, die
00:23:48: Genau.
00:23:48: Und das ist auch der Grund, warum Frauennetzwerke im Mittwoch so wichtig werden – nicht als Karriereinstrument oder dass man sich gegenseitig irgendwie im Job weiterbringt sondern als Lebensnotwendigkeit, als Ort wo man sich nicht erklären muss, wo man einfach ankommt und aufgefangen wird und gehört wird.
00:24:08: Wo nichts von einem gefordert wird, wo keiner irgendwas von einem möchte.
00:24:13: Wo
00:24:13: man einfach sein
00:24:15: kann.
00:24:19: Ich habe das Gefühl, ich erlebte es so stark hier in dem Podcast.
00:24:27: Wir haben gerade erst angefangen und dass Frauen uns sagen und schreiben sie nicht auf der Suche nach Ratschlägen.
00:24:37: Davon ist irgendwie das Internet voll vor allem unsere Generation mit Blockartikeln um Ratschlag für alles.
00:24:45: aber Sie sind auf der suche nach einem gefühl Und sie sind
00:24:49: auf
00:24:50: der Suche nach diesem Gefühl, wie wir auch.
00:24:52: Dass wir mit all dem nicht alleine sind und dass irgendjemand das versteht, das genauso nachvollziehen kann, das emotional... fühlt und dabei ist, dass man nicht alleine ist mit allem.
00:25:07: Und allein das sollte uns schon so solidarisch miteinander sein lassen.
00:25:11: Das ist nämlich Solidarität in seiner reinsten Form.
00:25:14: Dazu braucht man keine große Gesten sondern einfach nur ein ehrliches Nicken.
00:25:19: Einfach während jemand spricht weil jetzt sprichst du die ganze Zeit und ich bin die ganzezeit am Nicken!
00:25:25: Ich kenne es.
00:25:25: Es ist bei mir auch so.
00:25:28: Und eben auch dann nochmal dieses Du musst das nicht alleine tragen Ich bin da für dich, ich trage mit.
00:25:35: Und dann gibt es auch dazu eine richtig schöne Studie von Mackenzie & Leenan Women in the Workplace von zwartausend vierundzwanzig Frauen die andere Frauen aktiv fördern und empfehlen bauen nachweislich stärkere berufliche Netzwerke auf.
00:25:49: gleichzeitig sind Frauen die von anderen Frauen gesponsert werden vierzig Prozent häufiger in höheren Position als Frauen.
00:25:55: ohne solche Verbindungen ja natürlich
00:25:57: super interessant.
00:25:59: dann stellt sich ja auch wieder die Frage Warum sperren?
00:26:03: Ich weiß nicht, sperren.
00:26:03: Und jetzt ist das richtige Wort vielleicht ein bisschen zu hart aber for the lack of a better term.
00:26:08: Sperren oft wir Frauen uns viel gegen solche sozialen oder berufliche Netzwerke während Männer in ihren Netzwerk-Karriere Bro Clubs.
00:26:18: und es ist jetzt nicht irgendwie um Männer da zu degradieren sondern Einfach um den Vergleich herzuschwenken.
00:26:23: Das sind
00:26:23: die absolute Vorbilder, sorry Freundinnen und Frauen.
00:26:27: Ja klar,
00:26:27: man muss ja auch mal was finden wo die das sein können.
00:26:34: Kurz Konfetti sprühen Feuerwerk.
00:26:40: Aber warum ist das für uns so problematisch?
00:26:42: Ja aber du siehst es ja statistisch proven Es hilft!
00:26:48: Es bringt was.
00:26:50: Und trotzdem fällt es uns noch schwer.
00:26:51: Aber wir sehen's ja auch ganz oft, Freundin jetzt mal ehrlich in unserem hier mit dem Podcast-Stad.
00:26:56: Wir haben so viel wundervollen Support!
00:26:59: Wir hätten das niemals für möglich gehalten... aber es gibt natürlich trotzdem auch viele, viele Frauen die uns einfach nicht supporten, auch im engeren Umfeld.
00:27:12: Ja und dann ist ja nochmal dieses OK nicht aktiv supporten Aber solidarisch sein und das ist ja dann auch nochmal so okay.
00:27:21: Ja, ja.
00:27:23: Und dann hast du die bei denen du weißt und merkst, sie belächeln das?
00:27:27: Ja.
00:27:28: Und die fast... Ich will mal überlegen wie ich es formuliere.
00:27:33: Die fast
00:27:34: politisch korrekt bitte!
00:27:36: Die fast jetzt dauert's.
00:27:39: Nein aber die fast eine Art nicht Aggressionen, nicht Frustrationen.
00:27:46: Ja aber so
00:27:47: Die
00:27:50: uns fast die Dreistigkeit, dass wir das machen.
00:27:52: Aber auch der Fakt, dass das Ganze in irgendeiner Form wie auch jeder, was für sich definieren möchte erfolgreich ist.
00:28:00: Also erfolgreich einmal im Sinne des Frauen und Sören.
00:28:03: Dass wir Subscriber hätten von den also Unmengen, was so toll.
00:28:09: es sind euch so Dankbar und jedem, der das hört.
00:28:12: Weil dafür machen wir es nicht für Marketing, nicht für irgendwie Chartsplatzierung oder Hell no!
00:28:18: Nicht für Social Media.
00:28:20: Nein.
00:28:20: Ich sag's immer wieder, dass der eigentliche Mitgrund war, warum wir es auch ewig nicht gemacht haben.
00:28:26: Richtig.
00:28:26: Der Fakt ist, dass wir uns in jeglicher Form dort irgendeiner Form präsentieren müssen?
00:28:32: Es
00:28:32: ist einfach nicht... Es klingt so ein bisschen Oldness aber ... Es ist nicht unsere Generation.
00:28:39: Wir sind nicht mit Social Media groß geworden,
00:28:41: das kostet Nina und mich... Und wir haben es damit nie so angefreundet?
00:28:43: Richtig!
00:28:44: Und es kostet Nina und für mich immer noch so viel Überwindung da jetzt irgendwas zu paustern in Regelmäßigkeit aber das ist ein anderes Thema.
00:28:53: Wir kommen da auch nochmal drauf zurück.
00:28:55: Aber ja diese mangelnde Solidarität und das ist ganz interessant für uns momentan zu beobachten Auch dieser Unterschied zwischen Die sind vielleicht jünger als wir, also alle die ... die sind irgendwie Mitte dreißig.
00:29:10: Die müssten uns gar... Also emotional sind sie grade nicht da wo wir mit forty-fünf sind.
00:29:14: Müssten Sie auch nicht genau?
00:29:15: Ja, genau!
00:29:16: Und wie sagen?
00:29:17: hey es ist nicht mein Topic und okay keine Ahnung ob wie viel Qualität das da hat was ihr da von euch gebt.
00:29:23: Aber wie mega dass ihr das macht richtig.
00:29:25: Und auf fremde Frauen an der Schule die uns jetzt stoppen
00:29:28: ja
00:29:28: und sagen ich hab euren Podcast gehört toll und das eine andere Frau das zu einer fremden Frau sagt.
00:29:35: Und ich glaube, das ist das große Problem
00:29:37: ... Das ist aber so toll!
00:29:38: ... wie diese Hemd
00:29:38: ist?
00:29:38: Ja genau, aber das ist ein großer Problem warum wir nicht in dem Sinne so erfolgreich sind im Netzwerken und warum wir uns nicht zusammen tun können.
00:29:47: Wir sind so gehemmt.
00:29:49: Ständig.
00:29:50: Du merkst es selber, wir sind so gehemmt eine anderen Frauen Kompliment zu machen auf eine andere Frau zuzugehen und zu fragen Hey, wie hast du das und das gemacht?
00:29:59: Hat dich irgendjemand gefragt den ersten Schritt gemacht haben hier zu diesem Podcast.
00:30:06: Welche Schritte wir auf uns genommen haben, oder?
00:30:10: Wie lange war die To-do Liste, die wir abgearbeitet haben bis wir jetzt hier sitzen?
00:30:14: Und die, die das gefragt haben sind nur ... Die wirklich, also sehr nahe an mir sehr enges Interesse haben.
00:30:22: Du kennst sie jetzt so meine Book Club Ladies?
00:30:24: Ja genau!
00:30:26: Aber da ist ja Sympathie, da ist es ja liebe... Genau,
00:30:28: weil wir sagen das ganz und wo jedes Thema auch hier ausdiskutiert wird.
00:30:32: Aber ich rede gerade einfach von Frauen die gute Bekannte vielleicht doch die man nur vom Sehen her kennt.
00:30:39: wie auch immer Da würde doch keiner zu dir kommen Und mal eine interessante Frage stellen.
00:30:47: Es
00:30:47: sind Dann Leute, die kommende Frage stellen.
00:30:49: Sind eher die?
00:30:50: Die eigentlich weiter weg sind?
00:30:53: jetzt aus diesem emotionalen Rahmen und diese Memes, die man momentan online überall sieht ... Ich weiß,
00:30:59: welches du meinst
00:31:00: von diesen ... Wenn du anfängst Social Media zu machen, die Reaktion deines Inner Circles wo du dann lauter so Billsnippets hast von Leuten, die dich mit so einem ... Okay, dann ja, macht mal Bildern gucken Leute außerhalb deines Circles, die irgendwie alle applaudieren.
00:31:20: Das hat natürlich wieder so ein Stück Wahrheit.
00:31:23: Lass uns konkret werden!
00:31:25: Weil ich das Fort-Solidarität manchmal auch zu groß finde.
00:31:28: Es ist auch so ein bisschen, finde ich, irgendwie so abstrakt... Wie sieht es im Alltag aus?
00:31:33: Was bedeutet das wirklich heute in deinem echten Leben solidarisch zu sein?
00:31:38: Ja, wenn es nicht dieses, es reicht nicht irgendwie Nichtlästern oder sowas Ja.
00:31:47: Auch wenn's simpel klingt, aber es ist dann schon klar erst mal nicht negativ sein und ich glaube das ist einer der mächtigsten Akte der Solidarität nicht negativ anderen Frauen in eine Art Gegenüber zu sein Von denen ich auch nicht möchte, dass sie mir gegenüber so sind.
00:32:07: Richtig!
00:32:08: Ja genau so ist es.
00:32:10: Wenn du nicht möchtest, dass jemand dich so behandelt, tust doch auch nicht.
00:32:13: Also heute hauen wir kleine Sprüche raus.
00:32:15: Nein, Kralitz geben.
00:32:16: Wenn eine Frau eine gute Idee hat dann sagen hey das war ihre Idee Nicht irgendwie übernehmen, nicht wagelassen sondern klar sagen Hey das kam von ihr
00:32:25: ja empfehlen aktiv empfeheln Auch wenn man selbst für irgendwas in Frage käme Und wenn man nicht davon in irgendeiner Form profitiert, sondern einfach weil man weiß hey die Kandastie ist gut.
00:32:38: Empfiehlt sie Sprech von ihr empfehle Ihr Business empfehlen Sie in Deiner Arbeitsumgebung bringen Sie mit deinen Freundinnen zusammen und was auch immer es geht
00:32:47: und sich wirklich ehrlich mit freuen.
00:32:49: also ich finde das ist
00:32:50: ja
00:32:51: auch etwas Nicht so das Schwerste, aber nicht dieses Performed mit Freunden.
00:32:56: Dann lächelt man und dann klatscht man.
00:32:58: Wenn
00:32:58: ich es richtig gut für ihr höre?
00:32:59: Ja,
00:33:00: oh toll!
00:33:00: Und dann innerlich irgendwie zusammenkneifen sondern wirklich mit Freuen.
00:33:04: Und wenn das gerade nicht geht weil du einfach mental wo ganz anders stehst, dann zumindest ehrlich zu sich selbst sein und irgendwie zu reflektieren hey was warum kannst du dich grade für diese Person nicht freuen hat ja mit dir anderen Personen überhaupt nichts zu tun ist ja immer so dein Problem.
00:33:21: Und ich finde, das ist dann auch vollkommen ... Wenn du das für dich weißt.
00:33:24: Total!
00:33:24: Dann sei einfach ruhig und es okay?
00:33:26: Und dann bist du irgendwann in der Zukunft solidarisch, wenn du emotionaler im Spot bist, dass du sein kannst.
00:33:32: Genau so.
00:33:34: Raum machen.
00:33:35: Wenn eine Frau spricht ihr nicht ins Wort fallen.
00:33:38: Wenn sie eine Idee einbringt, nicht sofort eine bessere haben wollen.
00:33:42: Aber wenn sie laut ist, sie laut sein lassen.
00:33:44: Wenn Sie auffällig sind, sie auffällig sein lassen Wenn sie Spaß hat, sie Spaß haben lassen ohne das vom Nachbar-Tisch zu bewerten.
00:33:53: Raumlassen
00:33:55: und fragen.
00:33:56: Das habe ich jetzt schon ein paar Mal gesagt.
00:33:57: einfach Fragen aber diesmal wie geht es dir wirklich?
00:34:00: Und ist nicht als Höflichkeitsfloskeln und klar jetzt nicht irgendwie Zwischentüren angeln oder du bist gerade irgendwo auf dem Sprung sondern weil man es wirklich wissen möchte.
00:34:08: und dann das Allerwichtigste und wird in dir alle dazu immer viel zu reden.
00:34:13: Zuhören!
00:34:15: Wirklich zuhören und nicht dazwischen quatschen einfach zuhören und die andere Frau einfach erzählen lassen.
00:34:23: Ich bin hier wild am Nicken, und eine Sache noch, die ich auch für wichtig halte, Grenzen respektieren!
00:34:30: Denn Solidarität bedeutet ja nicht dass ich immer verfügbar bin und das bedeutet auch nicht, dass ich jetzt alles übernehme und nicht dass der anderen Personen immer helfen zu müssen und immer bereit stehen zu müssen, sondern Solidarität funktioniert nur wenn ich auch auf mich schaue und okay bin in der Situation.
00:34:58: Und genau das ist ja auch nochmal ein Punkt, weil eine erschöpfte Frau keine gute Verbündete ist.
00:35:03: Weder für andere noch für sich selbst.
00:35:04: und da geht es immer darum im Muttersein, im Partner sein, Freundinnen sein.
00:35:08: Guck zuerst immer dass es dir gut geht, dass du deinen Energielevel aufgefüllt hast.
00:35:14: Dass du fit bist, dass Du gesund bist.
00:35:17: Dass Du
00:35:18: die Kapazität
00:35:20: im Kopf hast.
00:35:22: Wenn es dir gut geht, dann kannst du die beste Freundin sein.
00:35:25: Die beste Mama, die beste Frau und die beste Partnerin.
00:35:27: Kannst du wirklich alles, alles... ...die ganze Liebe rausschicken?
00:35:32: Ja was wieder am Ende zurückführt, wenn wir selber in unserem Leben nicht solidarisch waren war das immer... Ich will dauernd Englisch sprechen, during times.
00:35:45: War das immer während Zeiten wo's uns selber nicht gut ging?
00:35:48: Richtig absolut!
00:35:50: Das kann ich sowas von unterstreichen.
00:35:51: Full
00:35:52: Circle Moment?
00:35:52: Ja, ja.
00:35:54: und dann lass uns noch über etwas sprechen was uns... Wir haben's für den schon mal kurz angesprochen von Hey Freundin passiert ist Und
00:36:03: Ich weiß was du meinst!
00:36:05: Ja
00:36:05: das will nicht so vergessen.
00:36:08: Frauen die wir noch nie getroffen haben Frauen die uns nicht kannten Beobachtet Die haben wir beobachtet oder mitbekommen wie sie unseren Podcast an ihre Freundinnen weitergeschickt haben und denen empfohlen haben.
00:36:25: Einfach so!
00:36:26: Also, natürlich haben sie dafür eh nichts bekommen aber einfach so ohne dass wir sie darum gebeten haben Ohne dass sie in irgendeiner Form, keine Ahnung irgendwas davon gehabt hätten und Eindruck hätte machen.
00:36:40: Keine Ahnung was irgendjemand sich konstruieren könnte.
00:36:44: warum jetzt Person X oder Y einfach unseren Podcast weitergeleitet hat aber einfach nur weil Sie dachten hey das musst du hören Also nach wie vor.
00:36:57: Wie könnt ihr ganz emotional werden?
00:36:59: Wie krass ist das denn
00:37:00: bitte?!
00:37:01: Das war so, so schön und das war für mich auch der Moment in dem ich verstanden habe.
00:37:05: Solidarität ist kein großes Konzept!
00:37:09: Es ist nicht irgendwie eine riesen Mega-Geste mit, weiß ich nicht Feuerwerk und
00:37:15: Nebelmaschinen und
00:37:17: Spotlights, keine Ahnung was... es ist dieser einen Moment diese eine Gedanke.
00:37:23: Ich denke in dem Moment an diese eine Frau, ich fand da irgendwas cool.
00:37:27: Ich unterstütze sie.
00:37:28: Ich eb's weiter einfach so im Sinne der nächsten Liebe auch.
00:37:33: Hab' ich das doch richtig beschrieben?
00:37:35: Mhm!
00:37:36: Ja.
00:37:37: und denn jedes Mal wenn das passiert... Wenn eine Frau ne andere Frau empfiehlt, weiterteilt, feiert, unterstützt dann wird der Platz ein Tisch größer nicht kleiner.
00:37:53: Eben wir damit nicht nur die andere Person und die andere Frau hoch, sondern uns alle als Frauen hoch.
00:38:00: Und das ist das Gegenteil von all dem was uns beigebracht wurde und genau das wo wir hin müssen – uns alle gemeinsam ein Stück anheben!
00:38:10: Es gibt nicht einen Platz für eine Frau.
00:38:12: Es gibt mehr Plätze, wenn wir aufhören zu glauben dass es nur diesen einen gibt für und wir müssen alle irgendwie so ein Stückchen von der Pobacke wie bei dieser Reise nach Jerusalem dieses Stuhlspiels.
00:38:23: Sag ja noch so!
00:38:27: Sorry, sorry.
00:38:28: Hi my Jewish roots!
00:38:31: Sorry es heißt ich kenne das noch.
00:38:33: Alles cool ist die Reise nach Jerusalem wo diese Tische, wo diese Stühle weggenommen werden wenn die Musik ausgeht.
00:38:39: Ich glaube es wird
00:38:40: mal anders als die Tage.
00:38:41: Aber vielleicht
00:38:42: kann es mir bitte... ich weiß es nicht?
00:38:44: Ich möchte jetzt nicht oldschoolmäßig googeln.
00:38:46: schickt's mir bitte unter Schreibt es in die Kommentare, bitte hilft mir dass ich politisch korrekter spreche.
00:38:57: Ich habe aber dazu noch eine letzte Studie und zwar Social Identity Theory.
00:39:30: Das ist...
00:39:31: Ja.
00:39:32: Erzählen wir uns irgendwie, weiß ich nicht noch mal zurückentwickelt.
00:39:35: Erstmal so ein Riesenschritt nach vorne und dann zwanzig Schritte wieder zurück.
00:39:38: Gut die Gesellschaft aktuell hilft da gerade?
00:39:43: Anderer Podcast!
00:39:46: Ich glaube am Ende des Tages ist Solidarität keine Entscheidung, die wir einmal treffen und einmal sagen ab heute sind wir solidarisch Es ist Haltung.
00:39:56: Es ist eine Haltung, die wir täglich üben müssen und manchmal gelingt es, manchmal nicht.
00:40:02: Manchmal gelingt das besser, manchmal weniger und manchmal neiden wir.
00:40:07: Das wird einfach so sein und manchmal vergleichen wir und das ist am Ende des Tages auch menschlich.
00:40:13: aber vielleicht beginnt Solidarität genau in dem Moment indem wir erkennen ihr Erfolg nimmt mir nichts weg.
00:40:20: er zeigt mir einfach was mögliches und wenn ich hier helfe, helfe ich damit auch mehr.
00:40:26: Und vielleicht beginnt ja diese Solidarität auch genau in diesem Moment.
00:40:30: In dem Moment, in dem wir erkennen dass wir wirklich alle an diesem selben Tisch sitzen und wir sitzen wirklich alle in diesem selten Boot!
00:40:38: Und da ist Platz für mehr als eine Frau und für mehr also einer Handvoll Frauen oder eine Gruppe oder meine Besties sondern wirklich für alle.
00:40:49: Und wenn diese Folge dich irgendwo abgeholt hat, schick sie an eine Frau die du gerade bewunderst.
00:40:55: Einfach so ohne Anlass!
00:40:56: Kein langer Text einfach – hey ich dachte an dich!
00:40:59: Das ist Solidarität im
00:41:00: Echtzeit."
00:41:13: die dieses Gespräch auch gerade brauchen und wir würden uns wirklich super über jeglichen Support von euch freuen.
00:41:20: Also dann bis nächste Woche, Freunde!
00:41:22: Bis nächste Woche!
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